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So verhindert das Insolvenzverfahren eine Lohnpfändung

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    Das Insolvenzverfahren schützt Sie vor Lohnpfändung und Zwangsvollstreckung

    Vor einer Insolvenz befinden sich viele Schuldner in einer sehr belastenden Phase – die Gläubiger betreiben die Zwangsvollstreckung. Falls ein Schuldner nicht länger an seine Gläubiger zahlt, hat dies meist zur Folge, dass die Gläubiger Vollstreckungen einleiten. Im Rahmen der Zwangsvollstreckung kommt es dann zur Lohnpfändung. Dies führt oftmals zur Unannehmlichkeiten mit dem Arbeitgeber. Ein Insolvenzverfahren schützt Sie grundsätzlich vor einer Lohnpfändung. Wir helfen Ihnen dabei, Ihren Arbeitslohn bereits vor der Insolvenz zu schützen.

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    Während der Insolvenz ist eine Lohnpfändung unzulässig

    Nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens können Insolvenzgläubiger ihre Forderungen nur gegenüber dem Insolvenzverwalter anmelden. Eine  Zwangsvollstreckungen für einzelne Insolvenzgläubiger ist während der Dauer des Insolvenzverfahrens nicht möglich. Es kann somit keine Lohnpfändung stattfinden.

    Keine Lohnpfändung nach der Wohlverhaltensphase

    Nachdem der Antrag auf Restschuldbefreiung gestellt wurde, darf ein Gläubiger auch nach der Wohlverhaltensphase keine Lohnpfändung für Forderungen betreiben, die von der Restschuldbefreiung umfasst werden.

    So schützen wir Sie bereits vor der Insolvenz vor einer Lohnpfändung

    Noch vor der Einleitung von Privatinsolvenzverfahren gilt eine sog. dreimonatige Rückschlagsperre. Hat ein Gläubiger in den drei Monaten vor Beantragung der Privatinsolvenz die Lohnpfändung betrieben, muss er die gepfändeten Beträge nach Einleitung des Insolvenzverfahrens an den Insolvenzverwalter zurückzahlen. Diese Beträge zählen dann zur Insolvenzmasse.

    Wenn wir für Sie tätig werden, weisen wir Ihre Gläubiger bereits frühzeitig auf diesen Umstand hin. Die Gläubiger sehen dann oftmals von kostspieliger Vollstreckung vor der Insolvenz ab, weil sie das Geld nicht behalten würden, sondern an den Insolvenzverwalter herausgeben müssen.

    Wir benötigen in den meisten Fällen zwischen sechs und acht Wochen um Ihr Insolvenzverfahren in die Wege zu leiten. Die Chance, dass sich Gläubiger kurz vor Ihrem Insolvenzverfahren zu einer Zwangsvollstreckung bzw. zu einer Lohnpfändung entschließen, sinkt so erheblich. Den Gläubigern wird so schnell klar, dass sie sich zukünftig an den Insolvenzverwalter wenden müssen und Ihren Lohn nicht antasten sollten.

    Sie haben eine allgemeine Frage zum Thema „So verhindert das Insolvenzverfahren eine Lohnpfändung“? Wir beantworten sie hier kostenlos!

    2 Kommentare
    1. Avatar
      says:

      Hallo, ich habe eine dringende Frage.
      Ich habe heute mein Bescheid von Gericht bekommen das mein Antrag auf Regelinsolvenz eröffnet wurde. Meine Frage dazu, ich habe eine laufende Lohnpfändung vom Jugendamt wegen Unterhaltsschulden und laufenden Unterhalt bei meinem Arbeitgeber laufen. Das Jugendamt pfändet mir mein Lohn seit ca. 6 Monaten bis auf 850€ runter. Da nun meine Regelinsolvenz eröffnet wurde, ist diese Pfändung noch rechtens? Wie stoppe ich diese oder kann das nur mein Insolverwalter? oder bleibt die Pfändung bestehen?
      Über eine schnelle Antwort würde ich mich sehr freuen, es zerrt doch ganz schön an den Nerven.

      Mit freundlichen Grüßen
      Meyer

      • Dr. V. Ghendler
        says:

        Sehr geehrte/r Herr/Frau Meyer,

        die Kontopfändung wegen „Altschulden“, also den Unterhaltsschulden, die bereits vor der Insolvenz bestanden haben, ist nach Eröffnung der Insolvenz nicht mehr möglich. Hier kann keine Zwangsvollstreckung mehr betrieben werden, dies ist in § 89 ABs. 1 InsO geregelt.
        Laufende Unterhaltsverpflichtungen sind jedoch davon nicht umfasst. Wegen der laufenden Unterhaltsverpflichtung kann auch Arbeitseinkommen gepfändet werden, das eigentlich unterhalb der Pfändungsfreigrenze liegt, da diese Grenze für Pfändungen aufgrund von Unterhaltsschulden nicht gilt.

        Mit freundlichen Grüßen

        Dr. V. Ghendler
        Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

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