Unter dem Begriff der Insolvenzquote wird der prozentuale Anteil der offenen Forderungen der Gläubiger verstanden, welcher im Insolvenzverfahren durch die Insolvenzmasse gedeckt werden kann.

Die Praxis zeigt, dass in aller Regel das zur Verfügung stehende Kapital nicht ausreicht um die Außenforderungen vollends zu befriedigen. Dieser Umstand führt dazu, dass die Gläubiger nach einer Insolvenz nur einen gewissen Anteil ihrer Forderung erhalten. Zur Bestimmung dieses Anteils berechnet der Insolvenzverwalter die sogenannte „Insolvenzquote“.

Die Insolvenzquote enthält demnach folgende Informationen:

– Sie gibt den Prozentsatz an, den ein Insolvenzgläubiger von seiner Forderung insgesamt in dem Insolvenzverfahren erhalten wird

– Darüberhinaus gibt sie im Umkehrschluss den prozentualen Anteil an, den die Gläubiger insgesamt an ihrer Forderung verlieren werden

Die Insolvenzquote errechnet sich aus dem Verhältnis der Summe aller bestehenden Verbindlichkeiten gegen den Schuldner zu der gesamten Insolvenzmasse nach Abzug der Insolvenzkosten (bestehend aus Verfahrenskosten sprich Gerichtskosten & den Kosten des Insolvenzverwalters).

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