Die Regelinsolvenz beantragen Sie, indem Sie sich zunächst entsprechende Antragsformulare vom zuständigen Insolvenzgericht beschaffen, diese ausfüllen und bei Gericht abgeben. Dabei handelt es sich um eine Vielzahl von Formularen, die dazu dienen, alle Ihre Vermögenswerte und Schulden zu ermitteln.

Bei einer Kapitalgesellschaft, wie GmbH, Unternehmergesellschaft, Limited usw., dürfen Sie den Antrag auf Regelinsolvent nicht schuldhaft verzögern. Sie sollten ihn unverzüglich stellen, sobald die Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit der Gesellschaft eingetreten ist. Ansonsten riskieren Sie eine Strafbarkeit wegen Insolvenzverschleppung nach § 84 GmbHG, §§ 130 und 171 HGB, § 148 GenG und § 401 AktG!

Sie sollten besondere Vorsicht walten lassen, falls Sie beabsichtigen, den Antrag auf Regelinsolvenz als Einzelunternehmer oder Freiberufler zu stellen.

Als eine natürliche Person ist Ihr wichtigstes Ziel am Ende des Insolvenzverfahrens die Restschuldbefreiung zu erlangen.

Die Erteilung der Restschuldbefreiung kann bei Fehlern im Antrag aber versagt werden, so dass der Regelinsolvenzantrag äußerste Sorgfalt bei der Ausfertigung voraussetzt.

Viele Fehler passieren bei der Ermittlung, Aufzählung und Benennung der Gläubiger sowie ihrer Vertretungsverhältnisse. Darüber hinaus wird die Höhe der Forderungen, aufgeschlüsselt nach Grundforderung, Kosten und Zinsen, oftmals falsch angegeben.

Wir empfehlen Ihnen daher, sich im Fall der Regelinsolvenz besonders intensiv beraten zu lassen und die Antragsstellung einem Profi zu überlassen.

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