Welche Anforderungen werden an eine ordnungsgemäße Anlageberatung gestellt?

Grundsätzlich haben Anleger einen Anspruch auf eine anleger- und objektgerechte Beratung. Das bedeutet, dass der Anlageberater die Wünsche und Ziele des Anlegers berücksichtigen muss. Er ist ebenfalls verpflichtet, die Erfahrung des Anlegers in Finanzgeschäften zu ergründen, seine Risikobereitschaft festzustellen und er muss die persönlichen und finanziellen Verhältnisse des Anlegers berücksichtigen. Es macht also wenig Sinn, einem 80-jährigen Anleger eine Geldanlage mit 20-jähriger Laufzeit zu vermitteln. Es ist ebenso nicht zulässig, sicherheitsorientierten Anlegern spekulative Kapitalanlagen mit Totalverlust-Risiko zu vermitteln. Vereinfacht gesagt, muss dem Anleger eine Geldanlage vermittelt werden, die zu seinen Bedürfnissen und persönlichen Verhältnissen passt. Der Anleger hat darüber hinaus

Welche grundsätzlichen Aufklärungspflichten bestehen bei geschlossenen Fonds?

Umweltfonds haben spezielle Risiken wie z.B. unsichere Gesetzeslagen oder klimatische Einflüsse. Darüber hinaus gibt es Risiken, die geschlossene Fonds grundsätzlich betreffen und über die aufgeklärt werden muss. a) Erwerb einer unternehmerischen Beteiligung Durch den Erwerb der Fondsanteile werden die Anleger zu Mitgesellschaftern, d.h. sie haben auch das unternehmerische Risiko zu tragen. Das kann zu Nachschusspflichten, Rückforderungen von Ausschüttungen und insbesondere zum Totalverlust der Einlage führen. b) Fremddarlehen Neben dem Kapital der Anleger nehmen viele Fondsgesellschaften zur Finanzierung auch noch Fremddarlehen auf, die zzgl. Zinsen wieder zurückgeführt werden müssen. Sollte die Fondsgesellschaft mit der Tilgung in Verzug geraten, bewahren die finanzierenden

Welche Handlungsmöglichkeiten haben die Anleger eines Umweltfonds?

Anleger haben einen Anspruch auf eine ordnungsgemäße Beratung. Dazu gehört u.a. auch eine umfassende Aufklärung über die Risiken im Zusammenhang mit ihrer Geldanlage. Die Erfahrung zeigt, dass die Anlageberatung oftmals nicht den gesetzlichen Anforderungen genügte und Schadensersatzansprüche aufgrund einer fehlerhaften Anlageberatung entstanden sind. Auch hohe Provisionen, die für die Vermittlung an die Bank oder den Anlageberater fließen, müssen offengelegt werden. Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass diese sog. Kick-Back-Zahlungen nicht verschwiegen werden dürfen. Denn für die Anleger sind sie ein Hinweis auf das Provisionsinteresse der Bank, das nicht mit den eigenen Anlagezielen und -wünschen übereinstimmen muss. Die Beratungsfehler müssen allerdings jeweils

Besteht für Umweltfonds Insolvenzgefahr?

Für Umweltfonds gelten die gleichen Risiken wie für andere geschlossene Fonds auch. Es handelt sich um spekulative Geldanlagen mit dem Risiko der Insolvenz, wenn das Projekt scheitert. Zu beachten ist, dass Umweltfonds häufig in Objekte im Ausland investieren. Das kann das Risiko durch schwankende Gesetzeslagen, z.B. Änderungen der Einspeisevergütung, oder Wechselkursverluste erhöhen. Typische Risiken bei Umweltfonds sind: Gefahr des Totalverlusts, da es keine Einlagensicherung gibt Wiederaufleben der Kommanditistenhaftung Rückforderung von erhaltenen Ausschüttungen Renditen sind ertragsabhängig und können geringer ausfallen als kalkuliert Wechselkursverluste Lange Laufzeiten Änderungen der Gesetzeslage Hohe Weichkosten Allgemeine konjunkturelle Schwankungen Misswirtschaft der Fondsgesellschaft

Was ist ein geschlossener Umweltfonds?

Emissionshäuser haben auf den Wunsch nach nachhaltigen Geldanlagen mit Umwelt- und Klimaschutzgedanken reagiert und geschlossene Umweltfonds aufgelegt. Typische Investitionsobjekte für Umweltfonds sind beispielsweise Wind- und Solarparks oder Wasserkraftanlagen. Ebenso zählen Beteiligungen an Biogasanlagen oder Holzplantagen dazu. Um die Beteiligungen zu finanzieren, können Anleger dem Fonds beitreten. Nach Erreichen der Investitionssumme oder nach Ablauf einer Frist wird der Fonds geschlossen und es werden keine weiteren Gesellschafter aufgenommen. Zusätzlich zum Kapital der Anleger werden in der Regel auch Darlehen zur Finanzierung aufgenommen. Wie bei allen anderen geschlossenen Fonds gilt auch bei Umweltfonds, dass die Kommanditisten mit den Fondsanteilen in der Regel unternehmerische