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Finanziertes oder geleastes Auto in der Insolvenz

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Finanziertes oder geleastes Auto in der Insolvenz

Einen PKW, dessen Finanzierung gerade in Gange ist, werden Sie bei einer Privatinsolvenz grundsätzlich nicht behalten können.

Die finanzierende Bank wird den Vertrag kündigen, wenn sie von der Insolvenzantragsstellung erfährt. Im Falle einer Privatinsolvenz werden Sie die finanzierende Bank als Gläubiger aufführen müssen, sodass eine Weiterzahlung an sie nicht mehr möglich ist: Dies würde als eine verbotene Gläubigerbegünstigung einen Versagungsgrund darstellen.

Nach der außerordentlichen Kündigung werden Sie den PKW an die Bank übergeben müssen. Wenn Sie also keinen Wert darauf legen, Ihr finanziertes Auto weiter zu behalten, stellen Sie alle Zahlungen an die finanzierende Bank ein und warten den Entzug des PKW ab.

Allerdings gibt es zwei Möglichkeiten, ein finanziertes Fahrzeug weiter zu behalten:

  1. Im Falle eines Schuldenvergleichs muss eine Bank nicht als Gläubiger gemeinsam mit den übrigen Gläubigern angeschrieben werden. Für Sie heißt das: Sie sollten die Raten weiter bezahlen, dann dürfte die Bank, welche kein außerordentliches Kündigungsrecht für solche Fälle hat, keine Kündigung vollziehen.
  2. Wenn eine Privatinsolvenz unumgänglich ist, besteht die Möglichkeit einer Vertragsübernahme auf eine Ihnen vertraute Person. In diesem Fall sollten Sie mit der Bank vereinbaren, dass der Freund die Finanzierung ab dem jetzigen Stadium übernimmt. Selbiges gilt auch für ein geleastes Auto in der Privatinsolvenz – Auch hier besteht alleine die Möglichkeit einer Vertragsübernahme.
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