Die Versicherung an Eides statt, auch EV, Vermögensauskunft oder früher „Offenbarungseid“ genannt, kann vom Gerichtsvollzieher eingeholt werden, wenn dieser seine Schulden nicht begleichen kann. Die Eidesstattliche Versicherung ist eine besondere Beteuerung des Schuldners, mit der dieser bekräftigt, dass eine bestehende Vermögenslosigkeit der Wahrheit entspricht. Sie dient im Rahmen der Zwangsvollstreckung zur Feststellung des Vermögens bzw. der Vermögenslosigkeit des Schuldners.

Eine eidesstattliche Versicherung ist für Schuldner die erfahrungsgemäß unangenehmste Vollstreckungsmaßnahme. Deshalb ist uns viel daran gelegen, die Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung zu verhindern, indem wir schnellstmöglich eine Privatinsolvenz einleiten.

Die eidesstattliche Versicherung ist insofern ein sehr ernst zu nehmendes Instrument, als dass die Abgabe einer unwahren eidesstattlichen Versicherung nach § 156 StGB eine Straftat darstellt. Die Abgabe einer Eidesstattlichen Versicherung wird auch bei der Schufa angezeigt und im Schuldnerverzeichnis geführt. Die Löschung erfolgt automatisch nach drei Jahren oder auf Antrag, wenn die Schulden schon vorher getilgt wurden.

Nach der Reform des deutschen Vollstreckungsrechtes durch das am 01. Januar 2013 in Kraft getretene „Gesetz zur Reform der Sachaufklärung in der Zwangsvollstreckung“ heißt die eidesstattliche Versicherung nun „Vermögensauskunft des Schuldners“.

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