Was verbirgt sich hinter dem Begriff „Pfändung“?
Mit Pfändung sind meistens die gängigen Vollstreckungsmaßnahmen gemeint. Die Pfändung wird vom Gläubiger ausgelöst und dient dazu, eine Geldforderung eines Gläubigers durchzusetzen.
Folgende Vollstreckungsarten kommen besonders oft vor:

  • Kontopfändung
  • Lohnpfändung
  • Sachpfändung
  • Pfändung in sonstige Rechte
  • eidesstattliche Versicherung
  • Pfändung in Immobilien/Zwangsversteigerung

Eine Pfändung läuft im Regelfall in den folgenden Schritten ab:

  1. Es besteht eine Forderung eines Gläubigers wegen einer Geldforderung. Sie können aber nicht bezahlen. Bevor der Gläubiger gegen Sie pfänden kann, muss er einen sogenannten Titel haben.
  2. Der Gläubiger erlangt nunmehr einen Titel. Dies geschieht vornehmlich vor Gericht. Der Gläubiger fordert den Schuldner zunächst selbst zur Zahlung auf späterdurch eine Inkassogesellschaft. Danach wird normalerweise ein Mahnverfahren durchgeführt und wenn der Schuldner nicht zahlen kann, wird er vor Gericht verklagt. Das Urteil (oder auch der Mahnbescheid, gegen den kein Widerspruch eingelegt wird) ist dann der Titel. Allerdings kann auch eine notarielle Urkunde oder behördlicher Bescheid ein Titel sein – Dann bedarf es nicht einmal einer gerichtlichen Entscheidung. Dies gilt z. B. für eine Vollstreckungsanordnung des Finanzamts.
  3. Schließlich wird der Titel dem Schuldner zugestellt.

Erst durch das Insolvenzverfahren oder einen erfolgreichen Schuldenvergleich erlangen Sie nach einer Schuldensituation einen wirksamen Pfändungsschutz.

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