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Privatinsolvenz auf 3 Jahre verkürzen

Bekannt aus:

Verkürzung der Insolvenz – So berechnen Sie den notwendigen Betrag

Seit der Reform der Insolvenzordnung im Juli 2014 können Sie die Dauer der Privatinsolvenz und die Dauer der Regelinsolvenz von sechs auf drei Jahre oder von sechs auf fünf Jahre verkürzen. Die Grundlage liefert § 300 der Insolvenzordnung (InsO). Hier erfahren Sie, welche Voraussetzungen dafür erfüllt werden müssen.

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Verkürzung der Insolvenz auf 3 Jahre

Für die Verkürzung der Insolvenz auf drei Jahre müssen Sie innerhalb der 3 Jahre 35% Ihrer  Schulden zuzüglich der Verfahrenskosten an die Gläubiger zurückzahlen. Die Rückzahlung kann erfolgen:

  • durch das pfändbare Einkommen
  • durch vorhandenes Vermögen – Sie profitieren beispielsweise von der Verwertung Ihres Autos oder Ihrer Lebensversicherung
  • durch freiwillige Leistungen aus dem unpfändbaren Einkommen
  • durch freiwillige Leistungen Dritter.

Lesen Sie mehr zu den zulässigen Rückzahlungsmöglichkeiten unter: Welche Mittel dürfen Sie zur Verkürzung der Insolvenz auf 3 Jahre aufwenden?

Berechnung des Betrages zur Verkürzung der Insolvenz auf drei Jahre

Die Berechnung von 35 % der Gesamtschulden ist leicht: Sie multiplizieren lediglich die Schuldsumme mit 0,35.

Viel schwieriger gestaltet sich die Berechnung der Kosten des Insolvenzverfahrens. Denn diese Kosten richten sich nach dem Betrag, welchen Sie an die Gläubiger während der Insolvenz zurückzahlen – und somit nicht nach der Schuldsumme! Dadurch können sie erheblich variieren.

Um Ihnen diese Berechnung zu vereinfachen, haben wir für Sie einen 3-Jahres-Insolvenzrechner erstellt. Hiermit können Sie den in Ihrem Fall notwendigen Betrag selbst berechnen.

3-Jahres Insolvenz Rechner

Bitte geben Sie Ihre geschätzte Schuldensumme ein.

Diesen Betrag benötigen Sie zur Verkürzung der Insolvenz auf 3 Jahre.

Bitte beachten Sie, dass es sich dabei um einen Schätzwert handelt.

Verkürzung der Insolvenz auf 5 Jahre

Bild von einem Blatt, Händen und Laptop

Für die Verkürzung der Insolvenz auf drei Jahre müssen Sie innerhalb der 3 Jahre 35% Ihrer Schulden zuzüglich der Verfahrenskosten an die Gläubiger zurückzahlen.

Für die Verkürzung der Insolvenz auf fünf Jahre reicht aus, die Verfahrenskosten zu begleichen.

Da diese vorrangig aus Ihrem pfändbaren Einkommen und Vermögen bedient werden, lässt sich für nahezu jedes Insolvenzverfahren Folgendes sagen: Haben Sie pfändbares Einkommen, wird Ihre Insolvenz bereits nach 5 Jahren beendet.

Sollten Sie kein pfändbares Einkommen haben, betragen die Kosten des Insolvenzverfahrens durchschnittlich etwa 1500 EUR.

Insolvenz in 6 Jahren

Sollten Sie keine Verfahrenskosten tragen können, beträgt die Dauer der Insolvenz 6 Jahre. So verhält es sich regelmäßig, wenn Sie kein pfändbares Einkommen erzielen – beispielsweise bei ALGII Bezug (Hartz IV). Durch eine einmalige Zahlung, die etwa von Verwandten übernommen wird, können Sie die Dauer der Insolvenz auf fünf Jahre verkürzen, wenn Sie die Verfahrenskosten bezahlen.

5-Jahres Insolvenz Rechner

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Dr. V. Ghendler ist Fachanwalt für Insolvenzrecht und mit seinem bundesweit tätigen Team auf die Entschuldung von Privatpersonen und Unternehmern spezialisiert.

Sie haben eine allgemeine Frage zum Thema „Verkürzung des Insolvenzverfahrens“? Wir beantworten sie hier kostenlos!

12 Kommentare
  1. Avatar
    says:

    Guten Tag!
    wenn ich eine Schuldensumme von 120.000 € habe und mein pfändbarer Anteil meines Einkommens bei ca. 1.000 € liegt, dann hätte ich nach 3 Jahren 36.000 € abgetragen. Bei Ihrem Rechner kommt ein ca. Betrag von 60.000 € heraus, um eine Insolvenz auf 3 Jahre zu verkürzen. Das bedeutet, dass ich einen Einmalbetrag von 24.000 € aufbringen müsste. Zu welchem Zeitpunkt müsste dieser Betrag zur Verfügung stehen? Kann ich diesen Betrag z. B. kurz vor Ende der 3 Jahre zahlen und wäre dann durch? Oder muss ich dann in der Wohlverhaltensphase, also im 4. Jahr auch noch mtl. 1.000 € zahlen?

    Vielen Dank für Ihre Hilfe!
    Dennis

    • Andre Kraus
      says:

      Sehr geehrter Fragesteller,

      Ihre Frage zielt auf eine Restschuldbefreiung gemäß §§ 304, 300 Abs. 1 S. 2 Nr. 3 InsO ab. Dazu haben Sie einen Antrag auf Restschuldbefreiung beim Insolvenzgericht zu stellen, die Kosten für das Insolvenzverfahren zu zahlen und innerhalb der ersten drei Jahre 35 Prozent der Insolvenzforderungen zu bedienen. Es kommt also entscheidend darauf an, dass vor Ablauf der ersten drei Jahre die berechnete Summe an den Insolvenzverwalter/Treuhänder geflossen ist. Liegen die genannten Voraussetzungen vor, brauchen Sie ab dem vierten Jahr keine Abführungen mehr zu leisten. Bei weiteren Fragen steht Ihnen unsere kostenlose Erstberatung am Telefon (0221 67770055) werktäglich zur Verfügung.

      Mit freundlichen Grüßen

      A. Kraus
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

  2. Avatar
    says:

    Hallo , ich habe eine prizipielle Frage zur Vergütung des Insolvenzverwalters.
    Was ich hier erlesen habe erhält der IV 40 % der Insolvenzmasse bis 25.000EUR und 25 % bis 50.000 EUR usw.
    Nun zur meiner Frage , wie berechnet sich diese Insolvenzmasse und die Vergütung?

    Mal angenommen,die eigentliche Insolvenz dauerte 10 Monate und es werden Forderungen von 30.000 EUR festgestellt und es wird durch Lohnpfändung z.B. 10 * 800,00 EUR gepfändet und es liegt kein weiteres Vermögen vor . Ist dann die Masse 8000,00 EUR und somit Gebühren von 3200,00 EUR + Auslagen ? Und wie sieht es mit den weiteren Zahlungen während der Wohlverhaltensphase aus ? Geht das auch zu 100% in die Masse und unterliegt das dann somit auch den 40 % ?
    (Der IV könnte dann durch Verschleppung der Insolvenz seine Vergütung erheblich steigern ..)
    Und was mir auch nicht klar ist, wenn Forderungen von 30.000 EUR gemeldet sind , wie legt der IV die Quote laut Schlussrechnung fest , also wie bestimmt er die Einnahmen ? Sind das dann die gepfändeten Einnahmen während des Insolvenzverfahrens ? Ich frage deshalb weil bei mir folgendes vorliegt, als das Insolvenzverfahren eröffnet wurde, hatte ich ein geringes Gehalt, dieses erhöhte sich aber nach einem Jahr in der Wohlverhaltensphase stark. Nun denke ich, dass die Quote ja nicht mehr passen kann und möchte eine RSB nach 3 Jahren beantragen. Mein IV gibt leider auch auf Nachfrage keinerlei Hilfe oder Zahlen bekannt. Ich hoffe ich habe nicht zu verwirrend gefragt und hoffe auf eine paar klärende Worte
    Danke

    • Andre Kraus
      says:

      Sehr geehrter Herr M.,

      die Insolvenzmasse berechnet sich aus dem gesamten Vermögen, das Ihnen zur Zeit der Insolvenzeröffnung gehört und währenddessen erlangen. Die Quote berechnet sich am Ende des Insolvenzverfahrens, indem der Wert der Insolvenzmasse durch die Insolvenzgläubigerforderungen dividiert und dieser Wert mit dem Faktor 100 multipliziert wird. Wie Sie schon richtig vermuten, geht es bei der Quotenberechnung auch um das dem Insolvenzverwalter zugeflossene Vermögen. Eine Restschuldbefreiung können Sie auch schon nach drei Jahren erreichen, wenn Sie dies beim für Sie zuständigen Insolvenzgericht beantragen, die Verfahrenskosten gezahlt und mindestens 35 Prozent der Insolvenzgläubigerforderungen befriedigt haben (§ 300 Abs. 1 S. 2 Nr. 3 InsO). Falls Sie keine weiteren Auskünfte durch Ihren Insolvenzverwalter erhalten, können Sie sich auch an den Rechtspfleger am für Sie zuständigen Insolvenzgericht wenden.

      Mit freundlichen Grüßen

      A. Kraus
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

  3. Avatar
    says:

    Sehr geehrtes Team der Kanzlei,

    gibt es irgendwelche Formulare oder Beispiele für einen Antrag auf die vorzeitige Restschuldbefreiung nach 3 Jahren? Ich habe leider auch auf Ihrer sehr informativen Seite nichts gefunden.
    Vielen Dank im Voraus.

    Mit freundlichen Grüßen

    Anne

    • Andre Kraus
      says:

      Sehr geehrte Fragestellerin,

      Sie haben Recht, eine Musterformulierung gibt es auf unserer Seite nicht. Wir werden dies beizeiten ergänzen.
      Wichtig ist die „Glaubhaftmachung“, dass die Voraussetzungen erfüllt sind, also in der Regel den Unterlagen des Insolvenzverwalters, die in der Anlage beizufügen sind. Also die Höhe der Gesamtforderung und die Höhe der Summe, die dem Insolvenzverwalter/Treuhänder zugeflossen ist, wovon die Kosten abzuziehen sind.

      Mit freundlichen Grüßen

      A. Kraus
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

  4. Avatar
    says:

    Hallo,
    Danke das Sie hier Unterstützung geben.

    Meine Frage zur Verkürzung der Insolvenz auf 3 Jahre.
    Im der Insolvenzeröffnungsbilanz steht ein Bilanzwert von ca. 736.000€ gesichert sind zu diesen Datum 388.000€ , laut meiner Kenntnis wurden bis heute 470.000€ vereinnahmt. (incl. Immobilien Veräußerung mit Grundschuldeintragungen)
    der Ablauf der 3 Jahresfrist ist in ca. 6 Wochen, besteht Ihrer Meinung nach die Möglichkeit der Verkürzung?

    Vielen Dank für Ihre Antwort
    Mfg Uwe B

    • Dr. V. Ghendler
      says:

      Sehr geehrter Herr B.,

      da der Insolvenzverwalter ab einer Insolvenzmasse von 50.000 Euro „nur“ noch 7 % der Insolvenzmasse als Vergütung erhält und ab 250.000 Euro nur 3 % könnte es sehr gut sein, dass die 35 % plus Kosten in Ihrem Fall bereits erreicht sind. Sie sollten den Insolvenzverwalter um eine Aufstellung bitten.
      Bei Beträgen, die nicht von der Abtretungserklärung umfasst sind, ist gemäß § 300 Abs. 2 InsO noch notwendig, dass man dem Antrag auf Verkürzung noch eine Erklärung beilegt, woher die Gelder stammen.

      Mit freundlichen Grüßen

      Dr. V. Ghendler
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

  5. Avatar
    says:

    Guten Tag,
    wenn meine Schuldensumme um die 190.000 Euro beträgt, die Insolvenz ab dem 11.12.2017 in Kraft getreten ist, ein Haus im wert von 45.100 Euro versteigert wurde, 47.000 Euro Schulden durch den Kauf den Elternhauses (Restschulden) und 26.000 Euro Erbanteil gezahlt worden sind, muss man dann einen Antrag auf die verkürzung auf 3 Jahre szellen oder passiert das automatich? In der Schufa steht nämlich das die Insolvenz bis zum 11.12.2020 geht… ich verstehe das nicht so richtig.

    Vielen Dank für Ihre Hilfe.

    Mit freundlichem Gruß,
    Bianca Fiedler

    • Dr. V. Ghendler
      says:

      Sehr geehrte Frau Fiedler,

      bei dem Schufa-Eintrag handelt es sich vermutlich um den Eintrag über die Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Dieser wird nur drei Jahre gespeichert. Allerdings kommen im Anschluss neue Einträge hinzu, nämlich über die Aufhebung des Insolvenzverfahrens (Beginn der Wohlverhaltensperiode) sowie die Ankündigung der Restschuldbefreiung. Somit besteht mindestens ein Eintrag während der gesamten Laufzeit des Insolvenzverfahrens und darüber hinaus.
      Die Verkürzung auf drei Jahre passiert nicht automatisch, sondern nur auf Antrag.

      Mit freundlichen Grüßen

      Dr. V. Ghendler
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht.

  6. Avatar
    says:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    Ich finde Ihre Seite eigentlich richtig gut nur muss Ihnen leider mitteilen dass sie in meinem Fall absolut nicht hilfreich war.
    Bei meiner Schuldensumme von 32290 €habe ich wirklich versucht innerhalb von drei Jahren 35% meiner Schuldensumme und die verfahrenskosten zusammenzubekommen. Ich bin neben meinem Hauptberuf jedes Wochenende Taxi gefahren um meine Schulden zu abzuarbeiten. Ich habe jetzt 13103 € erwirtschaft. Nach ihrem insolvenzrechner sind 35% der Schuldensumme 11301,50 . Des weiteren habe ich eine Vorauszahlung ans Gericht von 2000 € für die verfahrenskosten bezahlt. Durch die Bereitschaft meiner Mutter die eventuell aunfallende verfahrenskosten zu tragen schien das Ziel der verkürzten Restschuldbefreiung in greifbarer Nähe .Mein insolvenzverfahren würde am 10.11 2019 nach 3 Jahren beendet werden können, somit habe ich mein Insolvenzverwalter gebeten mir die verfahrenskosten zu nennen um das Verfahren abschließen zu können. Nach grober Hochrechnung muss ich noch 14400 € verfahrenskosten bezahlen. Eine Erklärung oder Rechenformel dafür habe ich vom Insolvenzverwalter auch auf mehrfache Nachfrage nicht bekommen. Nur eine Tabelle in der aus der hervorgeht dass ich 36% meiner Schuldensumme aufgebracht habe und 14441 Euro verfahrenskosten + Gerichtskosten noch zu tragen habe. Auf Nachfrage beim zustehende Insolvenzgericht teilte man mir mit dass das Gericht leider auch noch gar keine Erfahrung damit hat weil ich der erste wäre der die 35% schaffen würde. Korios ist bei meiner ersten Anfrage im Mai diesen Jahres beliefen sich die verfahrenskosten noch auf 3800 €.
    Somit kann ich nur jedem empfehlen der versucht eine verkürzte restschuldbefreiung zu erreichen diesen versuch erst gar nicht zu starten. Die verfahrenskosten kann einem keiner voraussagen und reißen ein aus jeder Hoffnung und Anstrengung.
    Mit freundlichen Grüßen Andre Kuhlo.

    • Dr. V. Ghendler
      says:

      Sehr geehrter Fragesteller,

      grundsätzlich handelt es sich bei der Angabe der Verfahrenskosten nicht um eine ganz genaue Berechnung, da diese je nach Einzelfall unterschiedlich ausfallen.
      Das Problem ist auch, dass der Insolvenzverwalter im noch laufenden Verfahren, also vor Beginn der Wohlverhaltensperiode, eine deutlich höhere Vergütung erhält, als der Treuhänder nach Eröffnung der Wohlverhaltensperiode. Der Insolvenzverwalter erhält regelmäßig 40 % der Insolvenzmasse, der Treuhänder dagegen „nur“ 5 %. Somit ist es sogar denkbar, dass ein Insolvenzverwalter das Verfahren möglichst lange offen hält, um eine höhere Vergütung zu erhalten.
      Aufgrund dieser Problematik ist tatsächlich ein Vergleich im Insolvenzverfahren häufig die bessere Variante als die Verkürzung auf drei Jahre.

      Mit freundlichen Grüßen

      Dr. V. Ghendler
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

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