Um das eigene Einkommen aufzubessern, nehmen viele Schuldner einen Nebenjob an. Dies ist grundsätzlich auch während eines laufenden Insolvenzverfahrens möglich.

Sie sind während der Insolvenz dazu verpflichtet, dem Insolvenzverwalter die Aufnahme einer neuen, beruflichen Tätigkeit mitzuteilen. Allerdings brauchen Sie den Insolvenzverwalter nicht um Erlaubnis zu bitten. Er kann Ihnen die Ausübung eines Nebenjobs nicht verbieten. Nachdem Sie einen Arbeitsvertrag unterschrieben haben, sollten Sie dem Insolvenzverwalter zeitnah eine Kopie davon zukommen lassen, um Ihrer Informationspflicht nachzukommen.

Bitte beachten Sie jedoch, dass ein Nebenjob nicht immer zur Verbesserung Ihrer finanziellen Situation führt. Das Gehalt aus Ihrem Nebenjob wird nämlich mit Ihrem sonstigen Netto-Einkommen zusammengerechnet. Somit  wären auch Ihre persönlichen Pfändungsfreigrenzen zu beachten. Errechnen Sie also vorher, ob sich die Ausübung eines Nebenjobs in der Insolvenz tatsächlich für Sie lohnt.

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