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Lebensversicherungen in Schieflage?

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Lebensversicherungen in Schieflage?

Dass Lebensversicherungen schon lange nicht mehr als perfekte Altersvorsorge gelten, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Neulich titelte sogar die BILD-Zeitung (Artikel vom 22. März 2017)  „So krank ist Ihre Lebensversicherung“ und analysierte die Daten einer Ratingagentur. Der Tenor des Artikels:
Die Versicherungen sind in einer Schieflage, Lebensversicherungen rentieren sich nicht mehr. Dennoch sollte man bestehende Lebensversicherungen weiterlaufen lassen.
Wir haben analysiert, inwieweit die Aussagen der BILD-Zeitung korrekt sind und worauf Versicherungsnehmer tatsächlich Acht geben sollten.

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„Die Versicherungen geraten ins Wanken“

Die Niedrigzinsphase scheint die Banken, aber auch die Versicherer stark in Anspruch zu nehmen. Hohe Zinsversprechen stehen geringen Renditen gegenüber. Die Finanzkraft scheint zu sinken. Ganze zwanzig Anbieter konnten ihre Renditeversprechen nicht über die Kapitalerträge erfüllen. Unter den Verlierern befänden sich auch bekannte Namen, wie HUK-Coburg, Barmenia, Debeka und ARAG. Die genannten Zahlen sind zwar korrekt. Assekurata bezieht hierzu allerdings wie folgt Stellung: Die analysierte Kennzahl allein könne noch keinen Aufschluss über die Finanzkraft geben. Für eine seriöse Bewertung dieser spielen noch viele weitere Faktoren eine Rolle. In der Tat sind sich die Experten in der BILD uneinig darüber, wie stark die Versicherungen in den nächsten Jahren von sinkenden Kapitalerträgen beeinflusst werden. So prognostiziert Axel Kleinlein, Chef des Bundes der Versicherten, dass „erste Versicherungen ins Wanken geraten“ werden, während der Grünen-Finanzpolitiker Gerhard Schick lediglich Herausforderungen, aber keine Gefahr, sieht. Ob und inwiefern die Versicherungen in eine Schieflage geraten, lässt sich nur schwer vorhersagen. Ein wichtiger Faktor ist hier die Zinspolitik der Europäischen Union und deren Entwicklung. Experten hatten eine Erhöhung des Leitzinses bereits Ende 2016 prognostiziert, jedoch hält Mario Draghi weiterhin an seiner Niedrigzinspolitik fest. Langfristig ist zwar mit einer Erhöhung zu rechnen,
inwieweit diese den angeschlagenen Versicherungen hilft, bleibt abzuwarten.

„Lebensversicherungen rentieren sich nicht mehr“

Recht hat die BILD-Zeitung mit ihrer Kernthese, dass Lebensversicherungen sich nicht mehr rentieren. Zumindest lässt sich das über einen großen Teil der Policen sagen. So rät auch die Verbraucherzentrale Hamburg vom Abschluss kapitalbildender Lebensversicherungen ab. Die BILD beruft sich auf eine Grafik der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV), die die Entwicklung des Garantiezinses zeigt. Dieser Zins wird vom Bundesfinanzministerium auf Grundlage von Berechnungen der DAV-Mathematiker und der Empfehlung der Finanzaufsicht Bafin berechnet. Es handelt sich um den Zinssatz, der Versicherungsnehmern fest versprochen wird. Seit 1994 ist der Garantiezins von 4,0 auf mittlerweile nur noch 0,9 Prozent gefallen. Einen weiteren Grund für die fehlende Rentabilität der Lebensversicherungen stellen die hohen Abschluss- und Verwaltungskosten, die oft im fünfstelligen Bereich liegen, dar. Der Aussage, dass Lebensversicherungen sich nicht mehr rentieren, ist also grundsätzlich zuzustimmen. Viele Altverträge enthalten allerdings eine – nach heutigen Maßstäben – hohe Festverzinsung. Auf diese trifft die Aussage nicht zu.

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„Lebensversicherungen nicht kündigen“

Der These, der Verbraucher solle seine Lebensversicherung um jeden Preis weiterlaufen lassen und von einer Kündigung absehen, ist jedoch nur bedingt zuzustimmen. Es gibt durchaus Lebensversicherungen, die sich vorteilhaft entwickelt haben. Hier lohnt es sich, auch weiterhin die Beiträge zu zahlen. Ein Gros der Lebensversicherungen rentiert sich allerdings nicht. Diese Policen weiterlaufen zu lassen, ist trotzdem ebenso wenig zu empfehlen wie eine Kündigung. In jedem Fall sollte – und das verkennt die BILD hier völlig – die Möglichkeit eines Widerspruchs nicht außer Acht gelassen werden. Faktisch enthalten etwa 60 % der Lebensversicherungen aus dem Zeitraum zwischen dem 29. Juli 1994 und dem 31. Dezember 2007 eine fehlerhafte Widerspruchsbelehrung. Diese Verträge können noch heute aufgelöst werden. Der Vorteil? Bei einer Kündigung erhält man lediglich den Rückkaufswert – nach Abzug der Abschluss- und Verwaltungskosten ein vergleichsweise geringer Betrag. Bei einem Widerspruch hingegen bekommt der Versicherungsnehmer sämtliche eingezahlte Prämien zurück. Die Rückzahlung kann dann ohne Weiteres doppelt so hoch sein wie der Rückkaufswert. Deswegen sollten Versicherungsnehmer die Entscheidung, ob Kündigung, Widerspruch oder Fortführung des Vertrages die beste Option ist, vor allem von einem Faktor abhängig machen: der Prüfung ihres Einzelfalls.

Lebensversicherung nicht ohne Prüfung kündigen

Die leichtfertige Kündigung der unprofitablen Lebensversicherung ist – wie auch die in der BILD zitierten Experten nahelegen – nicht zu empfehlen. Wir raten: Lassen Sie Ihre Lebensversicherung nicht ungeprüft liegen. Sämtliche Optionen sollten vorher in Hinblick auf ihren Mehrwert verglichen werden. Eine Rolle spielen dabei nicht nur die Vertragsdetails, der Garantiezins und etwaige Festzinsen, sondern auch die Restlaufzeit, sowie Abschluss- und Verwaltungsgebühren. Deswegen ist immer der Einzelfall zu betrachten. Unsere Kanzlei ist im Bereich des Versicherungsrechts eng spezialisiert. Wir beraten Sie ausführlich zu Chancen und Risiken eines Widerspruchs. Hierzu können Sie unser Angebot einer kostenfreien Erstberatung nutzen.

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