Eine Strafanzeige ist das Mitteilen (mündlich oder schriftlich) eines Straftatbestandes an die Strafverfolgungsbehörden (Polizei oder Staatsanwaltschaft), mit dem Ziel, eine Anklageerhebung herbeizuführen.

Zunächst wird in der Regel nach der Strafanzeige ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Besteht ausreichender Tatverdacht, wird eine Anklage erhoben und es kommt zur mündlichen Verhandlung.

Im Rahmen einer Schuldensituation wird gegen Schuldner im Regelfall durch Gläubiger eine Strafanzeige wegen Eingehungsbetrugs nach § 263 StGB erhoben. Die Gläubiger werfen den Schuldnern häufig vor, im Wissen ihrer Zahlungsunfähigkeit trotzdem Verträge abgeschlossen zu haben.

Zumeist sind solche Strafanzeigen allerdings haltlos und verlaufen ohne weitere Konsequenzen. Es muss dem Schuldner nämlich nachgewiesen werden, dass dieser tatsächlich darüber im Bilde war, dass er den eingegangenen Vertrag nicht erfüllen kann.

Sollte eine Strafanzeige gegen einen Schuldner vorliegen, sollte dieser sich daher in jedem Falle hiergegen mit Hilfe eines Strafverteidigers wehren. Kommt es nämlich zu einer Verurteilung, wird die in Rede stehende Forderung nicht von der Restschuldbefreiung umfasst.

Unsere Kanzlei arbeitet deswegen eng mit einem Kooperationspartner zusammen, der auf das Insolvenzstrafrecht spezialisiert ist, damit wir gegen solche Strafanzeigen vorgehen können.

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