Wenn Ihr Konto gepfändet wird, können Sie in der Regel durch eine sofortige Umstellung in ein sogenanntes P-Konto reagieren.
Pfändet jedoch Ihre eigene Bank, bei der Sie andere Schulden haben, sollten Sie schnellstmöglich einen sogenannten Pfändungsschutzantrag vor dem Vollstreckungsgericht nach § 850k ZPO („Freigabeantrag nach § 850 k ZPO“)stellen – dies ist das Amtsgericht an Ihrem Wohnort.
Sie sollten dabei sehr schnell reagieren. Der Antrag nach § 850 k ZPO kann von Ihnen selbst bei dem Rechtspfleger der Rechtsantragsstelle des Vollstreckungsgerichtes gestellt werden. So wird es Ihnen auch möglich sein, eventuell weitereauftretende Fragen direkt zu klären. Sie sollten in dem Antrag versichern, dass das Arbeitseinkommen für den Lebensunterhalt notwendig ist und Ihnen keine anderen Mittel zur Verfügung stehen. Hierbei sollte ggf. auch die Freigabe dringend benötigter Teilbeträge beantragt werden. Zudem sollten Sie beantragen, dass auch zukünftige Lohn- oder Gehaltszahlungen freigegeben werden.
Als Nachweise, die u.a. Ihre schwierige wirtschaftliche Lage belegen, solltenSie die Ihnen zugestellte Ausfertigung des Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses, die Kontoauszüge der letzten drei Monate, Ihren Mietvertrag sowie Einkommensbelege wie z.B. Gehaltsabrechnungen mitnehmen. Hier können Sie ein Muster eines Pfändungsschutzantrages herunterladen.

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