Der Begriff Ombudsmann oder Ombudsstelle umschreibt eine, in der Regel, natürliche Person, welche in Ihrer Funktion eine Schiedsperson darstellt. Die zentrale Aufgabe besteht somit darin, eine Einigung, zwischen zwei Parteien (bspw. Schuldner und Gläubiger) zu erzielen, also im Ergebnis eine Schlichtung herbeizuführen und die Interessen von benachteiligten Personen oder Personengruppen zu wahren. Dies geschieht abseits von gerichtlichen Verhandlungen und ohne großen formellen Aufwand, insbesondere durch Mediation und Berücksichtigung der widerstreitenden Interessen.

Häufig sind Ombudsstellen in Relation zur Insolvenz dann sinnvoll, wenn der Insolvenzschuldner aufgrund negativer Schufa kein Bankkonto eröffnen kann. Es besteht sodann die Möglichkeit, sich bei der Ombudstelle bzw. Schlichtungsstelle des Bankenverbandes zu beschweren oder eine Beschwerde anzukündigen.

Seit Anfang der 90er Jahre existiert eine solche Schlichtungsstelle des Bankenverbandes, die eine kostenfreie Anlaufstelle für Benachteiligte Bankkunden und Schuldner. Sie stellt eine Alternative zur Beschreitung des Klageweges dar. Bei einem Streitwert von bis zu 5000,00 € ist die herbeigeführte Einigung auch bindend.

Die einschlägigen Ombudsstellen erreichen Sie hier.

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