Lebensversicherung verkaufen? Lohnt sich das?

Wer sich von seiner Lebensversicherung trennen will, zieht es häufig in Betracht, diese auf dem Zweitmarkt zu verkaufen. Bei einem Verkauf tritt der Versicherungsnehmer seine Ansprüche an den Käufer ab. Fondsgebundene Lebensversicherungen und Direktversicherungen sind vom Verkauf ausgeschlossen. Außerdem muss die Police einen Mindestrückkaufswert von 5.000 € besitzen und nicht mehr als 25 Jahre Restlaufzeit haben.

Was der Käufer mit der Police macht, bleibt ihm überlassen. Er kann die Beiträge weiterzahlen, kann aber auch selbst die Versicherung widerrufen.
In der Regel bringt der Verkauf mehr als eine Kündigung und die erzielte Summe liegt im Schnitt drei bis fünf Prozent über dem Rückkaufswert. In Ausnahmefällen kann sie auch bis zu 15 % über dem Rückkaufswert liegen.
Bietet ein Policenankäufer an, Ihren Vertrag zu kaufen, so ist das ein Indiz dafür, dass sich eine Fortführung des Vertrags lohnen würde oder der Aufkäufer selbst den Widerruf in Betracht zieht – ansonsten bestünde kein Interesse.
Lebensversicherung verkaufen lohnt sich daher nur, wenn der Versicherungsnehmer kurzfristig Geld braucht, kein Interesse mehr an der Weiterführung der Police hat und ein Widerruf aus rechtlichen Gründen nicht in Betracht kommt. Wenn es nur um die Senkung der monatlichen Kosten für einen gewissen Zeitraum geht, sollte zunächst eine Beitragsfreistellung in Erwägung gezogen werden.

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