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Schufa bremst den Neuanfang

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    Schufa und die Insolvenz

    Seit der Insolvenzordnung 1999 wird dem Schuldner die Möglichkeit eingeräumt mittels einer Insolvenz die Restschuldbefreiung zu erlangen. Der Betroffene soll durch den Wegfall seiner Altlasten einen Neuanfang ermöglicht bekommen.

    Verhält sich der Schuldner je nach der Dauer der Insolvenz bzw. Privatinsolvenz drei/fünf oder sechs Jahre nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens entsprechend der gesetzlichen Bestimmungen wird er von den noch offenen Forderungen seiner Gläubiger befreit. Er kann fortan die Zahlung verweigern. Würde der Betroffene ewig die Lasten seiner Insolvenz tragen müssen, bliebe er in seinem Schuldenberg gefangen, neue vielversprechende Geschäfte blieben ihm verwehrt. Ein Abbau der Schulden wäre ihm nahezu unmöglich.

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    Schufa spielt jedoch nach ihren eigenen Regeln.

    Die Schufa setzt sich zusammen aus unterschiedlichen Anteilseignern, wie Banken, Einzelunternehmen und Sparkassen. Sie arbeitet nach dem Gegenseitigkeitsprinzip: Nur wer Auskunft gibt, bekommt sie auch.

    So erhält die Schufa Informationen von ihren Vertragspartnern und aus öffentlichen Verzeichnissen. Die Eintragungen bei der Schufa sind Grundlage vieler Geld- und Warenkreditgeschäfte; denn nur wer zur (Rück-) Zahlung im Stande ist, wird gern als Vertragspartner gesehen und genau das hilft die Schufa rauszufinden.

    Der erhebliche Einfluss der Schufa auf die Geschäfte jedes Einzelnen ist ein bekanntes Problem. Bei der Restschuldbefreiung bekommt das Thema jedoch ein besonderes Gewicht. Die Restschuldbefreiung wird auf der Internetseite www.insolvenzbekanntmachung.de veröffentlicht. Diese Veröffentlichung (Speicherung) erfolgt insgesamt nur 6 Monate, wovon nur 2 Wochen eine Einsichtnahme durch jedermann möglich ist.

    Erhält die Schufa innerhalb dieser zwei Wochen Kenntnis von der Veröffentlichung, kann sie diese Information für sich verwenden und in ihren Registern die üblichen 3 Jahre speichern. Das Problem wird deutlich. Während die Restschuldbefreiung der Startschuss für ein neues, schuldenfreies Leben werden soll, vergisst die Schufa nicht und speichert weitere 3 Jahre die eigentlich abgeschlossene Insolvenz. Ist diese Information der damaligen Insolvenz aber weiterhin bei der Schufa gespeichert, wird ein Neuanfang für den Betroffenen schwieriger.
    Die Speicherung der Schufa ist insofern sinnvoll, als das von der Restschuldbefreiung nur die Forderungen, die zum Zeitpunkt der Eröffnung des Insolvenzverfahrens bestanden, betroffen sind, nicht jedoch die im Laufe der Wohlverhaltensphase neu hinzugekommenen. Eine Speicherung der ehemaligen Insolvenz kann für Vertragspartner somit von erheblicher Bedeutung sein.

    Ziel der Restschuldbefreiung ist es jedoch den Betroffenen ab dem Zeitpunkt der Restschuldbefreiung, wie ein Mensch ohne vergangene Insolvenz zu behandeln. Die Speicherung relevanter Daten, wie sie bei jedem erfolgt, mag ja durchaus berechtigt sein, aber eine Speicherung der Restschuldbefreiung nur zu dem Zweck auf eine vergangene Insolvenz weitere 3 Jahre aufmerksam zu machen, lässt sich nicht mehr begründen. Das Insolvenzverfahren unterliegt seinen eigenen Fristen, die auch von der Schufa akzeptiert werden sollten.

    Wir empfehlen bei Überschuldung trotz Schufa eine Insolvenz anzumelden

    Trotz der Schufaeintragung empfehlen wir bei Überschuldung die Insolvenz anzumelden. Denn schließlich erfolgt bei Überschuldung der Schufaeintrag früher oder später auch ohne ein Insolvenzverfahren. Das Problem sind schließlich die Schulden. Ohne ein Insolvenzverfahren bleiben die Schulden und damit die Eintragung ein Leben lang. Mithilfe des  Insolvenzverfahren können Sie dagegen Ihre Schulden und auch den Schufaeintrag beseitigen.

    Sie haben eine allgemeine Frage zum Thema “Schufa bremst den Neuanfang”? Wir beantworten sie hier kostenlos!

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