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Urlaub in der Privatinsolvenz – Ist das erlaubt?

Bekannt aus:

Urlaub in der Privatinsolvenz

Die Privatinsolvenz hilft Ihnen bei Ihrem Weg aus den Schulden. Allerdings sind mir dieser auch einige Pflichten verbunden. Dazu gehört die oberste Pflicht, zur Begleichung der Schulden jede zumutbare Tätigkeit anzunehmen. Mit einer solchen geht natürlich auch ein Urlaubsanspruch einher.

Sie dürfen natürlich auch in der Privatinsolvenz Urlaub machen. Doch dürfen Sie auch eine Reise machen? Gänzlich verboten ist auch dies nicht. Es gibt jedoch einige Dinge dabei zu beachten.

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Urlaub während der Eröffnungsphase

Ein Urlaub ist immer mit Kosten verbunden. Bei Beantragung einer Privatinsolvenz steht das dafür notwendige Geld üblicherweise nicht mehr zur Verfügung. Vielleicht ist aber der Urlaub schon bezahlt? Dann müssen Sie dies Ihrem Insolvenzverwalter mitteilen und ihm in der Regel die Kontoauszüge der vergangenen sechs bis zwölf Monate vorlegen.

Denn: Ein Urlaub, den Sie bereits bezahlt haben, kann kritisch sein. Im laufenden Verfahren muss der Insolvenzverwalter nämlich prüfen, ob Sie Ihr Vermögen „verschleudert“ haben. Schließlich kann Ihnen in diesem Fall die Restschuldbefreiung versagt werden.
Unwahrscheinlich ist das meist dann, wenn es sich um einen bescheidenen Urlaub handelt und die Bezahlung schon eine längere Zeit zurückliegt. Folgen kann allerdings ein Luxus-Urlaub haben. Der Insolvenzverwalter kann dann verlangen, dass Sie diesen stornieren, auch wenn dies mit finanziellen Einbußen einhergeht. Die zurückgezahlten Gelder werden trotzdem der Verwertungsmasse hinzugerechnet.

Unproblematisch ist der Urlaubsantritt, wenn Ihr Partner oder Ihre Partnerin den Urlaub selbst bezahlt haben. Natürlich müssen Sie dies nachweisen, auf das Vermögen des Partners darf der Insolvenzverwalter allerdings nicht zugreifen. Auch die Kontoauszüge des Partners darf er nicht einsehen.

Hinweis:
Während eines Insolvenzverfahrens müssen Sie immer erreichbar sein, denn es müssen häufig Formulare ausgefüllt und innerhalb bestimmter Fristen zurückgesandt, angeforderte Unterlagen eingereicht und mitunter auch persönlich Termine wahrgenommen werden. Diesen Pflichten müssen Sie als Schuldner nachkommen, um mögliche Nachteile zu vermeiden. Deshalb ist es ratsam, vor allem in der Eröffnungsphase nicht in den Urlaub zu fahren. Wissen Sie bereits, dass Sie ein Insolvenzverfahren beantragen müssen, sollten Sie also am besten auch keinen Urlaub buchen.

Urlaub während der Wohlverhaltensperiode

Mann liegend in einer Hängematte

Urlaub in der Privatinsolvenz ist tendenziell möglich – es gibt allerdings einige Dinge zu beachten.

Zwar ist es auch während der Wohlverhaltensperiode notwendig, die Post regelmäßig auf wichtige Schreiben zum Insolvenzverfahren zu prüfen, allerdings müssen Sie in dieser Zeit nur noch mitteilen, wenn sich etwas an Ihren persönlichen Verhältnissen ändern (z. B. Umzug, mehr Verdienst, Eheschließung, Geburt eines Kindes).

Somit ist es durchaus erlaubt, in der Zeit der Wohlverhaltensperiode in den Urlaub zu fahren. Bedenken Sie jedoch, dass Sie in dieser Phase der Insolvenz keine neuen Schulden machen dürfen – schon gar nicht aufgrund eines Urlaubs. Den nicht pfändbaren Teil Ihres Einkommens dürfen Sie behalten und darüber frei verfügen. Können Sie also jeden Monat etwas davon weglegen, um für einen Urlaub zu sparen, dann ist dies kein Problem. Werden Sie von Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin zum Urlaub eingeladen, dann dürfen Sie diese Einladung natürlich annehmen.

Anzahlung für einen Urlaub

Neue Schulden dürfen Sie während der Insolvenz nicht aufnehmen, das ist eine der wichtigsten Regeln. Möchten Sie nun einen Urlaub buchen, dann ist eine Anzahlung gängige Praxis. Die Restsumme wird dann zu einem späteren Zeitpunkt gezahlt. Während der Wohlverhaltensphase ist dies auch erlaubt. Sie müssen jedoch sicherstellen, dass Sie den restlichen Betrag zu einem späteren Zeitpunkt auch tatsächlich aufbringen können.

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Sie möchten Ihr Urlaubsgeld auch für den Urlaub verwenden? – Das ist zu beachten

Üblicherweise muss während der Privatinsolvenz ein großer Teil des Einkommens dem Insolvenzverwalter überlassen werden. Doch wie sieht es mit dem durch den Arbeitgeber gezahlten Urlaubsgeld aus?

Urlaubsgeld wird zusätzlich zum Arbeitsentgelt gezahlt. Es handelt sich damit um eine Art Bonus. Als so genannte Sonderzahlung ist es in der Regel nicht pfändbar, solange es nicht die übliche Höhe, also die Höhe eines Monatsgehalts, übersteigt. Die absolute Höhe des Urlaubsgeldes spielt dabei keine Rolle. Das Urlaubsentgelt – also die Weiterzahlung des Gehalts während des Urlaubs – wird aber trotzdem bis zur Pfändungsfreigrenze einbehalten.

Die Unzulässigkeit der Pfändung von Urlaubsgeld wird in § 850a ZPO (Zivilprozessordnung) festgehalten. Urlaubsgeld ist damit nicht nur unpfändbar, sondern auch nicht abtretbar. Gezahltes Urlaubsgeld können Sie also problemlos für Ihren Urlaub verwenden.

Sie sind sich unsicher, was Sie beim Urlaub während der Insolvenz beachten müssen? – Wir beraten Sie gern

Möchten Sie trotz Privatinsolvenz in den Urlaub fahren und sind sich unsicher, worauf Sie dabei achten müssen? Als Fachanwälte für Insolvenzrecht und anerkannter Schuldnerberater stehen wir Ihnen gern beratend zur Seite.

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