Was ist ein Treuhänder oder Insolvenzverwalter?

Im Verbraucherinsolvenzverfahren ( Privatinsolvenzverfahren ) wird ein sog. „Treuhänder“ und kein Insolvenzverwalter bestellt. Dieser wird bei Eröffnung eines Verbraucherinsolvenzverfahrens vom Insolvenzgericht ausgewählt. In der Regel handelt es sich dabei um spezialisierte Rechtsanwälte.

Die Aufgaben des Treuhänders sind geringer als die des Insolvenzverwalters. So kümmert sich der Treuhänder zum Beispiel nicht um Insolvenzanfechtungen.

Auch in der Wohlverhaltensperiode sind die Aufgaben des Treuhänders eingeschränkt.

Wenig Kontakt zum Treuhänder in der Wohlverhaltensperiode: nur noch ein jährlicher Fragebogen

Da der Treuhänder das Vermögen – falls es vorhanden war – bereits im Insolvenzverfahren verwertet und verteilt hat, reduziert sich der Kontakt des Schuldners mit dem Treuhänder auf ein Minimum. Der Treuhänder muss nunmehr nur noch einmal jährlich dem Insolvenzgericht Bericht erstatten, inwieweit der Schuldner seinen Insolvenz-Obliegenheiten nachkommt. In der Praxis schreibt der Treuhänder den Schuldner einmal jährlich an. Das bedeutet für den Schuldner, dass er während der gesamten Wohlverhaltensperiode nur noch 5 mal Kontakt zum Treuhänder hat.

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