Sie sind tatsächlich nicht verpflichtet, den Gerichtsvollzieher in Ihre Wohnung zu lassen. Sie sollten jedoch berücksichtigen, dass der Gerichtsvollzieher nach zwei erfolglosen Versuchen in Ihre Wohnung zu gelangen die Möglichkeit hat, eine richterliche Durchsuchungsanordnung für Ihre Wohnung zu bekommen. Er kann sodann mit Hilfe eines Schlüsseldienstes Ihre Wohnungstür öffnen lassen. Die dabei entstehenden Kosten müssen von Ihnen getragen werden.
Um unnötige Kosten zu vermeiden, empfehlen wir Ihnen, im Normalfall einer berechtigten Vollstreckung den Gerichtsvollzieher in die Wohnung zu lassen.

Nur in besonderen Ausnahmefällen kann der Gerichtsvollzieher auch ohne Durchsuchungsanordnung die Wohnung betreten. Dieses Recht ist ihm eingeräumt, wenn er eindeutige Anhaltspunkte hat, dass ohne unverzügliche Betretung pfändbare Gegenstände weggeschafft werden könnten. Der Gerichtsvollzieher kann in diesen Fällen die Begleitung durch Polizeibeamte anfordern, wenn der Schuldner gegen die erlaubte Durchsuchung Widerstand leistet.

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