Widerrufsvorbehalt im Arbeitsvertrag

Nicht selten möchte ein Arbeitgeber seine Arbeitnehmer an erzielten Gewinnen teilhaben lassen. Diese Bonusleistungen können bei den Arbeitnehmern den Eindruck erwecken, ihnen erwachse dadurch ein Rechtsanspruch auf zukünftige Zahlungen. Damit diese Zusatzleistungen jedoch nicht dauerhaft vom Arbeitgeber erbracht werden müssen, sollte er darauf achten, einen Widerrufsvorbehalt im Arbeitsvertrag einzufügen.

Bereitschaftsdienst

Zum Arbeiten in einem Beschäftigungsverhältnis gehört in der Regel, dass man 1. mehr oder minder ständig etwas zu tun hat und im Prinzip dauerhaft tätig ist und 2. sich auch an seinem Arbeitsplatz aufhält (Pausen jeweils ausgenommen). Für manche Tätigkeiten ist es jedoch typisch, dass sie nur im Bedarfsfall (sozusagen wenn Not am Mann ist) ausgeführt werden müssen: dass die Feuerwehr nur löschen muss, wenn’s brennt, ist klar, und auch medizinische Behandlungen außerhalb der “normalen” Dienstzeiten, das heißt, nachts oder am Wochenende usw., werden nur durchgeführt, wenn sie hier und jetzt erforderlich sind.

Abbestellung eines Geschäftsführers

Sehr Geehrte Herren,

Ich bin in einer unglaubliche und betrügerische Geschichte eines Unternehmens geraten.
Sehr wahrscheinlich ist mein Problem zu lange her. Trotzdem möchte ich gerne fragen, ob der Umgang mit einem Geschäftsführer rechtlich richtig ist.
Ich wurde seit 1993 bis 1999 bei der SAE Elektronik angestellt.
Danach wieder seit 2008 erhielt ich ein Gehalt in der Höhe von Euro 2.000,00 monatlich. Es gibt kein Arbeitsvertrag.
Im 2010 wurde ich als Geschäftsführerin bestellt und erhielt monatlich ein Betrag von Euro 2.500,00. Das Unternehmen wurde im 2013 veräußert. Bis heute habe habe ich keine Kündigung und keine Information über Beendigung des Arbeitsverhältnisses erhalten. Der Steuerberater bestätigt keine Buchungen über ein Gehalt gebucht zu haben.
Ist die Problematik schon verjährt und hatte ich vor ein Paar Jahren eine Chance rechtlich etwas dagegen unternehmen?
Für Ihre Antwort bedanke ich mich im Voraus.
Mit freundlichen Grüßen
Dana Malobicky

Geringfügige Beschäftigung (Minijob)

Ob die Zeit der Arbeitssuche zwischen Studium und regulärer Berufstätigkeit, zwischen Schule und Studium oder Ausbildung oder Semester- und Schulferien… Zeiten, in denen “nichts zu tun” ist und die irgendwie überbrückt werden müssen, gibt es durchaus einige. Auch Mütter oder Väter in der Elternzeit wünschen sich mitunter neben der Betreuung ihres Kindes noch eine berufliche Aufgabe. Hier erfreut sich der sogenannte Minijob (eine geringfügige Beschäftigung) durchaus großer Beliebtheit.

Insolvenz

Hallo und schon mal Danke für eine Antwort.
Mein Unternehmen T.s. ist in Insolvenz.
Ich möchte schnell bei einem anderen Unternehmen arbeiten.
Welche Kündigungsfrist muss ich einhalten? Oder kann ich fristlos kündigen um sofort bei einem anderen Unternehmen anzufangen ?
Gruß Nina W.

Alkohol am Arbeitsplatz

“Jetzt brauche ich erst einmal einen Schnaps. Möchten Sie auch einen?” – “Nein Danke, wir sind im Dienst” – wer kennt diese so oft gesprochenen Sätze aus dem Fernsehen (hauptsächlich aus Krimis) nicht. Irgendwie gehören sie schon zum Repertoire, wenn die Polizisten oder Kommissare vor der Tür stehen und eine Schreckensnachricht überbringen und der Empfänger auf den Schrecken erst einmal “einen zu sich nehmen muss”. Und so selbstverständlich es in Krimis bzw. im Fernsehen ist, mit der Begründung “Wir sind im Dienst” den Konsum von Alkohol bei der Arbeit abzulehnen, so selbstverständlich ist es für viele Arbeitnehmer auch im realen Leben, während der Arbeitszeit keinen Alkohol zu konsumieren.

Kurzarbeit

Ein unbefristetes Arbeitsverhältnis, ein regelmäßiges Einkommen und ein wirtschaftlich gut aufgestellter und verlässlicher Arbeitgeber – kurzum: ein sicherer Job bzw. Arbeitsplatz mit einem Gehalt, von dem man seinen Lebensunterhalt ohne Sorgen bestreiten kann – so sollte es ein. Doch ein solches Idealbild wandelt sich nicht selten in einen “worst case”: etwa dann, wenn das Unternehmen wirtschaftliche Probleme bekommt und schlimmstenfalls in seiner Existenz bedroht ist. Häufig denkt man dabei an eine betriebsbedingte Kündigung als Folge wirtschaftlicher Nöte, wenn das Unternehmen Kosten einsparen muss. Doch nicht immer müssen betriebliche existenzielle Schwierigkeiten eine Kündigung eines Arbeitnehmers oder mehrerer Arbeitnehmer zur Folge haben.

Firmenwagen (Dienstwagen)

Wenn ein Unternehmen seine Mitarbeiter für ihre Tätigkeit vergütet, geht es hier zunächst einmal um deren Gehalt bzw. deren Lohn. Es gibt allerdings auch sogenannte “geldwerte Leistungen”, durch die ein Arbeitgeber seine Angestellten nicht nur bezahlt, sondern ihnen gegenüber auch seine Wertschätzung zum Ausdruck bringt. Dazu gehört neben dem Diensttelefon (“Dienst-Handy”) an vorderster Stelle der Dienstwagen bzw. Firmenwagen – gerade dann nämlich, wenn dieser auch privat genutzt werden darf.

Direktionsrecht (Weisungsrecht) des Arbeitgebers

Einfach die Dinge so tun, wie man will – das wünscht sich mitunter auch mancher Arbeitnehmer im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit; sprich: seine gewohnten Aufgaben am gewohnten Ort zur gewohnten Zeit ohne “großes Drumherum” zu erledigen und so wie gewöhnlich wie vertraglich vereinbart seine Arbeitsleistung erbringen – wäre schön. Doch welcher Arbeitnehmer kennt das nicht, wenn – am besten noch kurz vor Feierabend – der Arbeitgeber bzw. Vorgesetzte ins Büro kommt und “Spezialaufträge” im Gepäck hat. Je nach Arbeitstätigkeit, beispielsweise wenn bei hoher Auftragslage die Dringlichkeit entsprechend hoch ist, weiß man mitunter nicht mehr, wo einem der Kopf steht und wo man mit der Arbeit anfangen soll.

Gleichbehandlungsgrundsatz im Arbeitsrecht

Das (Zusammen)Leben wird immer bunter und vielfältiger: unterschiedliche Kulturen, unterschiedliche Lebensweisen und -einstellungen und unterschiedliche Charaktere mit unterschiedlichen Wesenszügen “bevölkern” den Alltag. Wo so viele – in vielerlei Hinsicht – unterschiedliche Menschen zusammentreffen, erfordert der Umgang miteinander Respekt und Rücksichtnahme, um ein friedliches Miteinander zu gewährleisten. Von zentraler Bedeutung hierbei ist, alle Menschen gleichermaßen zu respektieren, gleich zu behandeln und niemanden zu diskriminieren oder zu benachteiligen.