Ein P-Konto schützt Sie vor Kontopfändungen – Dies gilt sowohl für Privatpersonen als auch für Selbständige.
Sie errichten das Konto wie folgt: Gehen Sie zu Ihrer Bank und beantragen Sie eine Umwandlung Ihres normalen Girokontos in ein Pfändungsschutzkonto. Wenn Sie Schulden bei Ihrer Bank haben, gehen Sie zu einer anderen Bank, eröffnen dort ein Konto und wandeln dies daraufhin in ein P-Konto um. Die Bank ist verpflichtet, Ihr Konto innerhalb von vier Werktagen umzuwandeln. Sie darf nach gesetzlichen Regelungen für ein Pfändungsschutzkonto keine höheren Kontoführungsgebühren erheben, als für ein normales Girokonto.

Das Pfändungsschutzkonto garantiert Ihnen einen Mindestgrundfreibetrag von 1.073,88 € monatlich. Dieser Grundbetrag erhöht sich, wenn Sie Unterhaltspflichten gegenüber Ihrem Ehegatten oder Ihren Kindern nachkommen. Auch kann der Pfändungsschutzbetrag bei Sozialleistungen für die Bedarfsgemeinschaft angehoben werden. Ferner kann das Kindergeld freigestellt werden. Um diese Beträge zu sichern, müssen Sie Ihrer Bank eine entsprechende Bescheinigung nach § 850k ZPO vorlegen.
Die Bescheinigung kann Ihnen der Arbeitgeber, der Sozialleistungsträger, die Familienkasse, ein Rechtsanwalt, ein Steuerberater sowie jede anerkannte Schuldenberatungsstelle ausstellen. Hierfür können Sie uns gerne ansprechen.

Grundsätzlich wirkt der Pfändungsschutz ab Eröffnung des P-Kontos. Wenn jedoch in einem Zeitraum von vier Wochen vor der Eröffnung des Pfändungsschutzkontos eine Kontopfändung erfolgt ist, besteht ein rückwirkender Schutz.
Ein P-Konto bleibt Ihnen trotz Eröffnung des Insolvenzverfahrens erhalten. Der Treuhänder darf es weder freigeben noch darf er von Ihnen getätigte Lastschriften widerrufen

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