Im Rahmen der Güteverhandlung soll die Beilegung eines Rechtsstreits durch eine Einigung der Parteien erzielt werden. Im Einzelnen ist die gütliche Streitbeilegung, auch Güteverhandlung oder Vergleich genannt, in § 278 ZPO geregelt.

Das Gesetz fordert von den Gerichten, dass dieses zu jedem Zeitpunkt des Verfahrens auf eine gütliche Beilegung des Rechtsstreits oder einzelner Streitpunkte bedacht sein sollen.

Der mündlichen Verhandlung geht zum Zwecke der gütlichen Beilegung des Rechtsstreits eine Güteverhandlung voraus, es sei denn, es hat bereits ein Einigungsversuch vor einer außergerichtlichen Gütestelle stattgefunden oder die Güteverhandlung erscheint erkennbar aussichtslos. Letztes ist zumeist der Fall, wenn die Gläubiger im Vorfeld der Insolvenz einen Einigungsversuch des Schuldners ablehnen.

Gläubiger werden im Regelfall einen Einigungs- oder Vergleichsversuch ablehnen, wenn der Schuldner nicht über die finanziellen Mittel verfügt, um den Gläubigern ein Angebot zu machen.

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