fbpx

Wohnmobile im Dieselskandal: Illegale Abschalteinrichtungen bei Fiat gefunden

  • Bild von einem Wohnmobil
Telefonische Erstberatung

KOSTENLOS UND UNVERBINDLICH

0221 – 6777 00 55

Mo. – So. von 9 – 22 Uhr / BUNDESWEIT

Kostenlosen Rückruf anfordern

    Abgaswerte bei Wohnmobilen mit Fiat-Motoren manipuliert

    Der Dieselskandal weitet sich aus und betrifft mittlerweile neben Autos auch Wohnmobile mit Diesel-Motor. Der Hauptverursacher dieses neuen Abgasskandals ist der Fiat-Konzern bzw. Fiat Chrysler Automobiles (FCA). Der Fiat Ducato etwa ist das beliebteste Basisfahrzeug für Wohnmobile und wurde massenhaft in den kostspieligen Reisemobilen verwendet. Rund 70 % der in Deutschland zugelassenen Wohnmobile sind mit Fiat-Motoren ausgestattet. Damit erstreckt sich der Abgasskandal endgültig nicht mehr nur auf deutsche Hersteller.

    Die Konsequenzen bekam Fiat Chrysler nun direkt zu spüren: als erstes Gericht verurteilte das LG Koblenz (Aktenzeichen 12 O 316/20) den italienischen Fahrzeughersteller aufgrund vorsätzlicher und sittenwidriger Schädigung (§ 826 BGB) zur Zahlung von Schadensersatz an einen Wohnmobilbesitzer. Die Käufer müssen also nicht auf dem Schaden durch die Manipulation sitzen bleiben, sondern können Schadensersatz erhalten.

    Ilja Ruvinskij ist Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht und Partner unserer Kanzlei. Mit seinem spezialisierten Team setzt er bundesweit Verbraucherrechte gegen Banken und Großkonzerne durch.

    Unsere spezialisierten Anwälte prüfen Ihre Ansprüche im Wohnmobil-Abgasskandal

    ✔ KOSTENLOS   ✔ SCHNELL    UNVERBINDLICH

    Bild von Smartphone und Fahrzeugschein


    Offene Fragen? – Unsere Diesel-Hotline:

    (Mo. – So. von 9 – 22 Uhr / BUNDESWEIT –  Dt. Festnetz)

    Die Kernpunkte in Kürze

    • Der Dieselskandal weitet sich aus und betrifft mittlerweile neben Autos auch Wohnmobile mit Diesel-Motor.

    • Vor allem Wohnmobile mit Fiat-Motor bzw. Chassis sind betroffen. Rund 70 % der in Deutschland zugelassenen Wohnmobile sind mit Fiat-Motoren ausgestattet.

    • Ein erstes Gerichtsurteil erging am 1. März 2021. FCA (Fiat Chrysler Automobile) muss einem Wohnmobil-Besitzer demnach über 50.000 Euro Schadensersatz zahlen (LG Koblenz, Az. 12 O 316/20). Das Urteil gilt als wegweisend für den Fortgang des Wohnmobil-Abgasskandals.

    • Aufgrund der in den Wohnmobilen eingebauten illegalen Abschalteinrichtung droht eine verpflichtende Rückrufaktion. Diese könnte technische Probleme verursachen und wird definitiv zu einem Wertverlust der teuren Wohnmobile führen.

    • Kunden sollten daher nicht zögern und ihr Recht auf Schadensersatz in Anspruch nehmen, ansonsten droht eine Verjährung der Ansprüche. Kunden würden dann auf dem Schaden sitzenbleiben.

    • Nutzen Sie jetzt unsere kostenfreie Erstberatung durch unsere auf den Abgasskandal spezialisierten Mitarbeiter.

    Unzählige Wohnmobile mit Fiat-Motoren Multijet und Ducato überschreiten Abgasgrenzwerte

    Ebenso wie VW oder Mercedes verwenden auch Fiat bzw. Iveco illegale Abschalteinrichtungen, um die Abgaswerte zu manipulieren, sodass die Grenzwerte für Schadstoffe zwar auf dem Prüfstand eingehalten werden und somit den gesetzlichen Vorgaben entsprechen, im Straßenverkehr bei normaler Nutzung des Fahrzeuges bzw. Wohnmobils aber weitaus höher liegen. Eine Vorgehensweise, die unter Fahrzeugherstellern mittlerweile zwar gängige Praxis zu sein scheint, gemäß Rechtsprechung allerdings eine vorsätzliche und sittenwidrige Schädigung nach § 826 BGB darstellt. Betroffene Kunden bzw. Wohnmobilbesitzer können daher vom Hersteller oder Händler Schadensersatz verlangen.

    Die Anzahl von Wohnmobilen von Fiat und Iveco, in denen eine unzulässige Abschalteinrichtung verbaut ist, ist bereits jetzt fast unüberschaubar. Unzählige Fahrzeugmodelle mit Fiat Ducato Multijet-Motoren (Schadstoffklassen Euro 5 und Euro 6) sind vom Dieselskandal betroffen. Dazu zählen beispielsweise Reisemobilmodelle von Dethleffs, Pilote, Adria, Hymer, Carthago, Knaus und viele weitere. Die zulässigen Stickoxidwerte werden teilweise bis um das 15-fache überschritten.

    Fiat-Wohnmobile von Pilote und Dethleffs der Abgasnorm Euro 5 mit Motortyp Fiat Ducato 150 Multijet (Pilote G700G und Dethleffs T7150) beispielsweise überschreiten den vorgegebenen Stickoxidgrenzwert um fast das 7- bzw. 10-fache.

    Die Abgaswerte des Reisemobils Zefiro 266 TL des Herstellers Roller Team mit Fiat Ducato Multijet 2,3 Liter-Motor (Abgasnorm Euro 6), das Gegenstand des Gerichtsverfahrens vor dem LG Koblenz war, sind 9- bis 15-fach höher als zulässig.

    Recht der Wohnmobilbesitzer auf Schadensersatz

    Der Einbau einer unzulässigen Abschalteinrichtung zur Manipulation der Abgaswerte zieht weitreichende Folgen nach sich. Grundsätzlich stellt eine illegale Abschalteinrichtung einen Sachmangel dar, der den Wert des Wohnmobiles mitunter erheblich mindert. Nicht zuletzt, da Motoren mit manipulierter Abgasreinigung für den Straßenverkehr nicht zugelassen werden dürfen; Besitzern könnten daher Stilllegungen ihrer Wohnmobile drohen.

    Zusammengefasst: unzulässige Motoren in teuer gekauften Fahrzeugen bzw. Reisemobilen mit geschrumpftem Wiederverkaufswert – das bedeutet unterm Strich erhebliche finanzielle Einbußen für Wohnmobilbesitzer. Die Freude an den Wohnmobilen ist durch diese Erkenntnis natürlich stark getrübt.

    Vom Dieselskandal betroffenen Kunden können aber eine Entschädigung durch den Händler oder Hersteller erhalten. Entweder durch Rückgabe des Wohnmobils und Rückzahlung des Kaufpreises (abzüglich einer Nutzungsentschädigung) oder durch Schadensersatz, falls der Kunde das Reisemobil behält.

    Die Nutzungsentschädigung ist quasi ein Ausgleich für den Wertverlust, den das Wohnmobil erlitten hat. Deren Höhe berechnet sich bei Reisemobilen anders als bei vom Abgasskandal betroffenen Pkw. Hier sind nicht die gefahrenen Kilometer von Bedeutung, sondern das Alter des Fahrzeugs. Das hat zur Folge, dass Wohnmobilbesitzer aufgrund einer erheblich geringeren Nutzungsentschädigung im Verhältnis mit einer höheren Rückerstattung des Kaufpreises rechnen können. So berücksichtigte das LG Koblenz beim ersten Urteil im Abgasskandal zu Wohnmobilen auch das Alter des Fahrzeuges unter Zugrundelegung einer Lebensdauer von 25 Jahren.

    Andererseits gilt: Je länger ein Kunde mit einer Klage wartet, desto geringer fällt die Rückerstattung aus, egal ob er in der Zwischenzeit mit dem Wohnmobil unterwegs war oder nicht. Allerdings bedeutet eine zugrunde gelegte Lebensdauer von 25 Jahren, dass für alle fünf Jahre “nur” 20 % vom Kaufpreis abgezogen werden.

    Bei gebrauchten Wohnmobilen wird die Höhe der Entschädigung anhand des Gebrauchtwagenpreises und der zu erwartenden Restlaufleistung bei Kauf des Fahrzeugs ermittelt.

    Unsere spezialisierten Anwälte prüfen Ihre Ansprüche im Wohnmobil-Abgasskandal

    ✔ KOSTENLOS   ✔ SCHNELL    UNVERBINDLICH

    Bild von Smartphone und Fahrzeugschein


    Offene Fragen? – Unsere Diesel-Hotline:

    (Mo. – So. von 9 – 22 Uhr / BUNDESWEIT –  Dt. Festnetz)

    Verjährung im Wohnmobil-Abgasskandal

    Der Wohnmobil-Abgasskandal trifft vielfach auch gerade erst gekaufte Fahrzeuge. Ist der Kauf des Fahrzeugs noch keine zwei Jahre her, besteht noch die gesetzliche Gewährleistung des Verkäufers. Daher sollten sich Kunden jetzt beeilen, um ihre Rechte gegen den Händler nicht durch Verjährung zu verlieren.

    Glücklicherweise besteht daneben die Möglichkeit, sich direkt an den Hersteller, also Fiat (FCA) zu wenden. Denn er hat den Kunden vorsätzlich geschädigt. Diese Ansprüche verjähren erst nach drei Jahren ab Kenntnis von den Abgas-Manipulationen. Allerdings könnten Gerichte entscheiden, dass diese Kenntnis bereits länger gegeben ist, denn erste Medienberichte darüber gab es bereits vor ca. zwei Jahren.

    Kostenlose Prüfung Ihrer Schadensersatzansprüche

    Die saftigen Kaufpreise für Wohnmobile ziehen im Fall der Fälle erhebliche wirtschaftliche Einbußen für die abgasgeschädigten Käufer eines Diesels nach sich. Es ist daher vernünftig und lohnenswert, Schadensersatzansprüche prüfen zu lassen und diese bei entsprechenden Erfolgsaussichten geltend zu machen. Als im Abgasskandal erfahrene Verbraucherkanzlei helfen wir Ihnen gerne bei der Durchsetzung Ihrer Rechte. Im Rahmen einer kostenlosen und unverbindlichen Erstberatung informieren unsere spezialisierten Mitarbeiter Sie über die Chancen einer Entschädigung einschließlich deren voraussichtlicher Höhe sowie die sinnvollste Vorgehensweise in Ihrem konkreten Fall. Lassen Sie keine wertvolle Zeit verstreichen – wenden Sie sich noch heute an uns!

    Ihr Anwaltsteam im Bereich Dieselskandal bei Wohnmobilen

    Ilja Ruvinskij
    Rechtsanwalt und Partner

    Dr. V. Ghendler
    Rechtsanwalt und Partner

    Fatbardha Kameraj
    Rechtsanwältin

    Ludger Knuth
    Rechtsanwalt

    René Brustmann
    Rechtsanwalt

    Haben Sie eine Frage zum Abgasskandal bei Wohnmobilen? Gerne beantworten wir sie hier kostenlos!

    0 Kommentare

    Dein Kommentar

    An Diskussion beteiligen?
    Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

    Schreiben Sie einen Kommentar

    Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

    © Copyright - KRAUS GHENDLER RUVINSKIJ Anwaltskanzlei
    Call Now Button