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    Welche Möglichkeiten gibt es, von der Privaten in die Gesetzliche Krankenversicherung zu wechseln?

    Chefarztbehandlung im Krankenhaus, umfangreiche Erstattungen für zahnmedizinische Behandlungen oder auch schnellere Termine in der fachärztlichen Praxis – grundsätzlich sprechen viele Argumente dafür, den Weg in die Private Krankenversicherung (PKV) einzuschlagen. Während der Wechsel von einem gesetzlichen Krankenversicherer in die private Krankenkassenversorgung relativ einfach möglich ist, kann sich der Rückweg deutlich schwieriger gestalten.

    Einfach zurück in die Gesetzliche Krankenversicherung?

    Das Sprichwort „Gesundheit ist ein kostbares Gut“ gewinnt bei den meisten Menschen besonders im voranschreitenden Alter immer mehr an Gewicht. Nicht allein deshalb, weil Arztbesuche häufiger werden und Beschwerden sowie gesundheitliche Einschränkungen deutlicher zum Vorschein treten. Doch was ist, wenn man sich plötzlich wünscht, den Weg in die Private Krankenversicherung rückgängig zu machen, weil beispielsweise die Beiträge immens gestiegen sind oder sich Sorgen um die finanzielle Belastung im Alter auftun? Das, was vor einiger Zeit als Vorteil punkten konnte, nämlich der individuellere Leistungsumfang, verliert gegebenenfalls seine Attraktivität. Nicht selten hören wir von Versicherten, die sich fragen, ob ihnen der Weg zurück in die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) noch offensteht. Durch unsere langjährige Auseinandersetzung mit dem Themenbereich kennen wir die gesetzlichen Anforderungen ganz genau und können Sie umfangreich, kostenlos beraten.

    Ilja Ruvinskij ist Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht und Partner unserer Kanzlei. Mit seinem auf Versicherungsrecht spezialisierten Team setzt er bundesweit Verbraucherrechte gegen Großkonzerne durch.

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    Wechsel in die GKV – ist das möglich?

    Eine klare Antwort auf diese Frage zu geben, ist nicht ohne Weiteres möglich. Vielmehr ist eine erneute Mitgliedschaft in der Gesetzlichen Krankenversicherung an ein paar Bedingungen geknüpft, die es zu beachten gilt. Ein freier Wechsel für jede Person zu jeder Zeit ist nicht erwünscht. Dies ist gesetzlich verankert und unterliegt dem Solidarprinzip. Dadurch soll sichergestellt werden, dass junge Versicherungsnehmer nicht nach Jahren niedriger Beitragssätze in der PKV im Alter auf die gegebenenfalls preiswertere GKV zurückgreifen, ohne lange in diese eingezahlt zu haben.

    Voraussetzungen für einen Wechsel in die GKV

    Je nach Ausgangssituation sind die Bedingungen, die eine Rückkehr in die GKV möglich machen, ganz unterschiedlich. So unterscheidet der Gesetzgeber beispielsweise zwischen Personen im Angestelltenverhältnis und solchen, die selbstständig tätig sind. Darüber hinaus spielen aber auch Aspekte wie das Alter der Versicherten sowie das Einkommen eine wichtige Rolle. Eine Ausnahme bildet das Widerrufsrecht: Wer sich erst kürzlich für eine private Krankenkasse entschieden hat, kann den Vertrag innerhalb von 14 Tagen nach Abschluss widerrufen. In den allermeisten Fällen trifft dies jedoch nicht zu.

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    Was gilt für mich als Angestellten?

    Wer viele Jahre privat versichert ist, kann nicht auf Widerruf als Option zum Wechsel in die GKV hoffen. Vielmehr kommen hier Faktoren wie das Alter und Einkommen ins Spiel, die die Möglichkeit im Wesentlichen beeinflussen. Die weitreichend bekannte Altersgrenze von 55 Jahren schmälert zum Beispiel deutlich die Erfolgsaussichten. Wer unter dieser Grenze liegt, kann unter Umständen eine Rückkehr in die GKV durchführen.

    1. Option: Reduzieren des Bruttojahreseinkommens

    Eine Regelung betrifft das Bruttoeinkommen der Versicherten: Wer von der sogenannten Jahresarbeitsentgeltgrenze von aktuell 64.350€ (Stand 2021) mit seinem Jahreseinkommen als Angestellter eingeholt wird, wird automatisch gesetzlich pflichtversichert. Dies hat zur Folge, dass der Versicherte sich für eine Krankenkasse seiner Wahl entscheiden kann. In unserer langjährigen Erfahrung im Gebiet der PKV-Tarifberatung können wir jedoch sagen, dass diese Grenze selten unterschritten wird. Was also tun?

    Eine Möglichkeit ist es, das Einkommen für eine gewisse Zeit zu reduzieren. Hierfür bieten sich beispielsweise ein Sabbatjahr, eine vorübergehende Teilzeit oder die taktische Ausnutzung eines bestehenden Arbeitszeitkontos an. Unter das Thema vorübergehende Teilzeit fällt auch der seit Januar 2019 mögliche Rechtsanspruch auf „Brückenteilzeit“. Hierbei wird dem Arbeitnehmer ermöglicht, nach vereinbarter Teilzeit wieder in die Vollzeitbeschäftigung zurückzukehren. Um daraus einen Anspruch auf Versicherung in der GKV abzuleiten, müssen jedoch zwei Voraussetzungen erfüllt sein: Der Versicherte muss seit mindestens sechs Monaten im Betrieb beschäftigt sein und das Unternehmen muss mehr als 45 Mitarbeiter beschäftigen.

    2. Option: betriebliche Altersvorsorge

    Eine Chance für Menschen im Angestelltenverhältnis, die von der PKV in die GKV wechseln möchten und knapp über der Entgeltgrenze liegen, eröffnet die betriebliche Altersversorgung. Denn durch die maximale jährliche Gehaltsumwandlung von 3.312 € (Stand 2021) können Sie Ihr Jahresgehalt sozialversicherungsrechtlich reduzieren und dadurch unter die JAEG rutschen. Allerdings müssen Sie für mindestens 12 Monate diesen Weg beschreiten, um als versicherungspflichtig zu gelten. Auch gut zu wissen: Auf die betriebliche Altersversorgung haben Sie rechtlichen Anspruch, Ihr Arbeitgeber kann Ihnen diese Option daher nicht verwehren.

    Was gilt für mich als Selbstständigen?

    Nicht nur angestellte Versicherte haben unter Umständen die Chance, ihren Krankenversicherer zu wechseln und erneut Mitglied in der GKV zu werden. Für Selbstständige unter 55 Jahren besteht die Möglichkeit, sich in ein Angestelltenverhältnis oder in Teilselbstständigkeit zu begeben, um die entsprechende Versicherungspflicht zu erreichen. Das heißt, dass die Selbstständigkeit entweder komplett aufgegeben oder nur noch nebenberuflich ausgeübt wird, weil ein Arbeitsvertrag als hauptberuflich Angestellter unterschrieben wurde. Bei einer Festanstellung müssen jedoch der Hauptteil der Einnahmen und der Arbeitszeit des Versicherten von dieser Beschäftigung ausgehen. Wer sein Geschäft komplett aufgibt und einen gesetzlich versicherten Ehepartner hat, kann zudem beitragsfrei in die Familienversicherung des Partners mitaufgenommen werden. Hierbei sind jedoch nur Verdienste bis zu einer Grenze von 553,33 € oder ein Minijob bis maximal 450 € im Monat zulässig.

    Sonderfall Beamte: Ist eine GKV-Mitgliedschaft möglich?

    Hin und wieder erreichen uns als auf die Private Krankenversicherung spezialisiertes Team auch Anfragen von Menschen im Beamtenstatus. Hier liegt ein besonderer Fall vor, denn diese können nicht ohne Weiteres gesetzlich pflichtversichert werden. Ob ein Wechsel wirklich sinnvoll ist, sollte ohnehin gut überlegt sein, denn verbeamtete Versicherte profitieren in der PKV von lukrativen Beihilfen. Für den Eintritt in eine gesetzliche Krankenkasse ist es zwingend notwendig, den Beamtenstatus aufzugeben und ein Angestelltenverhältnis aufzunehmen. Zusätzlich muss auch hier die JAEG unterschritten werden.

    Voraussetzungen für den Wechsel in die GKV – die Kernpunkte

    • Ein Wechsel von der PKV in die GKV ist nur in Ausnahmefällen möglich

    • Versicherte über 55 Jahren haben kaum Chancen

    • Angestellte müssen unter der Jahresarbeitsentgeltgrenze liegen – aktuell 64.350 € (Stand 2021)

    • Selbstständige vor dem 55. Lebensjahr müssen hauptberuflich als Angestellte tätig werden

    • Beamte müssen ihren Beamtenstatus aufgeben

    • Notlösung: Arbeitslosigkeit berechtigt zur gesetzlichen Pflichtversicherung

    Die absolute Notlösung für die GKV-Rückkehr

    Wer bisher keine der genannten Optionen für sich beanspruchen kann oder möchte, kann noch einen sehr drastischen Joker ziehen: den Weg in die Arbeitslosigkeit ­­– vorausgesetzt das Alter von 55 Jahren ist noch nicht erreicht. Denn gemäß § 5 Abs. 1.2 SGB V sind alle Empfänger von Arbeitslosengeld I unter dieser Altersgrenze dazu berechtigt, sich gesetzlich zu versichern. Dies gilt auch für Selbstständige, die sich in der Vergangenheit von ihrer Versicherungspflicht haben befreien lassen. Jedoch muss dafür die Selbstständigkeit aufgegeben werden und die Arbeitslosmeldung bei der Agentur für Arbeit erfolgen.

    Wie stehen die Wechselchancen für über 55-Jährige?

    Mit Stichtag 1. Juli 2000 trat in Deutschland die Gesundheitsreform in Kraft. Diese schließt einen Wechsel in eine gesetzliche Krankenkasse für PKV-Versicherte nach Vollendung ihres 55. Lebensjahrs so gut wie aus. Der einzige Weg, der zurück in die GKV führt, ist die Aufnahme über die Familienversicherung des bereits gesetzlich versicherten Ehepartners. Aber auch hier gilt eine strikte Einkommensobergrenze: Der Wechsler darf fortan maximal das Einkommensniveau eines Minijobs erreichen.

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    Rechtlichen Rat einholen: Sachverhalt und Chancen prüfen lassen

    Wer mit dem Gedanken spielt, die PKV zu verlassen und sich erneut durch eine gesetzliche Gesellschaft krankenversichern zu lassen, sollte unbedingt den spezifischen Sachverhalt überprüfen lassen. Da das Thema Versicherungsrecht komplex und die Konsequenzen für Laien oft nicht vorhersehbar sind, empfehlen wir Ihnen, den Schritt gut überlegt zu gehen. Idealerweise bitten Sie jemanden mit umfangreicher Sachkenntnis wie unser Team aus Versicherungsrechtsexperten, Ihre individuellen Chancen und Auswirkungen eines Wechsels in die Gesetzliche Krankenversicherung einzuschätzen.

    Wir bieten Ihnen im Rahmen eines unverbindlichen, kostenfreien Erstberatungsgesprächs eine genaue Prüfung Ihrer PKV-Unterlagen sowie eine fundierte Einschätzung Ihrer Wechselchancen.

    Ihr Anwaltsteam im Bereich PKV-Vertragsberatung:

    Ilja Ruvinskij
    Rechtsanwalt und Partner
    Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht

    Jessica Robens
    Rechtsanwältin für Versicherungsrecht

    Dr. Veaceslav Ghendler
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    René Brustmann
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    Sebastian Binzberger
    Rechtsanwalt für Versicherungsrecht

    Neele Wittstock
    Rechtsanwältin für Versicherungsrecht

    Ludger Knuth
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    Natalie Wegener
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    Ilja Ruvinskij
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    2 Kommentare
    1. Andrea M.
      says:

      Liege mit meinem Gehalt als geschäftsführender Gesellschafter der MEM GmbH unter Euro 64.300,00 – lasse mein Geld hauptsächlich in der Firma arbeiten – bin über 55 Jahre – geht dennoch ein Wechsel in GKV? Vielen Dank für ein kurzes feedback – MfG Dipl.-Kfm. A. M.

      • Dr. V. Ghendler
        says:

        Sehr geehrte Frau M.,

        vielen Dank für Ihre Frage. Sobald man die Grenze von 55 Jahren überschritten hat, ist ein Wechsel in die GKV kaum noch möglich.
        Als beherrschender Gesellschafter besteht Versicherungsfreiheit, in diesem Fall ist bei Überschreiten der Altersgrenze leider die Rückkehr grundsätzlich ausgeschlossen.

        Mit freundlichen Grüßen

        Dr. V. Ghendler
        Rechtsanwalt

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