Die drei Abschnitte einer Privatinsolvenz gestalten sich wie folgt:

1. Vorbereitung
Die Vorbereitung beginnt mit einer Beratung zu Ihrer Entschuldung. Wir schätzen Ihren Fall ein und weisen Sie in das weitere Vorgehen ein, indem wir Ihnen die nächsten Schritte darstellen. Sie sollten beispielsweise ein neues Konto bei einer anderen Bank eröffnen und danach die Bezahlung Ihrer Gläubiger einstellen. Gleichzeitig sollten Sie sich einen exakten Überblick über Ihre Schulden verschaffen.
Wir setzen wir uns mit Ihren Gläubigern in Verbindung und überprüfen öffentliche Wirtschaftsauskunfteien (Schufa und ICD) nach vergessenen Schuldnern. Erst hiernach wird der außergerichtliche Schuldenbereinigungsversuch unternommen – danach erstellen wir Ihren Antrag auf Privatinsolvenz.

2. Privatinsolvenzverfahren
Im Privatinsolvenzverfahren wird zur Verwaltung Ihres Vermögens durch den Richter ein Treuhänder eingesetzt. Er alleine darf Ihr pfändbares Vermögen verwerten. Die unpfändbaren Einkünfte hingegen dürfen Sie selbstverständlich behalten. Es kommt schließlich zur Schlussverteilung.

3.Wohlverhaltensperiode
Die Wohlverhaltensperiode beginnt nach der Schlussverteilung. Sie kommen nicht mehr mit dem Insolvenzgericht in Kontakt. Ihr Kontakt zum Treuhänder reduziert sich auf die jährliche Beantwortung eines Fragebogens. Weil Ihr Vermögen im Schlusstermin bereits verwertet wurde, müssen Sie auch nicht mehr Auskunft über jede erhaltene Zuwendung machen – Sie können jetzt Geld ansparen!
Nach dem Ende der Wohlverhaltensperiode kommt es zur Restschuldbefreiung. Sie werden von allen Schulden befreit.

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