Die Sachpfändung oder auch Pfändung beweglicher Sachen ist eine Zwangsvollstreckungsmaßnahme. Sie richtet sich nach den Vorschriften der Zivilprozessordnung (ZPO) unter den §§ 808 ff ZPO. Die Sachpfändung wird vom Gerichtsvollzieher vorgenommen. Dieser sucht den Schuldner auf und pfändet bestimmte bewegliche Sachen. Dazu werden die Gegenstände im Regelfall mit einem Siegel belegt und später versteigert. Der Erlös der Versteigerung geht dann an den Gläubiger, der die Sachpfändung beantragt hat.
§ 811 ZPO schützt bestimmte, dort aufgeführte bewegliche Sachen vor Pfändung, sodass Ihnen die zur Lebensführung nötigen Sachen erhalten bleiben.
Eine seltene Art der Sachpfändung ist die sogenannte Taschenpfändung. Dazu kann der Gerichtsvollzieher Sachen pfänden, die der der Schuldner mit sich führt, also z. B. in dessen Taschen oder der Geldbörse. Wegen dieses starken Eingriffs in das Persönlichkeitsrecht des Schuldners kann eine Taschenpfändung nur vorgenommen werden, wenn der Gerichtsvollzieher stichhaltige Gründe für die Annahme hat, dass der Schuldner pfändbare Gegenstände bei sich führt und vorhat, diese ansonsten dem Gläubigerzugriff zu entziehen.

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