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Forderungsanmeldung

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Forderungsanmeldung

Unter dem Begriff der Forderungsanmeldung, versteht man die Anmeldung der Forderung eines Gläubigers im Rahmen der Insolvenz. Die Forderungsanmeldung ist in § 174 Insolvenzordnung geregelt, hierin heißt es:

„Die Insolvenzgläubiger haben ihre Forderungen schriftlich beim Insolvenzverwalter anzumelden. Der Anmeldung sollen die Urkunden, aus denen sich die Forderung ergibt, in Abdruck beigefügt werden.

Bei der Anmeldung sind der Grund und der Betrag der Forderung anzugeben sowie die Tatsachen, aus denen sich nach Einschätzung des Gläubigers ergibt, dass ihr eine vorsätzlich begangene unerlaubte Handlung, eine vorsätzliche pflichtwidrige Verletzung einer gesetzlichen Unterhaltspflicht oder eine Steuerstraftat des Schuldners nach den §§ 370, 373 oder § 374 der Abgabenordnung zugrunde liegt.

Die Anmeldung kann durch Übermittlung eines elektronischen Dokuments erfolgen, wenn der Insolvenzverwalter der Übermittlung elektronischer Dokumente ausdrücklich zugestimmt hat. In diesem Fall sollen die Urkunden, aus denen sich die Forderung ergibt, unverzüglich nachgereicht werden.“

Das heißt, sofern die Insolvenz eröffnet ist, kann der Gläubiger seine Ansprüche nur noch gegenüber dem Insolvenzverwalter geltend machen.  Zur Anmeldung wird eine Frist bestimmt.

Die Forderungen werden gemäß § 175 Insolvenzordnung, durch den Insolvenzverwalter in eine Tabelle eingetragen.  Ist die Forderung erfolgreich angemeldet, wird der Insolvenzgläubiger nach seiner Quote aus der Insolvenzmasse befriedigt.

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