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Insolvenzverwalter wechseln – Kann man den Insolvenzverwalter wechseln?

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  • Insolvenzverwalter wechseln

    So können Sie sich bei Benachteiligung durch den Insolvenzverwalter wehren

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    Kann man den Insolvenzverwalter auswechseln?

    Gelegentlich kommt es vor, dass Mandanten nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens nicht zufrieden mit dem für Sie zuständigen Insolvenzverwalter/Treuhänder sind und sich über die Möglichkeit erkundigen, den Insolvenzverwalter zu wechseln. Es kann bei der Verwertung Ihrer Vermögensgegenstände dazu kommen, dass der Insolvenzverwalter zu Lasten der Insolvenzschuldner irrt und diese dadurch benachteiligt werden. Wir zeigen Ihnen unter welchen Voraussetzungen ein Wechsel möglich ist, sollten Sie mit dem zuständigen Insolvenzverwalter/Treuhänder nicht zufrieden sein.

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    Was sind die Voraussetzungen für die Auswahl des Insolvenzverwalters?

    Nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens wird der Insolvenzverwalter vom Insolvenzgericht ernannt und von diesem Gericht beaufsichtigt. Der Insolvenzverwalter wird namentlich im Eröffnungsbeschluss benannt. Nach § 56 InsO muss der Insolvenzverwalter eine für „den jeweiligen Einzelfall geeignete, insbesondere geschäftskundige und von den Gläubigern und dem Schuldner unabhängige natürliche Person“ sein. Häufig handelt es sich um Rechtsanwälte, die sich auf eine Tätigkeit als Insolvenzverwalter spezialisiert haben und häufig ausschließlich diesen Beruf ausüben. Auf die Auswahl des Insolvenzverwalters können Insolvenzschuldner keinen Einfluss nehmen.

    Umfang des Kontakts zum Insolvenzverwalters – Mitteilungspflichten in der Insolvenz

    Kontakt zu Ihrem Insolvenzverwalter nehmen Sie immer dann auf, wenn eine Frage Anlass dazu gibt. Es gibt eine wichtige Ausnahme: Eine Veränderung der Einkommens- und Vermögensverhältnisse und ein Wechsel der Adresse müssen Sie unverzüglich melden. Diese Mitteilungspflichten gehören zu den Obliegenheiten in der Insolvenz. Wenn Sie Ihren Informations- und Auskunftspflichten immer nachkommen, werden Sie Ihren Verwalter innerhalb der sechsjährigen Verfahrensdauer nur einmal zu Gesicht bekommen. Er wird Sie in Ruhe lassen. Einen Grund zum Wechseln wird es dann kaum geben.

    Unter welchen Voraussetzungen ist ein Wechsel möglich?

    Bild von Taschenrechner und Kleingeld

    Nur selten ist es möglich den Insolvenzverwalter wegen Unzufriedenheit zu wechseln.

    Ein Wechsel des Insolvenzverwalters ist sehr schwierig und gelingt in den wenigsten Fällen. Als Insolvenzschuldner können Sie nur in geringem Umfang dazu beitragen. Häufig liefert die betreffende Person selbst Entlassungsgründe. Wechseln können Sie einen Treuhänder über das Amtsgericht, wenn Sie nachweisen, dass der Treuhänder seine Pflichten unvollständig erfüllt oder seine Stellung missbraucht. Das Amtsgericht kann den Verwalter dann austauschen oder auch entlassen.

    Außerdem kann aus gesundheitlichen Gründen eine Amtsausübung unmöglich werden. Zur Entlassung kommt es bei Eintritt eines Berufsverbotes oder einer strafrechtlichen Verurteilung im Rahmen der Tätigkeit als Verwalter. Dem Gericht könnte auch bekannt werden, dass eine bestimmte Tatsache eine Bestellung verhindert hätte. Das können beispielsweise umfangreiche Haftungsansprüche gegen den Betreffenden sein.

    Entlassen werden kann er auch dann, wenn er die Erfüllung einzelner oder sämtlicher Pflichten verweigert. Weitere Entlassungsgründe sind die Bevorzugung von Insolvenzgläubigern, Interessenskollisionen oder das Vorliegen einer Befangenheit.

    Bei Benachteiligung: Wie kann ich mich wehren?

    Wir empfehlen, dass Betroffene sich zunächst anwaltlichen Rat suchen und die Sachlage besprechen. Häufig kann ein Anwalt den Insolvenzverwalter auf die Rechtslage hinweisen und dem Insolvenzschuldner so zu seinem Recht verhelfen. Sollte dies nicht ausreichen, kann in berechtigten Fällen das  Insolvenzgericht behilflich sein. Das Gericht hat den Treuhänder eingesetzt und überwacht dessen Tätigkeit.

    Sind Sie der Meinung, dass Sie Ihr Insolvenzverwalter mit Absicht schlecht behandelt, dann kontaktieren Sie den verantwortlichen Rechtspfleger beim Insolvenzgericht. Reichen Sie in solchen Fällen beim Amtsgericht eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen den Betreffenden ein. Der Beschwerde müssen Sie eine ausführliche und vor allem sachliche Begründung beilegen. Bei der Anfertigung einer solchen Begründung sollte Sie ein Rechtsanwalt unterstützen.

    Sie haben eine allgemeine Frage zum Thema “Insolvenzverwalter wechseln – Kann man den Insolvenzverwalter wechseln?”? Wir beantworten sie hier kostenlos!

    2 Antworten
    1. Avatar
      says:

      Hallo, ich mochte mein Berater evtl. wechseln, weil ich nicht möchte das er zu mir nach Hause kommt. Ich wohne nicht alleine und habe auch kein eigenes Zimmer , ich lebe mit meinem Partner zusammen , der davon noch nix weiß, u d hier auch ständig in der Wohnung Leute ein und ausgehen . ,der Datenschutz ist hiermit auch. Ich gegeben. Kann ich das Beratungsgespräch in dem Büro verlegen lassen, statt das es bei mir zu Hause statt findet. Es wurde halt aus Vorschlag gennant bei mir zu Hause zufuhren , habe es aber roter Mail abgelehnt . Es bei Ihnen im Büro zu fuhren, ist das nicht möglich ?

      • Dr. V. Ghendler
        says:

        Sehr geehrter Fragesteller,

        dies ist noch kein ausreichender Grund, um den Insolvenzverwalter zu wechseln. Wenn der Insolvenzverwalter verlangt, dass Sie ihn in die Wohnung lassen, sind Sie im Rahmen der Mitwirkungspflicht dazu verpflichtet, allerdings ist dies relativ ungewöhnlich. Sollte er also Ihre Bitte ablehnen, das Gespräch woanders stattfinden zu lassen, müssen Sie dies akzeptieren.

        Mit freundlichen Grüßen

        Dr. V. Ghendler
        Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

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