Das Thema ist nach wie vor aktuell – der Widerruf von Lebensversicherungen. Es gibt immer noch Millionen Policen, die sich unvorteilhaft entwickelt haben. Nach Jahren pünktlicher Prämienzahlung stehen zahlreiche Versicherungsnehmer mit einem Minus da. Wer seine Lebens- oder Rentenversicherung vorzeitig gekündigt und den Rückkaufwert bekommen hat, hat dieses Ergebnis schwarz auf weiß. Schuld an dieser Misere sind zum einen die hohen Abschuss- und Verwaltungskosten, die in den ersten Jahren von den Beiträgen abgezogen werden. Bei fondsgebundenen Lebensversicherungen kann die ungünstige Entwicklung des Fonds dazukommen.

Diese Verluste müssen aber nicht hingenommen werden. Bereits 2014 hat der Bundesgerichtshof Versicherungsnehmern die Möglichkeit eröffnet, sich nahezu ohne Verluste und häufig sogar mit einem Vorteil von der schlechten Investition zu lösen. Das Stichwort lautet: Widerrufsjoker. Infolge einer fehlerhaften Gestaltung der Vertragsunterlagen, dürfen Verbraucher die Police auch Jahre nach ihrem Abschluss widerrufen und das gesamte Vertragsverhältnis rückabwickeln. Der Bundesgerichtshof hat mehrfach ausdrücklich bestätigt, dass dies auch bei bereits gekündigten Policen möglich ist – auch viele Jahre nach Kündigung.

Infolge eines Widerrufs enthält der Versicherungsnehmer seine eingezahlten Beiträge zurück. Er muss keinen Abzug der Abschluss- und Verwaltungskosten hinnehmen und erhält sogar die Gewinne, die die Versicherung mit seinen Prämien erwirtschaftet hat.

Natürlich geben die Versicherungen nicht klein bei. Es geht schließlich um sehr viel Geld. Daher fragen sich Verbraucher, die sich entscheiden, von ihrem Widerrufsrecht Gebrauch zu machen, wie sie das Ganze finanzieren sollen. Und hier gibt es eine sehr positive Nachricht. In aller Regel springt bei diesen Verfahren die Rechtsschutzversicherung ein. Das Besondere ist: die Rechtsschutzversicherung musste nicht bei Abschluss der Lebensversicherung bestanden haben. Wie der Bundesgerichtshof entschieden hat, tritt der maßgebliche Schadensfall erst ein, wenn die Lebensversicherungsgesellschaft den Widerruf des Kunden abgelehnt hat. Das heißt, auch mit einer sehr frischen Rechtsschutzversicherung kann gegen einen vor vielen Jahren abgeschlossenen Lebensversicherungsvertrag vorgegangen werden.

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