Nicht pfändbare Vermögensgegenstände

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Die Eröffnung des Insolvenzverfahrens bringt nicht nur mit sich, dass der pfändbare Teil des Gehalts der Pfändung unterliegt, sondern auch gewisse Vermögensgegenstände. Doch welche Vermögensgegenstände unterliegen der Pfändung?

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Grundsätzlich lässt sich sagen, dass vom Schuldner während der Insolvenz eine angemessene und bescheidene Lebensführung erwartet wird. Alles was zur bescheidenen Lebensführung und zur Ausübung des Berufes benötigt wird ist daher unpfändbar. Welche Vermögensgegenstände einer bescheidenen Lebensführung unterfallen hängt auch von den Lebensumständen des Schuldners ab. Der Gesetzgeber hat jedoch in §811 ZPO solche Sachen aufgeführt, die einer Pfändung nicht unterfallen, zum Beispiel:

  • dem persönlichen Gebrauch oder dem Haushalt dienende Sachen: B. Kleidungsstücke; Wäsche; Betten; Haushalts- und Küchengeräte
  • Haustiere: außer diese haben einen großen Wert. In solch einem Fall muss abgewogen werden, ob der Verkauf der Haustiere gegenüber dem emotionellen Wert für Sie gerechtfertigt ist.
  • Sachen zur Ausübung des Berufes: wie zum Beispiel Werkzeuge, Maschinen, Berufsbekleidung; Bücher, PCs, Telfonanlagen, PKW, Werkstätten.
  • Gartenhäuser, Wohnlauben und andere Einrichtungen: wenn diese von Ihnen bzw. Ihrer Familie dauerhaft bewohnt werden. Hierzu zählen ebenso Wohnwagen
  • Fernseher, Radio und PC: solange sie der bescheidenen Lebensführung unterfallen.
  • Lebensmittel und Vorräte: solche die zur Sicherung der Lebens- und Haushaltsführung im bescheidenen Umfang für etwa 4 Wochen dienen. Hier sind jedoch auch Familiengröße und ggf. bestehende Behinderungen heranzuziehen.
  • Mittel zur Beheizung des Wohnraums: für einen Zeitraum von 4 Wochen
  • Betrieb einer Landwirtschaft: was zur Aufrechterhaltung des Hofes oder Betriebes benötigt wird
  • Bücher: werden grundsätzlich selten gepfändet; ausgenommen von der Pfändung sind jedoch solche die Sie zur Ausübung ihrer Religion, ihres Berufes oder ihrer Ausbildung benötigen.
  • Geschäfts- oder Haushaltsbücher, sowie Familienpapiere: obwohl diese eigentlich keine Werte darstellen; trotzdem hat der Gesetzgeber sie von der Pfändung ausgeschlossen
  • Trauringe, Orden und Ehrenabzeichen
  • Notwendige Hilfsmittel: wie beispielsweise Brillen, Rollstühle, künstliche Gliedmaßen (wenn diese durch Sie oder Personen welche zu Ihrem Haushalt gehören in Gebrauch sind)

Grundsätzlich ist jedoch zu beachten, dass sowohl bei unpfändbaren als auch bei bedingt pfändbaren Gegenständen dann eine Ausnahme besteht, wenn diese den Wert übersteigen, den übliche Gegenstände die einer angemessenen Lebensführung entsprechen, haben. In diesem Fall besteht die Möglichkeit einer Austauschpfändung. Das Bedeutet, dem Schuldner können funktionstüchtige Ersatzgeräte zur Verfügung gestellt werden, die einen geringeren Wert haben.

Wie viel von Ihrem Einkommen gepfändet werden darf, können Sie ganz einfach mit unserem Pfändungsrechner ermitteln.

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