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Gerichtsvollzieher: Darf er die Sachen sofort mitnehmen?

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Gerichtsvollzieher: Darf er die Sachen sofort mitnehmen?

Der Gerichtsvollzieher nimmt grundsätzlich nur gepfändetes Geld und Kostbarkeiten (v. a. Schmuck usw.) sofort mit. Andere gepfändete Sachen werden hingegen zunächst bei Ihnen belassen und erst nach Ansetzung eines Versteigerungstermins versteigert.

Die Versteigerung darf nicht vor Ablauf einer Woche ab dem Termin der Pfändung durchgeführt werden – Während dieses Zeitraums soll Ihnen die Chance gegeben werden, an den Gläubiger zu
zahlen.

Sachen können jedoch auch sofort mitgenommen werden, wenn der Gerichtsvollzieher feststellt, dass die Befriedigung des Gläubigers gefährdet wird – v. a. wenn Gerichtsvollzieher befürchtet, dass Sie die gepfändete Sache beiseiteschaffen könnten.

Der Gerichtsvollzieher pfändet Sachen, indem er ein Pfandsiegel, den sog. „Kuckuck“, anbringt. Nach der Anbringung des Pfandsiegels sollten Sie die Sache unter keinen Umständen verkaufen, verschenken oder auf eine weitere Weise beiseiteschaffen.
Bitte entfernen Sie das Pfandsiegel nicht von der Sache – Dies ist neben dem Beiseiteschaffen der Sache eine strafbare Handlung.

Allerdings werden Sie im Einzelfall Sachen weiter benutzen können. Ausgeschlossen ist eine Weiterbenutzung nur dann, wenn dies nicht

  • ohne Beseitigung des Pfandsiegels erfolgen kann
  • wenn die Sache abgenutzt werden würde.
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