Skandal im E-Sport-Bereich: Hat EA Sports Millionen FIFA-Spieler betrogen?

Bekannt aus:
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    Spielehersteller steht unter Manipulationsverdacht

    Zocken auf Computern und Konsolen ist weit verbreitet. Seit einiger Zeit auch über das Internet, wodurch die Spieler miteinander oder gegeneinander auf der ganzen Welt zocken können. Eine der größten Spielehersteller ist Electronic Arts (EA), der insbesondere für das Fußballspiel FIFA bekannt ist. Nun könnte es für das Unternehmen ungemütlich werden. Denn ein von EA angemeldetes Patent soll offenbaren, dass sich EA einen Algorithmus entwickelt und eingesetzt hat, durch den der Ausgang virtueller Spiele beeinflusst werden kann. Schwächere und länger inaktive Spieler werden durch diesen Algorithmus bevorzugt. Damit sie nicht die Lust am Spielen verlieren und weiterhin dafür Geld ausgeben, wird das Spiel manipuliert.

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    Kaufverhalten beeinflusst das Glück bei Lootboxen

    Diese Manipulation passiert u. a. beim Kauf von sogenannten Lootboxen, die die FIFA-Spieler für reales Geld erwerben können. Bei diesen Lootboxen handelt es sich um virtuelle Kartenpakete, ähnlich wie für die “Panini”-Stickeralben. In diesen Paketen können sich Topfußballspieler wie Lionel Messi oder Cristiano Ronaldo “befinden”, oder auch quasi wertlose Durchschnittskicker. So kann der FIFA-Spieler durch echtes Geld seine virtuelle Mannschaft verstärken. Durch den Algorithmus sollen Zocker, die lange inaktiv waren, bessere Chancen auf gute Spieler in den Lootboxen haben. Dies soll sie animieren, wieder die Konsole anzuwerfen, FIFA zu spielen und letztendlich immer mehr Geld für die Kartenpakete auszugeben.

    Andersherum erhalten FIFA-Fans, die erst vor Kurzem viel Geld für die Stickerpacks ausgegeben haben, viel seltener einen guten Spieler. So werden auch sie animiert, es immer wieder zu versuchen und neue Packs zu kaufen. Die “Pechsträhne” wird künstlich verlängert.

    Eine weitere Manipulation erfolgt im laufenden Spiel. Ist ein Spiel zu einseitig, greift der Algorithmus ein und veranlasst, dass die virtuellen Fußballspieler im Computer oder in der Konsole plötzlich schlechter oder besser spielen.

    Anfechtung des Geschäftes mit Lootboxen in FIFA

    Nach Ansicht unserer Rechtsanwälte können FIFA-Spieler, die ingame beispielsweise für Lootboxen Geld ausgegeben haben, dieses Geld zurückfordern. Denn es handelt sich um ein anfechtbares Rechtsgeschäft. Der Grund für die Anfechtung ist eine arglistige Täuschung durch EA Sports. Gemäß § 123 BGB sind Verträge, die so zustande gekommen sind, anfechtbar. Dann können sie komplett rückgängig gemacht werden. Ein Spieler, der die ingame-Käufe anfechtet, kann also womöglich das für Lootboxen ausgegebene Geld komplett zurückerhalten.

    Problematik von Lootboxen

    Wenn Videospiele-Hersteller solche Finanzierungsmodelle wie Lootboxen in ihren Games einsetzen, so bewegen sie sich in einer rechtlichen Grauzone. Denn die Grenzen zum Glücksspiel verschwimmen hier schnell. Gemäß § 762 BGB sind Verträge, die ein Glücksspiel oder eine Wette zum Inhalt haben, ungültig. Man kann also über eine Wette keinen rechtskräftigen Vertrag abschließen. Allein aus diesem Grund könnten also alle ingame-Käufe von Lootboxen ungültig sein, die Spieler könnten das ausgegebene Geld zurückfordern. Wie andere Glücksspiele auch, können Lootboxen zudem ein Suchtverhalten hervorrufen und abhängig machen.

    In Belgien und in den Niederlanden beispielsweise gelten die Lootboxen in FIFA 18 bereits als illegales Glücksspiel. Electronic Arts will sich dieser Entscheidung aber nicht beugen, sodass der Fall vor Gericht landen könnte. Ein Urteil hätte Signalwirkung. In Deutschland stehen die Lootboxen grundsätzlich nicht auf dem Prüfstand, allerdings soll das Jugendschutzgesetz (JuSchG) angepasst werden. Dies hätte zur Folge, dass Lootboxen nicht mehr für minderjährige Spieler zugänglich sind.

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