Ein Insolvenzverfahren kann nur auf einen Antrag hin eröffnet werden (§ 13 Abs. 1 InsO). Das heißt, dass es grundsätzlich Ihrer persönlichen, alleine auf wirtschaftlicher Grundlage getroffenen Entscheidung bedarf, um eine Entschuldung durch ein Insolvenzverfahren einzuleiten. Diese sollte getroffen werden, falls eine Entschuldung aus eigener Kraft nicht möglich und eine Einigung mit den Gläubigern durch einen außergerichtlichen Vergleich unwahrscheinlich ist.

Zu einem Insolvenzantrag berechtigt sind

    • Sie selbst als Schuldner
    • Insolvenzgläubiger
    • die in § 39 InsO genannten nachrangigen Gläubiger.

Ein Insolvenzantrag ist gründlich vorzubereiten, damit Richtigkeit und Vollständigkeit herrscht, um einer Versagung der Restschuldbefreiung vorzubeugen.

Sofort zu handeln ist bei einem Antrag eines Gläubigers. Dieser wird seine Forderung und den Eröffnungsgrund (Zahlungsunfähigkeit, drohende Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung)glaubhaft machen müssen (§ 14 Abs. 1 InsO). Folgt der Insolvenzrichter dem Antrag als zulässig, werden Sie innerhalb der vom Insolvenzgericht gestellten Frist angehört werden und einen eigenen Antrag auf Insolvenz sowie Restschuldbefreiung stellen müssen, um letztere nicht zu verlieren (§ 14 Abs. 2 InsO).

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