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Gläubigerantrag

Bekannt aus:

Gläubigerantrag

Hat ein Gläubiger ein rechtliches Interesse an der Eröffnung des Insolvenzverfahrens des betroffenen Schuldners, kann er einen Gläubigerantrag stellen.

Als Voraussetzung für den Eröffnungsantrag hat der Gläubige das Bestehen einer Forderung gegenüber dem Schuldner und den gesetzlichen Eröffnungsgrund (Zahlungsunfähigkeit; in besonderen Fällen auch die Überschuldung insbesondere bei Kapitalgesellschaften oder anderen juristischen Personen und beim Nachlass (§§ 16-19, 320 InsO) glaubhaft zu machen.

Abwendung des Gläubigerantrags oder Eigenantrag

Mit erfolgter Zustellung des Gläubigerantrags beginnt das Eröffnungsverfahren. In solch einer Situation bedarf es einer schnellen Reaktion des Schuldners. Wichtig ist, dass Sie als Schuldner eine zügige und nüchterne Abwägung vornehmen, ob eine Zahlungsunfähigkeit und/oder Überschuldung vorliegt oder der Gläubigerantrag durch Zahlung der bestehenden Forderung abgewendet werden kann.

Stellen Sie im Rahmen dieser Abwägung die Zahlungsunfähigkeit und/oder Überschuldung fest, ist es zwingend erforderlich, einen Eigenantrag im Rahmen der vom Gericht gesetzten zweiwöchigen Erklärungsfrist (§287 Abs. 1 S. 2 InsO) zu stellen. Nur so kann die Restschuldbefreiung sichergestellt werden.

Nach Zustellung des Eigenantrags ist im Rahmen der dreimonatigen Frist (§305 Abs. 3 S. 3 InsO) zu prüfen, ob die Annahme Ihrer Zahlungsunfähigkeit berechtigt ist und welches Insolvenzverfahren für Sie in Betracht kommt.

Um Ihre Situation richtig einzuschätzen und Fehlern bei der Antragsstellung entgegenzuwirken, bedarf es eben in solchen Konstellationen qualifizierter, juristischer Beratung und Betreuung.

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