Nicht nur deutsche Insolvenzen werden im Internet bekannt gemacht. Im europäischen Insolvenzportal können Informationen zu Insolvenzverfahren eingesehen werden, die in EU-Mitgliedsstaaten eingeleitet werden. Es werden Insolvenzen von natürlichen und juristischen Personen veröffentlicht.

Allerdings sind nicht Mitgliedstaaten in dem europäischen Insolvenzportal. Nur einige EU-Mitgliedstaaten haben sich bereit erklärt, an diesem Register teilzunehmen. Neben Insolvenzverfahren in Deutschland können Insolvenzverfahren, die in folgenden Staaten eingeleitet wurden, verfolgt werden:

Estland, Niederlande, Österreich, Rumänien, Slowenien und Tschechische Republik

So ist beispielsweise England nicht im Register aufgeführt. Bei dem europäischen Insolvenzportal handelt es sich zudem nur um eine Zusammenfügung der nationalen Register, ein zentrales EU-Insolvenzregister besteht nicht.

Sie können auf der Webseite des europäischen Insolvenzportals bei Eingabe des Namens des Schuldners, alle Insolvenzverfahren in den erwähnten Staaten nachverfolgen. Diese Suche gestaltet sich in der Praxis jedoch schwierig, da zum einen für jeden Mitgliedstaat andere Regeln bei der Veröffentlichung der Verfahren gelten. Zum anderen liegen oftmals so viele Einträge für einen Namen vor. Häufig kommt daher die Meldung, die Suchkriterien seien zu allgemein. Die dort zu findenden Einträge über das Insolvenzverfahren einer Person, umfassen neben dem Namen der Person lediglich Kenn-Nummern und den Stand des Falles, ob beispielsweise der Schuldenerlass genehmigt wurde.

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