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Finanztest berichtet: Lebensversicherung widerrufen

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Rückabwicklung von Lebensversicherungen kann sich lohnen

Wirtschaftliche Absicherung im Alter mithilfe einer Lebensversicherung oder einer Rentenversicherung? Eine Anlage, die unabhängig von gesetzlicher Rente und familiärer Unterstützung machen soll und ein finanzielles Sicherheitsnetz schafft. Doch in den vergangenen Jahrzehnten hat sich das Image der vermeintlichen Absicherung gewandelt. Viele Policen aus den Jahren 1994 bis 2007 rechnen sich in Wirklichkeit nur für die Versicherer. Sie kassieren hohe Abschluss- und Verwaltungskosten, die den Kunden einen Strich durch die Rechnung machen. Was am Ende bleibt, ist ein zu geringer Rückkaufwert, der meist nicht einmal die Summe der eingezahlten Beiträge erreicht. Versicherte sehen sich oftmals zu einer verlustreichen Kündigung gezwungen oder sitzen die Sache aus, bis der Verlust möglichst gering ist. Doch vielen Kunden bleibt noch eine dritte Möglichkeit: der Widerrufsjoker.
Auch Finanztest berichtet nun – der Widerruf kann sich lohnen.

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Rückzahlung der hohen Abschluss- und Verwaltungskosten

Der Startschuss für den Widerrufsjoker bei Lebensversicherungen war laut Finanztest das Urteil des Bundesgerichtshofs im Mai 2014. Der Tenor: Wenn eine Versicherung falsch belehrt hat, beginnt die Widerrufsfrist nicht zu laufen. Der Widerruf bleibt noch lange nach Vertragsschluss möglich – sogar wenn die Lebens- oder Rentenversicherung bereits gekündigt oder regulär abgelaufen ist.

Gerade das Konzept der Lebensversicherung macht einen Widerruf attraktiv. Über viele Einzahlungen hinweg werden zunächst die sehr hohen Abschluss- und Verwaltungskosten getilgt. Bis Zahlungen in den Rückkaufswert, den der Kunde später erhält, fließen, vergehen oft Jahre. Die logische Konsequenz? Es dauert sehr lange bis der Rückkaufswert eine Höhe erreicht, die sich für den Versicherten lohnt. Ein Widerruf hat zur Folge, dass gerade die teuren Anfangskosten, von denen der Kunden sonst nichts mehr sieht, zurückerstattet werden. Für ihn bedeutet das unter dem Strich oft mehrere tausend Euro Plus.

Millionen Verträge betroffen

Fehlerhafte Widerrufsbelehrungen sind bei den Policen von zwischen dem 29. Juli 1994 und dem 31. Dezember 2007 tatsächlich eher die Regel als die Ausnahme. Es sollen etwa 60 % der Verträge betroffen sein. Finanztest berichtet von 108 Millionen Verträgen, die nach Angabe der Allianz vor dem Europäischen Gerichtshof betroffen sein könnten. Konkret wird damit gerechnet, dass in Deutschland 20 bis 24 Millionen Verträge grundsätzlich rückabwickelbar sind. Für Versicherte bedeutet das: Die Wahrscheinlichkeit, dass auch bei ihnen ein Widerrufsrecht besteht, ist hoch. Dadurch bietet sich die Chance, schlechte Policen ohne Einbuße loszuwerden. Auch für fondsgebundene Verträge, Rürup- und Riester-Rentenversicherungen besteht diese Möglichkeit.

Versicherer sträuben sich

Was in der Theorie vielversprechend klingt, muss in der Praxis erst einmal durchgesetzt werden. Finanztest zeigt auf, dass sich viele Versicherer gegen die (meist berechtigten) Widersprüche sträuben. Erstaunlich ist das nicht, schließlich bedeutet ein Einlenken für die Unternehmen große Verluste. Sie verdienen an den Abschluss- und Verwaltungsgebühren. Müssen sie diese nun für einige Millionen Verträge zurückzahlen, kann das im schlimmsten Fall existenzbedrohend sein.

Auf Nachfrage von Finanztest gab die Debeka beispielsweise an, ihre Kunden korrekt belehrt zu haben. Die Allianz hingegen berichtet, vor Gericht habe sie überwiegend gewonnen – eine schöngerechnete Bilanz. Die vielen außergerichtlichen Vergleiche hat sie nämlich ausgeklammert. Während die R+V Lebensversicherung und die Zurich Deutscher Herold Lebensversicherung auf die Anfrage von Finanztest gar nicht erst reagiert haben, räumt zumindest die Aachen Münchener vorsorgliche Rückstellungen ein. Ohne anwaltliche Unterstützung sind die Chancen auf einen erfolgreichen Widerruf aber verschwindend gering.

Konkret: Mehrere Tausend Euro Plus

Bild von einem weißen Jeep

Die logische Konsequenz? Es dauert sehr lange bis der Rückkaufswert eine Höhe erreicht, die sich für den Versicherten lohnt.

Die Vorstellung, durch einen Widerspruch die Rückabwicklung der Versicherung und eine Rückzahlung der eingezahlten Beiträge zu erreichen, ist für viele doch reichlich abstrakt. Eine genaue Berechnung kann der Kunde selbst nicht vornehmen. Zwar gibt es online einige Rückforderungs-Rechner, die erste Orientierungswerte geben, jedoch ist der Mehrwert für viele durch eine Erläuterung der Rechte noch nicht greifbar. Finanztest bringt hier zwei konkrete Beispiele:

So wurde für eine Kundin, die acht Verträge mit fehlerhaften Widerrufsbelehrungen hatte, eine Entschädigung von insgesamt 80.000 Euro errechnet. Ein anderer Kunde mit zwei Riester-Rentenversicherungen bei der Aachen-Münchener widersprach ebenfalls. Der Rückkaufswert seiner Policen belief sich auf nur 2.432 Euro. Die ihm nach dem Widerruf zustehenden Rückzahlungsansprüche betrugen hingegen 6.768 Euro. Durch den Widerruf hat sich sein Auszahlungsanspruch also beinahe verdreifacht. Diese beiden Beispiele zeigen: Auch im niedrigen vierstelligen Bereich kann sich ein Widerruf rentieren. Versicherte können so einen geringen Rückkaufswert kompensieren. Sehen Sie sich hierzu auch unser Rechenbeispiel für eine Rückabwicklung an.

Fazit: Widerruf in den meisten Fällen sinnvoll

Ob ein Widerruf in der konkreten Situation lohnt, bestimmt sich wie so oft nach dem Einzelfall. Finanztest erwähnt einige Konstellationen, in denen von einem Widerruf abgesehen werden sollte. Dazu zählen Versicherungen, die mit einem Berufsunfähigkeits- oder Todesfallschutz gekoppelt sind. Bei einer Rückabwicklung entfällt schließlich auch die Schutzwirkung. Vereinzelt soll es tatsächlich auch Verträge geben, die sich lohnen und einen hohen Rückkaufswert erzielen. Auch hier sollte man von einem Widerruf absehen.

Trotzdem ist der Anteil der Policen, bei denen sich ein Widerruf rechnen würde, hoch. Nur durch eine kompetente Beratung können Fehlentscheidungen vermieden und individuelle Umstände berücksichtigt werden.

Nutzen Sie unsere kostenlose Erstberatung, um feststellen zu lassen, ob auch Sie fehlerhaft belehrt wurden. Diesen Service bieten viele Anwälte und die Verbraucherzentrale Hamburg für 85 Euro an. Bei uns erhalten Sie die Prüfung Ihrer Vertragsunterlagen und eine Beratung zum weiteren Vorgehen, ohne dass für Sie Kosten anfallen. Unsere Sozietät ist im Bereich des Versicherungsrechts eng spezialisiert und greift auf einen großen Erfahrungsschatz zurück. Gerne übernehmen wir für Sie die Kommunikation mit ihrem Versicherer. Dabei vertreten wir Ihre Interessen sowohl außergerichtlich als auch vor Gericht.

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