Inhalt dieser Seite:

  • Kurzbeschreibung
  • Ziele
  • Ablauf, Phasen und Dauer
  • Vorraussetzungen
  • Vor- und Nachteile
  • Alternativen
  • Tipps, Infos & Aktuelles
  • Fragen und Antworten

Kurzbeschreibung der Privatinsolvenz

Die Privatinsolvenz beschreibt umgangssprachlich die Zahlungsunfähigkeit von Privatpersonen und die daraus resultierende gerichtliche Schuldenregulierung. Durch das sogenannte Verbraucherinsolvenzverfahren wird der überschuldeten Person die Möglichkeit gegeben, nach einer Wohlverhaltensphase ohne Rückzahlung aller Schulden schuldenfrei zu sein (Restschuldbefreiung).

Ziele des Insolvenzverfahrens

1. Ziel: Restschuldbefreiung – Sie verlieren Ihre Schulden

Die Restschuldbefreiung tritt spätestens nach sechs Jahren, in vielen Fällen bereits nach drei, oder fünf Jahren nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens ein. Sie werden spätestens dann vollständig von Ihren Schulden befreit. Dies geschieht unabhängig davon, wie hoch Ihre Schulden waren, bzw. wie viele Gläubiger Sie zum Zeitpunkt der Eröffnung des Verfahrens hatten. Für die Entschuldung nach sechs Jahren ist es ohne jegliche Bedeutung, ob Sie etwas an Ihre Gläubiger zurückgezahlt haben (§ 301 InsO).

2. Ziel: Pfändungsschutz – Gegen Sie wird nicht mehr vollstreckt

Das zweite Ziel – der umfassende Pfändungsschutz  – wird sofort mit Eröffnung der Privatinsolvenz erreicht. Ab diesem Zeitpunkt brauchen Sie die (eventuellen) Schreiben Ihrer Gläubiger nicht mehr zu beachten. Es entfallen also alle nervenaufreibende Briefe. Auch der Gerichtsvollzieher wird Sie in Zukunft in Ruhe lassen. Er darf nicht mehr pfänden und Sie auch nicht mehr zur Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung auffordern.