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Die Rürup-Rente als Abzockmodell?

Bekannt aus:

38% des Endwerts gehen an Versicherer


In dem Überangebot von Lebensversicherungen, Rürup-Renten und anderen Vorsorgemodellen braucht es einen geschulten Blick, um eine fundierte Entscheidung zu treffen. Für Laien ist es oft schwer, einen guten Überblick zu gewinnen. Hilfreich sind da Vermittler und Anlageberater. Dass der freundliche Versicherungsberater das nicht völlig selbstlos macht, ist den meisten klar. Ein Bericht des FOCUS zeigt nun aber: Bei der Rürup-Rente wandern bis zu 38 Prozent der Beiträge in die Taschen der Vermittler.

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Das Modell der Rürup-Rente

Die Rürup-Rente, auch bekannt unter dem Begriff Basis-Rente wird vermehrt Gutverdienern empfohlen, die ihre Rente kurz vor Eintritt ins Rentenalter aufbessern wollen.

Der Staat gewährt hier einen attraktiven Steuervorteil. Die Beiträge können in fünfstelliger Höhe von der Steuer abgesetzt werden. Das sind bis zu 23.362 Euro und das nur bei Alleinstehenden. Kunden, die verheiratet oder in in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft sind, können sogar den doppelten Betrag absetzen.

Aus steuerlichen Erwägungen bietet sich das Konzept vor allem für ältere Personen an, die bald schon das Rentenalter erreichen. Schließlich wird es bis 2040 eine schrittweise Anpassung der Alterseinkünfte an das Einkommenssteuerniveau geben.

Geldabflüsse im sechsstelligen Bereich

FOCUS bezieht sich in seiner Darstellung auf einen Bericht des Spiegels, der wiederum die Beobachtungen einiger Finanzwissenschaftler der TU Chemnitz offenlegt. Diese hatten Rürup-Verträge genauer unter die Lupe genommen. Bei einem Dutzend Verträgen fielen ihnen ungewöhnliche Geldabflüsse in erheblicher Größenordnung auf. Verdeutlicht wird das an einem Musterfall. Bei einer Einzahlung von 200 Euro monatlich über einen Zeitraum von 35 Jahren ergibt sich eine Einzahlungssumme von 84.000 Euro. Darauf wird eine jährliche Rendite von sechs Prozent erzielt. Der Eindruck von einer guten Geldanlage wandelt sich augenblicklich, sobald die Kostenseite betrachtet wird. Parallel fallen nämlich Kosten in Höhe von 105.000 Euro an. Verwaltungskosten, Management, Provision und Co. summieren sich damit auf stolze 38% des Endwerts der Anlage.

Kostenfalle nicht ohne weiteres erkennbar

Der mündige Kunde wird nun versuchen, derartige Angebote zu meiden, indem er die Versicherungsinformationen sorgfältig liest. Leider sind derartige Kosten aus den Produktinformationsblättern , die seit Januar Pflicht sind, nicht ersichtlich. Friedrich Tießen von der TU Chemnitz verweist auf prozentuale Angaben, die anzeigen, wie sehr sich die Rendite jährlich verringert. Die tatsächlichen Summen lassen sich aus einer 2,2 %-Angabe nicht herauslesen. Deswegen ist Verbrauchern grundsätzlich zu raten, sich die tatsächlichen Kosten vor Abschluss des Vertrages berechnen zu lassen.

Was können Geschädigte tun?

Bild von altem Ehepaar

Die Rürup-Rente, auch bekannt unter dem Begriff Basis-Rente wird vermehrt Gutverdienern empfohlen, die ihre Rente kurz vor Eintritt ins Rentenalter aufbessern wollen.

Aber auch Kunden, für die derartige Maßnahmen zu spät kommen, haben Möglichkeiten der Handhabe. Zunächst einmal muss festgestellt werden, ob der Anlageberater korrekt über die Risiken des Vertrags aufgeklärt hat. Ist das nicht der Fall, könnte ein Schadensersatzanspruch des Kunden bestehen. Eine weitere Option, die bei viele Rürup-Rentenversicherungen besteht, ist die Nutzung des sogenannten Widerrufsjokers. Auch Finanztip berichtet von der Widerrufsmöglichkeit und nennt konkrete Beispiele, die zeigen, wie hoch die Ersparnisse im Einzelfall sein können.
Wer sich zu Laufzeitende mit geringen Renditen konfrontiert sieht, sollte dringend seinen Vertrag überprüfen lassen. Aber auch zu einem früheren Zeitpunkt kann sich ein Widerruf bereits lohnen. Der Hintergrund: Viele Versicherer haben Ihre Kunden nicht korrekt über ihre Rechte belehrt. Der Gesetzgeber stellt an eine solche Belehrung hohe Ansprüche, um das Machtgefälle zwischen Verbraucher und Versicherungsdienstleistern auszugleichen. Die Widerrufsfrist, die für gewöhnlich 14 Tage beträgt, fängt bei einer fehlerhaften Belehrung nicht an zu laufen. Der Kunde kann deswegen auch Jahre nach Abschluss – sogar nach erfolgter Auszahlung – widerrufen und von dieser Regelung des Verbraucherschutzes profitieren. Nach erklärtem Widerspruch erhält er nämlich die von ihm gezahlten Beiträge verzinst zurück. Verwaltungskosten und eine Provision werden nicht abgezogen, denn durch den Widerruf wird eine Situation geschaffen, als hätte es den Vertrag nie gegeben.

Unsere Kanzlei bietet Ihnen eine risikofreie Überprüfung Ihres Vertrages im Rahmen unserer kostenlosen Erstberatung an. Nutzen Sie die Gelegenheit, sich von unseren im Widerrufsrecht spezialisierten Mitarbeitern individuell beraten zu lassen. Sollten Sie sich auf dieser Grundlage für einen Widerruf entscheiden, können Sie von unserer Erfahrung auf dem Gebiet profitieren. Ihre Interessen vertreten wir sowohl außergerichtlich, wie auch vor Gericht.

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