Klug durch die Krise: Tipps für Unternehmer

Klug durch die Krise: Tipps für Unternehmer

Unternehmenskrise bewältigen, Insolvenz abwenden


Ukraine-Krieg, Inflation, Rohstoffknappheit, steigende Energiekosten und Zinsen: In der deutschen Wirtschaft herrscht Krisenstimmung. Doch nicht jeder Engpass muss in die Insolvenz führen. Wer rechtzeitig auf Probleme reagiert, hat gute Chancen, sein Unternehmen klug durch die Krise zu führen und seinen Fortbestand zu sichern.

Unsere Kanzlei für Schuldnerberatung und Insolvenzrecht ist auf die  Beratung von Unternehmen in finanziell schwierigen Situationen spezialisiert, kennt die typischen Probleme und berät über Lösungsmöglichkeiten.

Andre Kraus ist Fachanwalt für Insolvenzrecht und Gründer der KRAUS GHENDLER RUVINSKIJ Anwaltskanzlei. Seit 2012 ist er auf die Entschuldung und Beratung von Personen mit finanziellen Schwierigkeiten spezialisiert.

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Insolvenzwelle 2022?


Derzeit häufen sich die Meldungen über Unternehmensinsolvenzen:

  • Bereits am 9. August hat die Berliner Nuri-Bank Insolvenz angemeldet Das Fintech hatte sich auf eine  Kombination aus Online-Bankkonto, Krypto-Wallet und Wertpapierhandel spezialisiert. Als Gründe für die Insolvenz wurden die schwierigen Marktentwicklungen und die Auswirkungen auf  die Finanzmärkte genannt.
  • Es folgte der Düsseldorfer Toilettenpapierhersteller Hakle, der angab durch gestiegene Rohstoff-, Energie- und Transportkosten in die wirtschaftliche Schieflage geraten zu sein.
  • Nicht besser erging es dem traditionsreichen Schuhhändler Görtz. Inflationsbedingte Kaufzurückhaltung der Kunden wurde hier als Insolvenz-Ursache genannt.

Laut dem Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) ist die Zahl der Insolvenzen im August im Vergleich zum Vorjahr um 26 Prozent gestiegen. Dabei muss allerdings mit berücksichtigt werden, dass während der Corona-Krise teils die Insolvenzantragspflicht ausgesetzt war, manche Pleite dadurch erst zeitverzögert offenbar wird.

Ob 2022 tatsächlich im Zeichen einer echten Insolvenzwelle steht, kann derzeit noch nicht abgeschätzt werden.

Nach immer lauter werdenden Hilferufen aus dem Mittelstand hat Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck erweiterte Hilfen für Unternehmen angekündigt. Wegen der gestiegenen Erdgas- und Stromkosten sollen Firmen, die Verluste machen, durch Zuschüsse unterstützt werden. Dies könnte helfen, Insolvenzen abzuwenden.

Außerdem wichtig zu wissen: Zum einen gibt es durchaus auch Betriebsaufgaben ohne Insolvenz. Zum anderen muss eine Insolvenz nicht automatisch das Ende des Unternehmens bedeuten. Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung führen zwar zur Insolvenz. Das Unternehmen kann u.U. aber gleichwohl bestehen, falls eine Sanierung erfolgreich ist.

Oft lassen sich heraufziehende Unternehmenskrisen aber auch im Vorfeld abwenden, wenn sie rechtzeitig erkannt und die richtigen Maßnahmen ergriffen werden.

Warnzeichen für Krisen erkennen


Unternehmenskrisen treten selten von heute auf morgen ein, in der Regel zeichnen sie sich schon einige Zeit im Vorfeld ab, lange bevor sie überhaupt buchhalterisch erfassbar sind.

Zu den ersten Warnsignalen gehören das Ausbleiben neuer Kunden bzw. neuer Aufträge und mangelndes Umsatzwachstum. Schon wenn die Zahl der Anfragen zurückgeht, sollten Unternehmer aufmerksam werden.

Aber auch die Zahlungseingänge von Kunden, die Unternehmensausgaben und die liquiden Mittel sollten Sie stets im Auge behalten. Wenn die monatlichen Ausgaben die verfügbaren Mittel übersteigen, Sie Ihre Geschäfte womöglich nur noch durch die Aufnahme neuer Kredite fortführen können, dann droht schnell die gefürchtete Zahlungsunfähigkeit – und damit die Insolvenz.

Ist die drohende Unternehmenskrise einmal erkannt, gilt es, sie abzuwenden. Hierzu ist vor allem zweierlei wichtig: Die laufenden Kosten zu senken und die Geldeingänge zu steigern und zu beschleunigen.

Taschenrechner & Geld

Laufende Kosten senken


Ihre liquiden Mittel sollten mindestens anderthalbmal so hoch liegen wie die Ausgaben in einem Monat. Sind sie niedriger, so gibt es nur eins: Sie müssen die laufenden Kosten senken.

  • Überprüfen Sie, welche Ausgaben wirklich nötig sind. Alles Überflüssige sollte umgehend gestrichen, die Verträge wenn möglich gekündigt werden.
  • Reglementieren Sie das Aufgeben neue Bestellungen. Schränken Sie die entsprechenden Befugnisse und Budgets der Mitarbeiter ein und lassen Sie sich Bestellungen begründen und zur Unterschrift vorlegen.
  • Überprüfen Sie Fixkosten, die unabhängig von Umsatz und Produktion monatlich anfallen. Senken Sie sie wenn möglich.
  • Überprüfen Sie Ihre Lieferantenliste,  Einkaufskonditionen und Mietkosten. Können die Kosten für zwingend notwenige Einkäufe, Rohstofflieferungen usw. möglicherweise durch einen Lieferantenwechsel gesenkt werden?
  • Überprüfen Sie Ihre Lagerbestände, stoppen Sie Überproduktionen.
  • Fragen Sie sich bei allen Ausgaben immer, ob sie für den Umsatz unabdingbar oder für das Unternehmen sinnvoll sind. Was dagegen z.B. nicht wirklich nötig ist, nur der Bequemlichkeit dient oder gar völlig überflüssig ist sollte eingespart oder zumindest auf den Prüfstand gestellt werden.
  • Streichen Sie andererseits aber keine Ausgaben, die den Unternehmensgewinn ankurbeln. Kürzungen bei  Vertrieb, Marketing usw. können z.B. schnell Umsatzrückgänge nach sich ziehen. In der Krise müssen Vertrieb und Werbung forciert und  nicht geschwächt werden, um den Umsatz zu steigern.
  • Schieben Sie im Übrigen Liefer- und Zahlungstermine Ihrer Lieferanten so weit wie möglich hinaus oder vereinbaren Sie Ratenzahlungen oder Zahlungsaufschübe, um einen zu schnellen Kapitalabfluss zu stoppen.
Bild von Lupe, Taschenrechner und Geldscheinen

Geldeingang steigern und beschleunigen


Die Kostenkontrolle allein reicht natürlich nicht aus, um die Krise abzuwenden. Sie benötigen auch frisches Geld.

  • Beschleunigen Sie die Auftragsdurchführung und -abwicklung und die Rechnungserstellung.
  • Hinterfragen Sie insbesondere Verwaltungsaufwand, Antwortzeiten/ die Schnelligkeit von Auftragsbestätigungen durch Ihre  Mitarbeiter, Terminüberschreitungen, Lieferzeiten usw.
  • Behalten Sie auch Leistungsqualität und Reklamationsquote im Auge. Hier drohen ggf. Zahlungsverzögerungen und –ausfälle, schlimmstenfalls der Auftragsrückgang und Verlust von Kunden.
  • Verlangen Sie wenn möglich Abschlagszahlungen, Anzahlungen oder Vorauskasse. Gerade bei Kunden mit bekanntermaßen mäßiger Zahlungsmoral oder Neukunden.
  • Halten Sie Zahlungsverzögerungen bei den Kunden nach. Versenden Sie wo nötig Zahlungserinnerungen und Mahnungen.
  • Trennen Sie sich ggf. von nicht genutztem/ benötigtem Firmenvermögen, das sich zu Geld machen lässt, Immobilien, Fahrzeugen, Maschinen, überschüssigen Lagerbeständen, Wertpapieren usw.
  • Loten Sie auch aus, ob Sie möglicherweise Zugang zu staatliche Hilfen oder Förderungen haben.


Anwaltlicher Rat


Mit diesen Maßnahmen lässt sich manches Unternehmen durch schweres Fahrwasser steuern. Sollten Ihre Bemühungen trotzdem nicht ausreichen und Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung drohen, so ist es sinnvoll, zeitnah anwaltlichen Rat einzuholen.

Unsere Kanzlei ist seit ihrer Gründung 2012 auf die bundesweite Beratung von Unternehmern in der Krise und in finanziell schwierigen Situationen spezialisiert. Dabei begleiten unsere erfahrenen Mitarbeiter Sie während der gesamten Entschuldung. Um die Schuldenhöhe zu reduzieren, führen wir auch Vergleichsverhandlungen mit den Gläubigern. Wenn nötig bereiten wir den Insolvenzantrag vor und reichen ihn ein. Für eine möglichst schnelle Schuldenfreiheit übernehmen wir auch die Erstellung eines Insolvenzplans für unsere Mandanten.

Unsere professionelle Erstberatung stellt sicher, dass Sie den richtigen Entschuldungsweg einschlagen (Schuldenvergleich  oder Insolvenz).

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