Miito-GmbH eröffnet das Insolvenzverfahren

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Miito-GmbH in Insolvenz: Vom Scheitern einer revolutionären Idee und einer erfolgreichen deutschen Kickstarter-Kampagne

Das Berliner Startup-Unternehmen „Miito GmbH“ hat Mitte März 2017 einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens beim zuständigen Amtsgericht eingereicht. Wie „Gründerszene“ berichtet wurde der Berliner Rechtsanwalt Stefan Ludwig zum Insolvenzverwalter bestellt.

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Miito – Revolutionäre Idee des Wasserkochens

Bild von einem leeren weißen Zettel mit Radiergummi und Bleistift

Die revolutionäre Idee der Miito GmbH scheiterte bis in die Insolvenz.

Mit der Miito GmbH verfolgten die beiden Gründer Nils Chudy und Jasmina Grase eine Idee, die das tagtägliche Wasserkochen revolutionieren sollte. Hinter der Idee steckte das neuartige Produkt „Miito“ – ein Induktions-Wasserkocher, mit dem Wasser in beliebigen Gefäßen zum Kochen gebracht werden kann. Das ressourcenschonende Produkt bestehend aus einer Induktionsfläche und einem Induktionsstab sollte den herkömmlichen Wasserkocher in Rente schicken.

Optisch sticht „Miito“ schon allein durch das moderne Design hervor. Die Vorgehensweise schien simpel: Das Gefäß mit der zu erhitzenden Flüssigkeit (z.B. eine Tasse Tee) auf die Induktionsfläche stellen, den Induktionsstab anschließend direkt in dem Gefäß platzieren und die Flüssigkeit sollte ruckzuck erhitzt sein. Einer der vielen Vorteile von „Miito“ sollte darin bestehen, dass die exakt benötigte Flüssigkeitsmenge erhitzt werden könne. Ohne Mindestmengen und Überreste nach dem Wasserkochen hätten Wasser- und Energieeinsparungen erzielt werden können – die Idee eines rundum ressourcenschonenden Produkts. Kalkablagerungen sollten ebenfalls der Vergangenheit angehören.

Vom Studienprojekt zum erfolgreichen Kickstarter-Projekt

Laut „Gründerszene“ entwickelte sich „Miito“ von einem einstigen Studienprojekt zum erfolgreichen Kickstarter-Projekt, das auch international mediale Aufmerksamkeit verzeichnen konnte.

„Kickstarter“ ist eine US-amerikanische Crowdfunding-Plattform. Der relativ junge Begriff des „Crowdfunding“ meint eine Art der Kapitalbeschaffung, bei der eine Masse an Menschen an der Finanzierung einer Geschäftsidee mitwirkt. Etwa über die Homepages von Crowdfunding-Anbietern im Internet. Kickstarter gilt in dem Bereich des Crowdfunding als Vorreiter und gleichzeitig als erfolgreichster Anbieter. Und ebenda platzierte sich auch „Miito“ mit seiner revolutionären Idee zwecks Finanzierung im Frühjahr 2015.

Die offizielle Projektseite von „Miito“ auf „Kickstarter“ zählt mehr als 6.000 Unterstützer, die insgesamt mehr als 800.000 € zur Verwirklichung der Idee beigetragen haben.

Dabei war die Idee und Funktionsweise von Induktion keinesfalls neu. Die Gründer von „Miito“ konnten die Unterstützer eher durch eine in die Welt gerufene Innovation mit einer Glanzleistung an Design überzeugen.

Das Projekt „Miito“ ist gescheitert

Vom Kickstarter-Erfolg getragen hofften viele Unterstützer und potenzielle Kunden auf ein „Miito“-Modell zum angesetzten erstmaligen Liefertermin im April 2016. Nachdem der Erscheinungstermin von „Miito“ mehrmals verschoben wurde, kündigte das Unternehmen zuletzt einen Liefertermin für Mitte 2017 an.

Über zwei Jahre verfolgten die Gründer mit Ihrem Team die Umsetzung und Realisierung des Projekts. Nun ist es gescheitert. Auf ihrer Projektseite treten die Gründer von „Miito“ ihren Unterstützern ehrlich und transparent gegenüber. So heißt es in einer offiziellen Meldung auf der Projektseite seitens der beiden Gründer:

„Unfortunately, there is never a good way to deliver bad news – but out of respect for people who have given us their time, money and input over the last months, we want to be as honest and transparent as possible with you.“

und weiter

„As you have been following the updates during the last two years, the MIITO team has done everything to bring this project to life together with input from our backers and partners. While we knew we were embarking on an extremely difficult path to try and make our first product, it has become clear in the last months that we will not be able to deliver the product we initially planned. We have filed for insolvency and are shutting down the project (more details below).“

Das Projekt „Miito“ ist somit offiziell gescheitert und die „Miito GmbH“ in Insolvenz.

Mitteilung enthält ebenfalls Erklärung zu den Umständen

Die offizielle Mitteilung der Gründer Nils Chudy und Jasmina Grase auf der Projektseite enthält auch eine dreiteilige Aufzählung zu der Lage der „Miito GmbH“.

„Issues that led to this painful decision:

  • Loss of Development & Manufacturing Partner
  • Issues with certification testing
  • Increased timeline & costs“

Die schmerzhafte Entscheidung der Gründer den Insolvenzeröffnungsantrag für die „Miito“ GmbH zu stellen, wurde somit von Verlusten von Entwicklungs- und Herstellungspartnern und Problemen die notwendigen Zertifizierungen für den Prototypen des „Miito“ zu erlangen geleitet. Beides führte im Ergebnis vermutlich zu einer stärker zunehmenden Zeit- und Kostenfrage des Projekts, die es letztlich scheitern ließ. Auf der Projektseite bei „Kickstarter“ führen die Gründer eine detaillierte Erklärung zu den Umständen auf.

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