Während einer Insolvenz können Sie in den meisten Fällen alle Sachen behalten. Dies liegt daran, dass der sogenannte Insolvenzbeschlag den lebensnotwendigen Vermögenskern nicht antastet.
Ausgenommen von der Insolvenz sind die Sachen, die nicht gepfändet werden können. Bei der Gesamtvollstreckung im Insolvenzverfahren sind wie bei der Einzelzwangsvollstreckung die Pfändungsgrenzen des Schuldners zu beachten. Der Insolvenzbeschlag wird deshalb durch § 36 Abs. 1 S. 1. InsO beschränkt. Demnach zählen Gegenstände nicht zur Insolvenzmasse, die auch einer Zwangsvollstreckung nicht unterliegen würden. Für Sie heißt das: Wenn bei Ihnen bereits gepfändet worden ist, werden Sie dieselben Gegenstände auch in der Insolvenz behalten können.
§ 36 Abs. 1 S. 2 InsO verweist insoweit auf die Regelungen der §§ 811 ff. ZPO, welche die lebensnotwendigen Vermögensteile wie Ihr Einkommen, Einrichtungsgegenstände, u. U. Fahrzeuge usw. vor der Zwangsvollstreckung schützen.

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