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Was ist besser für Schuldner: Lohnvorschuss oder Arbeitnehmerdarlehen?

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Lohnvorschuss oder Arbeitnehmerdarlehen

Es kann gelegentlich vorkommen, dass selbst zuverlässige Arbeitnehmer in eine finanzielle Schieflage geraten. Der erste Ansprechpartner in einer solchen Situation kann neben Familie und Freunden auch der Arbeitgeber sein. In diesem Fall hat der Arbeitgeber zwei unterschiedliche Möglichkeiten Ihnen als Arbeitnehmer eine finanzielle Unterstützung zukommen lassen kann. Zum einen kann der Arbeitgeber Ihnen einen Vorschuss auf Ihren Arbeitslohn für die nächsten Monate geben oder Ihnen ein (eventuell zinsloses) Darlehen gewähren.

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Vor- und Nachteile eines zinslosen Darlehens

Bild von einem Heft mit Pro und kontra

Ein Vorschuss ist eine Auszahlung auf künftigen Arbeitslohn, der erst noch in Form von Arbeit verdient werden muss.

Bei einem zinslosen Darlehen wird der Darlehensbetrag ungekürzt ausgezahlt und dafür werden die Tilgungen von Nettolohn abgezogen. Hierbei gibt es ein paar Unterschiede zum Vorschuss. Die Auszahlung des Darlehensbetrags unterliegt nicht der Lohnsteuer und auch nicht der Sozialversicherung. Die Rückzahlung erfolgt hierbei über den Nettolohn, nicht über den Bruttolohn. Nachteilhaft ist es jedoch, dass bei Darlehen über 2.600 Euro die Zinsersparnis versteuert werden. Für die Prüfung der Freigrenze ist die noch nicht getilgte Darlehenssumme am Ende des Lohnzahlungszeitraums maßgebend. Mehrere von ein und demselben Arbeitgeber getrennt gewährte Darlehen sind hierbei zu addieren. Das gilt unabhängig davon, zu welchen Zwecken die Darlehen vom Arbeitgeber gewährt wurden.

Zinsvorteile als Sachbezüge bei Darlehen über 2.600 Euro

Wenn die noch nicht getilgte Darlehenssumme am Ende des Lohnzahlungszeitraums die Freigrenze von 2.600 Euro übersteigt, gehören Zinsvorteile als Sachbezüge zum steuerpflichtigen Arbeitslohn. Zinsvorteile liegen jedoch nicht vor, wenn der Arbeitgeber dem Mitarbeiter ein Darlehen zu einem marktüblichen Zinssatz gewährt. Für diesen Fall trifft den Arbeitgeber eine Aufzeichnungspflicht über die steuerpflichtigen Zinsvorteile. Auf Verlangen des Arbeitnehmers sind sie diesem formlos mitzuteilen.

Vor- und Nachteile eines Vorschusses

Ein Vorschuss ist eine Vorauszahlung auf künftigen Arbeitslohn, der erst noch verdient werden muss. Bei einem solchen Vorschuss müssen Lohnsteuer und Sozialabgaben vom Arbeitgeber abgezogen werden. Vorteilhaft ist, dass hier keine Zinsen verlangt werden müssen, auch wenn der Vorschuss über 2.600 Euro liegt. Dieser Vorschuss wird dann über einen Abzug vom Bruttolohn getilgt.

Welche Alternative ist die Bessere?

Für den Arbeitgeber ist das Darlehen einfacherer in der Handhabung. Das gilt jedenfalls für Darlehen bis 2.600 Euro, da bis zu dieser Höhe das Darlehen ohne Abzug ausgezahlt wird. Das lohnsteuerpflichtige Einkommen bleibt bei gleich. Wenn Sie also von Ihrem Arbeitgeber eine geringfügige einmalige finanzielle Unterstützung wünschen, lohnt es sich häufig einen Darlehensvertrag zu vereinbaren und die Tilgungen durch Abzüge vom Nettolohn durchzuführen.

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