Durch das Anerkenntnis, häufig auch Schuldanerkenntnis genannt, erkennt der Schuldner im materiell rechtlichen Sinne an, dass eine gewisse Verbindlichkeit und somit Schuld besteht.

Häufig werden Schuldanerkenntnisse von Banken oder anderen Gläubigern gefordert. Der Schuldner sollte stets vermeiden, solche Anerkenntnisse abzugeben. Ein Schuldanerkenntnis  bestätigt eine Verbindlichkeit und hat somit die rechtliche Konsequenz, dass im Regelfall keine Einwände gegen eine Forderung bestehen.

Vom materiellen Anerkenntnis ist das prozessuale Anerkenntnis zu unterscheiden. Ein prozessuales Anerkenntnis stellt eine Prozesshandlung nach § 307, 93 ZPO dar. Im Regelfall wird zu einem Anerkenntnis im Prozess geraten, wenn der Schuldner nicht durch sein Verhalten zur Erhebung der Klage Veranlassung gegeben hat.

In diesem Falle trägt nämlich gemäß § 93 ZPO der Kläger die Kosten des Prozesses. Allerdings liegt eine Veranlassung im Regelfall schon vor, wenn der Schuldner mit der Zahlung seiner Verbindlichkeiten in Verzug gerät.

Es gilt festzuhalten, dass der Schuldner nicht  ohne Veranlassung und nach rechtlicher Beratung ein materielles Schuldanerkenntnis abgeben sollte. Die weitreichenden rechtlichen Konsequenzen sprechen hier eindeutig dagegen.

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