P-Konto: Alles Wissenswerte zum Pfändungsschutzkonto

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  • Alle Infos zum P-Konto

    Girokonto in P-Konto umwandeln und Pfändungsschutz erhalten – so geht’s

    Schuldenfrei in 3, 5 oder 6 Jahren ✓ Pfändungsschutz ✓ Keine Wartezeit ✓ Fachanwalt Insolvenz ✓ Geeignete Person § 305 InsO ✓

    Bild Restschuldbefreiung

Pfändungsschutzkonto: Wozu brauche ich ein P-Konto?

Ein P-Konto (Pfändungsschutzkonto) schützt Sie als Kontoinhaber vor Kontopfändungen. Dadurch soll gewährleistet werden, dass Ihr Existenzminimum und dasjenige Ihrer Angehörigen gesichert ist. Das gilt sowohl für Privatpersonen als auch für Selbstständige.

Wie errichte ich ein P-Konto?

Sie gehen zu Ihrer Bank und beantragen eine Umwandlung Ihres normalen Girokontos in ein Pfändungsschutzkonto. Dabei ist es nicht erforderlich, dass bereits eine Kontopfändung vorliegt. Die Bank ist verpflichtet, Ihr Konto innerhalb von vier Werktagen in ein P-Konto umzuwandeln. Sie darf nach gesetzlichen Regelungen für ein Pfändungsschutzkonto keine höheren Kontoführungsgebühren erheben, als für Ihr bisheriges Girokonto. Sie können nur Einzelkonten, also keine Gemeinschaftskonten umwandeln. Sie sollten auch wissen, dass die Bank die Einrichtung, Löschung sowie den Widerruf eines Pfändungsschutzkontos der SCHUFA meldet.

Tipp: Wenn Sie noch über kein Girokonto verfügen, müssen Sie ein solches erst einmal einrichten. Sollten Sie damit Probleme haben, gehen Sie zu einer Sparkasse in Ihrer Nähe. Die Sparkasse ist gesetzlich verpflichtet Ihnen ein Girokonto einzurichten.

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Wie funktioniert ein P-Konto?

Das Pfändungsschutzkonto garantiert Ihnen einen unpfändbaren Mindestgrundfreibetrag von 1.139,99 Euro monatlich. Dies können Sie der aktuellen Pfändungstabelle auf unserer Seite entnehmen. An dieses Geld kann keiner dran, es ist zur Sicherung Ihres Lebensunterhaltes geschützt. Dieser Grundbetrag erhöht sich automatisch, wenn Sie Unterhaltspflichten gegenüber Ihrem Ehegatten oder Ihren Kindern nachkommen. Beispielsweise liegt die Pfändungsfreigrenze bei einer Unterhaltspflicht bei 1.480,00 €, bei zwei Unterhaltspflichten bei 1.710,00 €. Auch kann der Pfändungsschutzbetrag bei Sozialleistungen für die Bedarfsgemeinschaft angehoben werden. Ferner kann das Kindergeld freigestellt werden, dieses ist auf dem P-Konto ebenfalls geschützt. Um diese Beträge zu sichern, sollten Sie von der Bank eine Bestätigung des Freibetrags anfordern. Dazu müssen Sie Ihrer Bank entsprechende Bescheinigungen vorlegen.

Verbrauchen Sie das pfändungsfreie Guthaben nicht im laufenden Monat, wird das Restguthaben auf den nächsten Monat gutgeschrieben. In diesem nächsten Monat sollten Sie das Guthaben jedoch unbedingt verbrauchen, da es sonst an die Gläubiger überwiesen wird.

Tipp: Heben Sie das jeweilige Guthaben jeden Monat ab, so dass Ihr Konto leer ist. Wenn Sie dies nicht tun und beispielsweise etwas von Ihrem pfändungsfreien Einkommen ansparen, wird es spätestens im übernächsten Monat von der Bank eingezogen!

Woher bekomme ich die notwendigen Bescheinigungen?

Die erforderlichen Bescheinigungen zur Eröffnung eines P-Kontos und Berücksichtigung der Unterhaltspflichten können Ihnen der Arbeitgeber, der Sozialleistungsträger, Familienkassen, Rechtsanwälte, Steuerberater sowie anerkannte Schuldenberatungs- und Insolvenzberatungsstellen ausstellen. Falls Probleme bezüglich der Nachweise seitens der Bank auftreten oder Sie auf die entsprechenden Bescheinigungen lange warten müssen, können Sie sich auch an das Vollstreckungsgericht wenden. Gerne stellen wir Ihnen eine Bescheinigung aus.

Welche Bescheinigungen benötige ich zur Eröffnung eines P-Kontos?

Bild von Heft, Block und Stift

Ein P-Konto (Pfändungsschutzkonto) schützt Sie als Kontoinhaber vor Kontopfändungen.

Sie benötigen von Ihrem Arbeitgeber eine Lohnabrechnung. Haben Sie ein monatlich schwankendes Einkommen, ist jeden Monat eine aktuelle Lohnabrechnung vorzulegen. Erhalten Sie Arbeitslosengeld, brauchen Sie den Ihnen ausgestellten Bewilligungsbescheid. Bekommen Sie zusätzlich Kindergeld, legen Sie der Bank den aktuellen Bescheid oder auch den entsprechenden Kontoauszug vor. Zusätzlich benötigen Sie Ihre Kontoauszüge der letzten sechs Monate, Ihren Personalausweis, einen eventuellen Unterhaltstitel und den Nachweis von Unterhaltszahlungen in Form von Überweisungsbelegen. Zusätzlich brauchen Sie einen Personalausweis Ihrer Kinder. Dieser Nachweis kann auch durch eine Schul- oder Studienbescheinigung oder auch eine Meldebescheinigung geführt werden. Mit Einreichung dieser Unterlagen bekommen Sie den vollen Pfändungsschutz durch das P-Konto.

Wirkt der Pfändungsschutz auch rückwirkend?

Grundsätzlich wirkt der Pfändungsschutz ab Eröffnung des P-Kontos. Wenn jedoch in einem Zeitraum von vier Wochen vor der Eröffnung des Pfändungsschutzkontos eine Kontopfändung erfolgt ist, besteht ein rückwirkender Schutz.

Wie weit geht der Pfändungsschutz?

Die Pfändungsschutzgrenzen können Sie der aktuellen Pfändungstabelle auf unserer Seite entnehmen. Alternativ können Sie auch unseren Pfändungsrechner verwenden. Liegt Ihr Einkommen über dem für Sie geltenden Freibetrag, müssen Sie einen Antrag beim Vollstreckungsgericht stellen, damit Sie den für Sie geltenden Freibetrag auf dem P-Konto komplett ausschöpfen können. Dies gilt auch bei einmaligen Sonderzahlungen wie einer Rentennachzahlung.

Tipp: Je geringer die Geldeingänge auf Ihrem P-Konto, desto mehr können Sie behalten. Daher empfehlen wir Ihnen, wenn Sie Sozialleistungen erhalten, mit dem Träger zu vereinbaren, die Miete direkt an den Vermieter zu überweisen und Ihnen nur den Sozialleistungsbetrag zukommen zu lassen. So erreichen sie automatisch einen niedrigeren Geldeingang.

Was geschieht mit dem P-Konto, wenn das Insolvenzverfahren eröffnet wird?

Das P-Konto bleibt Ihnen trotz Eröffnung des Insolvenzverfahrens erhalten. Der Treuhänder darf es weder freigeben noch darf er von Ihnen getätigte Lastschriften widerrufen.

Alle weiteren Fragen zum P-Konto kann Ihnen unser FAQ zum P-Konto beantworten.

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