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Insolvenzverwalter wechseln – Kann man den Insolvenzverwalter wechseln?

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    Kann man den Insolvenzverwalter auswechseln?

    Gelegentlich kommt es vor, dass Mandanten nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens nicht zufrieden mit dem für sie zuständigen Insolvenzverwalter/Treuhänder sind und sich über die Möglichkeit erkundigen, den Insolvenzverwalter zu wechseln. Es kann bei der Verwertung der Vermögensgegenstände dazu kommen, dass der Insolvenzverwalter zu Lasten der Insolvenzschuldner irrt und diese dadurch benachteiligt werden. Wir zeigen Ihnen, unter welchen Voraussetzungen ein Wechsel möglich ist, sollten Sie mit dem zuständigen Insolvenzverwalter/Treuhänder nicht zufrieden sein.

    Dr. V. Ghendler ist Fachanwalt für Insolvenzrecht und mit seinem bundesweit tätigen Team auf die Entschuldung von Privatpersonen und Unternehmern spezialisiert.

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    Was sind die Voraussetzungen für die Auswahl des Insolvenzverwalters?

    Nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens wird der Insolvenzverwalter vom Insolvenzgericht ernannt und von diesem Gericht beaufsichtigt. Der Insolvenzverwalter wird namentlich im Eröffnungsbeschluss benannt. Nach § 56 InsO muss der Insolvenzverwalter eine für „den jeweiligen Einzelfall geeignete, insbesondere geschäftskundige und von den Gläubigern und dem Schuldner unabhängige natürliche Person“ sein. Häufig handelt es sich um Rechtsanwälte, die sich auf eine Tätigkeit als Insolvenzverwalter spezialisiert haben und häufig ausschließlich diesen Beruf ausüben. Auf die Auswahl des Insolvenzverwalters können Insolvenzschuldner keinen Einfluss nehmen.

    Jeder Schuldner im Insolvenzverfahren sollte beachten, dass der Insolvenzverwalter nicht auf Seiten des Schuldners steht. Er steht allein auf Seiten der Gläubiger. Erwarten Sie also keine Hilfe vom Insolvenzverwalter.

    Umfang des Kontakts zum Insolvenzverwalters – Mitteilungspflichten in der Insolvenz

    Kontakt zu Ihrem Insolvenzverwalter nehmen Sie immer dann auf, wenn eine Frage Anlass dazu gibt. Es gibt eine wichtige Ausnahme: Eine Veränderung der Einkommens- und Vermögensverhältnisse und ein Wechsel der Adresse müssen Sie unverzüglich melden. Diese Mitteilungspflichten gehören zu den Obliegenheiten in der Insolvenz. Wenn Sie Ihren Informations- und Auskunftspflichten immer nachkommen, werden Sie Ihren Verwalter innerhalb der sechsjährigen Verfahrensdauer nur einmal zu Gesicht bekommen. Er wird Sie in Ruhe lassen. Einen Grund zum Wechseln wird es dann kaum geben.

    Unter welchen Voraussetzungen ist ein Wechsel möglich?

    Bild von Taschenrechner und Kleingeld

    Nur selten ist es möglich den Insolvenzverwalter wegen Unzufriedenheit zu wechseln.

    Ein Wechsel des Insolvenzverwalters ist sehr schwierig und gelingt in den wenigsten Fällen. Als Insolvenzschuldner können Sie nur in geringem Umfang dazu beitragen. Häufig liefert die betreffende Person selbst Entlassungsgründe. Wechseln können Sie einen Treuhänder über das Amtsgericht, wenn Sie nachweisen, dass der Treuhänder seine Pflichten unvollständig erfüllt oder seine Stellung missbraucht. Das Amtsgericht kann den Verwalter dann austauschen oder auch entlassen.

    Außerdem kann aus gesundheitlichen Gründen eine Amtsausübung unmöglich werden. Zur Entlassung kommt es bei Eintritt eines Berufsverbotes oder einer strafrechtlichen Verurteilung im Rahmen der Tätigkeit als Verwalter. Dem Gericht könnte auch bekannt werden, dass eine bestimmte Tatsache eine Bestellung verhindert hätte. Das können beispielsweise umfangreiche Haftungsansprüche gegen den Betreffenden sein.

    Entlassen werden kann er auch dann, wenn er die Erfüllung einzelner oder sämtlicher Pflichten verweigert. Weitere Entlassungsgründe sind die Bevorzugung von Insolvenzgläubigern, Interessenskollisionen oder das Vorliegen einer Befangenheit.

    Bei Benachteiligung: Wie kann ich mich wehren?

    Wir empfehlen, dass Betroffene sich zunächst anwaltlichen Rat suchen und die Sachlage besprechen. Häufig kann ein Anwalt den Insolvenzverwalter auf die Rechtslage hinweisen und dem Insolvenzschuldner so zu seinem Recht verhelfen. Sollte dies nicht ausreichen, kann in berechtigten Fällen das  Insolvenzgericht behilflich sein. Das Gericht hat den Treuhänder eingesetzt und überwacht dessen Tätigkeit.

    Sind Sie der Meinung, dass Sie Ihr Insolvenzverwalter mit Absicht schlecht behandelt, dann kontaktieren Sie den verantwortlichen Rechtspfleger beim Insolvenzgericht. Reichen Sie in solchen Fällen beim Amtsgericht eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen den Betreffenden ein. Der Beschwerde müssen Sie eine ausführliche und vor allem sachliche Begründung beilegen. Bei der Anfertigung einer solchen Begründung sollte Sie ein Rechtsanwalt unterstützen.

    Sie haben eine allgemeine Frage zum Thema „Insolvenzverwalter wechseln – Kann man den Insolvenzverwalter wechseln?“? Wir beantworten sie hier kostenlos!

    22 Kommentare
    1. Avatar
      says:

      Guten Abend ich hätte da mal eine frage.
      Mein Partner ist in der Insolvenz.
      Als er in die Insolvenz gegangen ist hat er im Osten in Frankfurt (oder) gewohnt, jetzt wohnt er bei mir im Westen 700 km. Weit weg von Frankfurt (oder). Kann man dann den Insolvenzberater Wechseln. Da seiner mega unfreundlich ist. Man kann den guten Herr noch nicht mal anrufen und nach fragen wenn man ein Brief nicht versteht.
      Hoffe sie können weiter helfen

      • Dr. V. Ghendler
        says:

        Sehr geehrte Fragestellerin,

        die von Ihnen genannten Umstände sind nicht ausreichend, um einen Wechsel des Insolvenzverwalters verlangen zu können. Auch die große Distanz spielt keine Rolle, da die Kommunikation postalisch und telefonisch abläuft sowie weiterhin das ursprüngliche Amtsgericht zuständig bleibt.

        Mit freundlichen Grüßen

        Dr. V. Ghendler
        Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

    2. Avatar
      says:

      Sehr geehrte Damen und Herren,

      ich bin verheiratet, leben aber seit 5 Jahren dauerhaft getrennt. Aufgrund Arbeitsaufnahme 2015 hat mir mein Mann seins, von seinem Vater geschenktes Auto, Bj. 2004, überlassen. Im September 2019 musste ich dieses Auto, welches auf meinem Namen angemeldet war, aufgrund größerer Reparatur und der daraus folgenden hohen finanziellen Belastung an meinem Mann zurück geben.
      Das hatte ichmeinem Insolvenzverwalter auch mitgeteilt.
      Zum Ende des Jahres wurde ich gekündigt.
      Vor 2 Wochen bekam ich die Mitteilung meines Insolvenzverwalter, das ich bitte 700 € für das Auto überweisen möchte.
      Ich habe das Auto nie gekauft oder verkauft.
      Ich sehe hier keinen Grund, fur etwas zu zahlen, was nie verkauft wurde. Nur weil lt. Schätzung eine bestimmte Summe errechnet wurde, die ich nie erhalten habe.
      Mit freundlichem Gruß

      • Andre Kraus
        says:

        Sehr geehrte Fragestellerin,

        vielen Dank für Ihre Frage. Leider kommt es nicht darauf an, ob Sie das Auto verkauft haben, sondern nur darauf, ob es noch einen Wert hatte, als Sie es verschenkt haben. Wenn es sich aufgrund des Reparaturbedarfs um einen wirtschaftlichen Totalschaden gehandelt hat, so sollten Sie dies dem Insolvenzverwalter mitteilen. Dies können Sie auch belegen, indem Sie sich von Werkstätten oder Gebrauchtwagenhändlern in der Umgebung Kaufangebote einholen lassen.

        Mit freundlichen Grüßen

        A. Kraus
        Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

    3. Avatar
      says:

      Mein Insolvenzverwalter,
      Hat beim Telefon Gespräch zwischen im und mir behauptet das ich gesagt habe das alle Menschen an coronavirus sterben sollen, obwohl ich gesagt habe hoffentlich geht das ganze System kaputt unter coronavirus.
      Da beim ersten persönlichen Gespräch zwischen im und mir gesagt hat das,dass Schmerzensgeld für meine Verstorbenen Tochter nicht Pfändbar sei. Bekam ich paar Tage später ein Brief von im wo er jetzt sagt doch die können mir das Geld für meine Verstorbenen Tochter wegnehmen.
      Dieser Brief von im war ohne Paragraphen und einfach so geschrieben????
      Ist es ein Grund in zu wechseln???

      • Dr. V. Ghendler
        says:

        Sehr geehrter Fragesteller,

        grundsätzlich ist Schmerzensgeld pfändbar. Wenn es sich um einen vererbten Schmerzensgeldanspruch Ihrer Tochter handelt, so wäre er zur Hälfte pfändbar, wenn Sie sich bereits in der Wohlverhaltensphase befinden.
        Leider besteht somit kein Grund zu einem Wechsel des Insolvenzverwalters.

        Mit freundlichen Grüßen

        Dr. V. Ghendler
        Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

    4. Avatar
      says:

      Sehr geheerte Damen und Herren,

      ich bin seit dem Jahr 2011 selbständig. Der Insolvenzverwalter hat die Ausübung der selbständigen Tätigkeit freigestellt. Ich bin ein Einzelunternehmer und habe für die selbständige Tätigkeit und mein privat Bedarf ein Bankkonto genutzt. Jetzt ist das Konto gepfändet und mir steht kein Geld zu Verfügung, um Bürobedarf und vor allem die Sozialabgaben für Aushilfen zu bezahlen. Mein Unternehmen läuft jetzt gut, nur statt Schulden abzubauen sammle ich weitere.

      Die Insolvenzmasse beträgt: 3 000 Euro. Der Insolvenzverwalter hat mehr als 40 000 Euro von meinem Auskehrungskonto abgebucht.

      Ich habe auch eine Nachricht erhalten, dass ich ein neues Konto eröffnen sollte, jedoch ist das unmöglich (habe absagen bekommen).

      In dem Fall, kann ich gar nicht selbständig bleiben, obwohl ich damit gutes Geld verdiene und aktuell rentables klein Unternehmen führe. Damit konnte ich doch meine Schulden abzahlen.

      Gibt es eine Vernünftige Lösung? Soll ich die selbständige Tätigkeit aufgeben bevor ich neue Schulden sammle?

      Ich wurde mich freuen, wenn Sie mich aufklären und eine Lösung vorschlagen.

      Mit freundlichen Grüßen
      MM

      • Dr. V. Ghendler
        says:

        Sehr geehrte Fragestellerin,

        in diesem Fall sollten Sie das Konto in ein P-Konto umwandeln. Dann können Sie beim Vollstreckungsgericht Pfändungsschutz für die Beträge erhalten, die Sie zur Fortführung der Selbstständigen Tätigkeit benötigen.

        Mit freundlichen Grüßen

        Dr. V. Ghendler
        Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

    5. Avatar
      says:

      Sehr geehrte Damen und Herren,
      Mein Mann hat eine betriebliche Insolvenz aufgrund verspäteter Sozialleistungszahlungen seiner Angestellten. Der Betrieb sollte weiter geführt werden und nun ist 1 Jahr um. Der Verwalter bucht regelmäßig Geld ab,jeden Monat 14p0 Euro für die Tante, die die Buchungen erledigt (das sind monatlich nicht so viele). Ende letztes Jahr sollte mein Mann zusehen dass genügend Geld auf dem Konto ist. Dann wurden 10.000euro abgebucht. Für den Verwalter. Im Januar und Februar wieder je 2000 Euro.
      Zudem bekam er dann einen Anruf, er solle jetzt mal genau sagen, wie es weiter gehen soll, denn er verdiene nicht genügend Geld um die Gläubiger zu bedienen, das Konto ist allerdings im Plusbereich und in der Gläubiger Liste stehen natürlich auch die offenen Finanzierungen (mein Mann ist selbstständiger Landwirt) die aber alle weiter bedient wurden.
      Meine Frage ist, ich habe das Gefühl, der Verwalter hält meinen Mann unnötig lange hin, wäre es nicht ohne eine Zerschlagung des Betriebes möglich mit den Gläubigern eine Einigung zu finden wenn man ein Gespräch sucht?

      • Andre Kraus
        says:

        Sehr geehrte Frau Oetzmann,

        vielen Dank für Ihre Frage. Leider ist es mir nicht möglich, in diesem Rahmen eine Einschätzung zu dem Insolvenzverfahren Ihres Mannes abzugeben, da dies von zu vielen Faktoren abhängt.
        Für die Herbeiführung eines außergerichtlichen Vergleichs mit den Gläubigern ist allerdings der Insolvenzverwalter nicht zuständig. Gerne ist unsere Kanzlei Ihnen dabei behilflich, einen solchen Vergleich anzubieten.
        Rufen Sie uns einfach unter 0221 – 6777 0055 an und lassen Sie sich einen kostenlosen Erstberatungstermin geben.

        Mit freundlichen Grüßen

        A. Kraus
        Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

    6. Avatar
      says:

      Guten Abend
      Ich bin seit Mai 2019 bei meiner Insolvenz bei. Bei mir ordentlich Lohn gepfändet. Hatte 2016-2018 keinen Lohnsteuerausgleich gestellt. Für die letzten 3 Jahre sollte ich es entweder selbst oder einem Steuerberater stellen lassen. Habe jetzt erfahren, das es der Insolvenzverwalter für mich machen muss.
      Habe mit meinem Berater gesprochen und mir wurde gesagt, das Sie es mir leer abgeben. Ich sollte es entweder selbst oder über einen Steuerberater machen. Ist das so richtig?
      Kann ich aus diesem Grund schon meinen Insolvenzverwalter wechseln? Oder es beantragen?
      Freundliche Grüße

      • Dr. V. Ghendler
        says:

        Sehr geehrter Fragesteller,

        grundsätzlich stimmt es, dass der Insolvenzverwalter zur Abgabe der Steuererklärung verpflichtet ist, gemäß § 80 InsO i.V.m. § 34 AO.

        Leider berechtigt die Verweigerung nicht dazu, den Insolvenzverwalter zu wechseln. Da es aber vermutlich ein Nachteil für die Insolvenzmasse darstellt, könnte es gut sein, dass die Gläubigerversammlung vom Insolvenzverwalter Rechenschaft fordern wird.

        Mit freundlichen Grüßen

        Dr. V. Ghendler
        Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

    7. Avatar
      says:

      Sehr geehrte Damen und Herren,

      Mein Anwalt und Insolvenz Verwalterin haben während meiner Insolvenz streng vertrauliche Dinge über mich sich gegenseitig erzählt. Bemerkt habe ich es als nach einem Termin bei meinem Anwalt die Insoverwal. mich genau diese Dinge abgefragt hat. Die Verwalterin besteht auf eine eidesstattliche jetzt von mir und aus vertraulichen Gründen habe ich die Arbeit mit meinem Anwalt abgebrochen und egal bei welchen Anwalt ich auch anrufe alle sagen mir wenn die Insolvenz schon eröffnet wurde können die mir nicht helfen. Ich stehe da ohne rechtlichen Beistand und meine Insolvenz Verwalterin macht mir die Hölle heiß. Brauche dringend Hilfe.

      Ich kann es nicht beweisen aber mein Anwalt der mein Vertrauen missbraucht hat, hat mir Bei unserem ersten Gespräch erzählt dass die Anwälte und Verwalter der Insolvenz in einem Netzwerk sind und sich persönlich gut kennen so wie in diesem Fall. Reicht das aus um einen neuen Verwalter für meine Insolvenz zu bekommen -??

      Bezüglich rechtlichen Beistand, was kann ich da tun um Hilfe von einem Juristen über meine Insolvenz Zeit zu bekommen. Ich fühle mich schutzlos meinem Verwalter ausgeliefert und weiß einfach nicht mehr weiter. Brauche dringend Hilfe.

      Danke im Voraus

      • Dr. V. Ghendler
        says:

        Sehr geehrter Fragesteller,

        zu meinem Bedauern kann auch unsere Kanzlei einen solchen Fall nicht übernehmen. Grundsätzlich hat der Insolvenzverwalter seine Pflichten nicht verletzt, wenn überhaupt hätte Ihr Anwalt gegen seine Schweigepflicht verstoßen.
        Befangenheit beim Insolvenzverwalter wird in der Regel nur dann angenommen, wenn er selbst einer der Gläubiger ist.

        Mit freundlichen Grüßen

        Dr. V. Ghendler
        Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

    8. Avatar
      says:

      Hallo,

      ich habe seit der Eröffnung des Insolvenzverfahren Probleme mit meinem Insolvenzverwalter.
      Das ging schon damit los, dass sofort nach der Eröffnung des Verfahrens von dem Insolvenzberater mein Konto komplett leer geräumt wurde, mit der Begründung dass er das darf da es sich nicht um ein sogenanntes Pfändungsschutzkonto handelt. Dann geht es weiter das er mich ständig am Insolvenzgericht mit haltlosen Vorwürfen belastet. Heute habe ich wieder ein schreiben vom Insolvenzgericht erhalten, ich habe angeblich seit Juni keine Gehaltsabrechnung mehr weiter geleitet.
      Ich bin aber seit ca.5 Jahren beim gleichen Arbeitgeber und er bekommt direkt seinen Pfändungsanteil pünktlich überwiesen und ich schicke jeden Monat die Gehaltsnachweise per Post.
      Ich finde diese Behandlung sehr anstrengend und verstehe auch den Sinn dahinter nicht. Und immer wenn ich versuche Kontakt aufzunehmen, um die Situation aufzuklären ist der gute Herr nicht zu sprechen und ich soll schriftlich Stellung nehmen.
      What a shame.
      Kann ich da etwas tun, ich tue alles, was in meiner Macht steht, aber ich habe das Gefühl der werte Herr hat einfach Spaß daran die Leute zu quälen.
      Kann man da einen Wechsel herbeiführen?
      Oder direkt mit dem Gericht kommunizieren?
      Vielen Dank vorab und beste Grüße
      B

      • Dr. V. Ghendler
        says:

        Sehr geehrter Herr B.,

        leider ist das beschriebene Verhalten nicht ungewöhnlich und auch kein ausreichender Grund für einen Wechsel des Insolvenzverwalters.
        Es bleibt leider wenig übrig, außer den Anweisungen zu folgen. Auch wenn es unnötig erscheint, jeden Gehaltsnachweis Monat für Monat einzufordern, ist der Verwalter dazu berechtigt.

        Mit freundlichen Grüßen

        Dr. V. Ghendler
        Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

    9. Avatar
      says:

      Hallo zusammen, leider klingt ihr Beitrag positiv, in der Realität sieht das aber ganz anders aus. Ich bin als Einzelunternehmen seit 01/2008 in der Insolvenz, mein Unternehmen wird fortgeführt. Nachweislich bestand schon mehrmals die Möglichkeit der 100% Befriedigung. Aber immer dann wurde vom Verwalter ein Vorschuß gezogen. Seit 2014 besteht die Restschuldbefreiung. Eine Immobilie soll nun Verwertet werden, obwohl wir einen Insolvenzplan erstellt haben, der Verwalter spielt nicht ganz mit. Die Eckdaten: Schulden 80 Tsd., bis jetzt Insolvenzverwalter 90 Tsd. (zzgl. Rest von 80-100 Tsd. Bei Schlußrechnung). Mitarbeiter ich, 3 Gläubiger. Das Gericht sieht weder einen Grund wegen Hinauszögerung oder irgendwelchen Verfehlungen. Ich solle nach dem Verfahren vor das Landgericht. Übrigends, Rechte hat man kaum. der Verwalter aber alle.

      • Dr. V. Ghendler
        says:

        Sehr geehrter Fragesteller,

        vielen Dank für Ihren Kommentar und Ihre Meinung. Es ist keineswegs unsere Absicht, den Insolvenzverwalter positiv darzustellen. Leider sind sehr viele Menschen im Insolvenzverfahren unzufrieden mit dem Insolvenzverwalter. Wir weisen auch ausdrücklich darauf hin, dass der Insolvenzverwalter nicht Anwalt des Schuldners ist. Er steht nur auf Seiten der Gläubiger.
        Das Insolvenzverfahren ist dennoch der sicherste Weg, eine vollständige Entschuldung zu erreichen.

        Mit freundlichen Grüßen

        Dr. V. Ghendler
        Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

    10. Avatar
      says:

      Hallo, ich habe eine Frage zu Thema Insolvenzverwalter wechseln. Ich bin seit einem Jahr in Privatinsolvenz. Ich bin in die Insolvenz durch eine verheerende ärztliche Fehldiagnose gekommen. Man hatte bei mir im Mai 2018 Krebs diagnostiziert und hat mir noch genau 3 Monate zu leben gegeben. Darauf hin habe ich meine Firma geschlossen, bzw. bin in die Insolvenz, ganz einfach da ich auf Grund der Diagnose garnicht mehr in der Lage war die Firma zu führen. Nach einer schweren Chemotherapie, in Folge dieser Chemotherapie, es mir immer schlechter ging und ich täglich mit dem Tot kämpfte, stellte sich dann Anfang diesem Jahres heraus, das alle wahrscheinlich eine Fehldiagnose war. Leider zu spät, ich bin zwar dem Tot von der Schippe gesprungen, habe aber materiell und beruflich alles verloren. Durch diese Situation bin ich jetzt mental am Ende, hab Schlafstörungen und in hier in ärztlicher Behandlung. Ob ich je wieder berufstätig werden kann steht in den Sternen. Weiter kommt dazu, dass die Ärzte jeden Vorwurf einer Fehldiagnose bestreiten und hier mir ein langer Kampf gegen dieses Klinikum bevor steht. Diese ganze Situation kenn der Insolvenzverwalter, aber trotzdem macht dieser Druck, ich solle ständig mich bei ihm melden, versucht Einfluss auf den eventuell bevorstehenden Prozess auf Schadensanspruch und Scherzensgeld Einfluss zu nehmen. Er setzt mich hier, obwohl ich gesundheitlich eh schon an Ende bin, noch Druck auf mich und mein Leben zu nehmen. Er droht mir sogar, dass meine Restschuldbefreiung in Gefahr wäre. Jetzt meine Frage, darf ein Insolvenzverwalter soweit gehen??? Er beträgt mich in meinem Leben, obwohl ihn meine Fachanwältin für Medizinrecht schon darauf hingewiesen hat, das meine Gesundheit durch ihm sehr gefährdet ist.

      • Andre Kraus
        says:

        Sehr geehrter Fragesteller,

        vielen Dank für die Frage und die Schilderung Ihrer Situation. Meiner Ansicht nach überschreitet der Insolvenzverwalter hier seine Kompetenz, da er die gesundheitlichen Einschränkungen nicht ausreichend berücksichtigt. Allerdings kann ich ohne nähere Kenntnis der Sachlage nicht zuverlässig beurteilen.

        Mit freundlichen Grüßen

        A. Kraus
        Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

    11. Avatar
      says:

      Hallo, ich mochte mein Berater evtl. wechseln, weil ich nicht möchte das er zu mir nach Hause kommt. Ich wohne nicht alleine und habe auch kein eigenes Zimmer , ich lebe mit meinem Partner zusammen , der davon noch nix weiß, u d hier auch ständig in der Wohnung Leute ein und ausgehen . ,der Datenschutz ist hiermit auch. Ich gegeben. Kann ich das Beratungsgespräch in dem Büro verlegen lassen, statt das es bei mir zu Hause statt findet. Es wurde halt aus Vorschlag gennant bei mir zu Hause zufuhren , habe es aber roter Mail abgelehnt . Es bei Ihnen im Büro zu fuhren, ist das nicht möglich ?

      • Dr. V. Ghendler
        says:

        Sehr geehrter Fragesteller,

        dies ist noch kein ausreichender Grund, um den Insolvenzverwalter zu wechseln. Wenn der Insolvenzverwalter verlangt, dass Sie ihn in die Wohnung lassen, sind Sie im Rahmen der Mitwirkungspflicht dazu verpflichtet, allerdings ist dies relativ ungewöhnlich. Sollte er also Ihre Bitte ablehnen, das Gespräch woanders stattfinden zu lassen, müssen Sie dies akzeptieren.

        Mit freundlichen Grüßen

        Dr. V. Ghendler
        Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

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