fbpx

Privatinsolvenz wiederholen

Bekannt aus:

Privatinsolvenz wiederholen

Das Ziel der Privatinsolvenz ist für den Schuldner die Restschuldbefreiung. Am Ende der Insolvenz erhalten Sie, wenn Sie sich an Ihre Obliegenheiten im Insolvenzverfahren gehalten haben, die Restschuldbefreiung. Die Restschuldbefreiung bedeutet für Sie ein finanzieller Neubeginn und damit die lang ersehnte finanzielle Entlastung. Doch was passiert, wenn Sie nach der Restschuldbefreiung wieder in eine Schuldenfall tappen? Können Sie die Privatinsolvenz wiederholen? 

Andre Kraus ist Fachanwalt für Insolvenzrecht und Gründer der KRAUS GHENDLER RUVINSKIJ Anwaltskanzlei. Seit 2012 ist er auf die Entschuldung und Beratung von Personen mit finanziellen Schwierigkeiten spezialisiert.

Schuldenanalyse vom Fachanwalt

✔ KOSTENLOS   ✔ SCHNELL    UNVERBINDLICH

Über

20.000

geprüfte Fälle

Offene Fragen? – Einfach anrufen:

(Mo. – So. von 9 – 22 Uhr / BUNDESWEIT –  Dt. Festnetz)

Wann dürfen Schuldner die Privatinsolvenz wiederholen?

Das Gesetz sieht grundsätzlich vor, dass Schuldner die Privatinsolvenz wiederholen können. Jedoch ist die Wiederholung der Privatinsolvenz an bestimmte Sperrfristen geknüpft. In §287a Abs.2 InsO  sind verschiedene Fälle vorgesehen, in denen der Schuldner die Privatinsolvenz wiederholen kann. 

Sperrfrist von 10 Jahren

Für eine erneute Restschuldbefreiung wird eine Sperrfrist von 10 Jahren verhängt, wenn der Schuldner bereits eine Restschuldbefreiung erhalten hat. Das bedeutet für Sie, dass Sie einen neuen Antrag auf Restschuldbefreiung erst dann wieder stellen können, wenn nach Ihrer letzten Restschuldbefreiung 10 Jahre vergangen sind. Sprich zwischen der Restschuldbefreiung am Ende des Insolvenzverfahrens und einem neuen Insolvenzantrag müssen insgesamt 10 Jahre liegen. 

Neben dieser lange Sperrfrist gibt es noch kürzere Sperrfristen. 

  • Eine Sperrfrist von 5 Jahren gilt für den Fall, dass Ihnen die Restschuldbefreiung wegen einer Insolvenzstraftat nach §297 InsO versagt wurde. 
  • Eine Sperrfrist von 3 Jahren gilt für den Fall, dass Sie falsche oder unvollständige Angaben zu Ihren Vermögensverhältnissen gemacht haben.
  • Eine Sperrfrist von 3 Jahren gilt außerdem für den Fall, dass Sie Ihren Obliegenheiten im Insolvenzverfahren nicht hinreichend nachgekommen sind.  

Privatinsolvenz sofort wiederholen

Im Einzelfall ist es auch möglich die Privatinsolvenz mit entsprechender Restschuldbefreiung sofort zu wiederholen. Mit Beschluss vom 04. Mai 2017 hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass Sperrfristen für andere als die in §287a Abs.2 InsO geregelten Fälle ausgeschlossen sind. Sollte also keiner der oben genannten Fälle einschlägig sein, kann auch eine sofortige Wiederholung der Privatinsolvenz möglich sein. 

Was es für Möglichkeiten für Sie gibt für den Fall, dass Sie schlicht keine Restschuldbefreiung bekommen haben lesen Sie hier.

Wie oft kann die Privatinsolvenz wiederholt werden?

Die Insolvenzordnung sieht keine Begrenzung vor. Damit gilt grundsätzlich, dass Sie die Privatinsolvenz unter Beachtung der Sperrfristen so oft wiederholen können wie Sie möchten. 

Schuldenanalyse vom Fachanwalt

✔ KOSTENLOS   ✔ SCHNELL    UNVERBINDLICH

Über

20.000

geprüfte Fälle

Offene Fragen? – Einfach anrufen:

(Mo. – So. von 9 – 22 Uhr / BUNDESWEIT –  Dt. Festnetz)

Sie haben eine allgemeine Frage zum Thema „Privatinsolvenz wiederholen“? Wir beantworten sie hier kostenlos!

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

© Copyright - KRAUS GHENDLER RUVINSKIJ Anwaltskanzlei
Call Now Button