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Weihnachtsgeld-Pfändungsrechner

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    Wie viel verbleibt vom Weihnachtsgeld bei Kontopfändung oder Privatinsolvenz?

    Viele Arbeitnehmer können sich zur Weihnachtszeit freuen: Sie erhalten von ihrem Chef ein Weihnachtsgeld, also einen Bonus zum eigentlichen Gehalt. Die Weihnachtszeit ist zwar eine besinnliche, aber auch eine teure Zeit: Weihnachtsgeschenke für Familie und Freunde sowie festliche Lebensmittel können leicht das normale Budget sprengen. Da kommt das Weihnachtsgeld gerade recht. Doch für Menschen in Schulden kann die Freude von kurzer Dauer sein, wenn das Weihnachtsgeld aufgrund einer Kontopfändung sofort wieder abgebucht wird. Doch es gibt eine gute Nachricht: Wer sein Konto als P-Konto führt, kann von seinem Weihnachtsgeld auch bei Pfändung oder Privatinsolvenz bis zu 500 Euro behalten.

    Weihnachtsgeld Pfändungsrechner

    Berechnen Sie im Handumdrehen den unpfändbaren Teil Ihres Weihnachtsgeldes.

    Diesen Betrag können Sie behalten

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    Andre Kraus ist Fachanwalt für Insolvenzrecht und Gründer der KRAUS GHENDLER RUVINSKIJ Anwaltskanzlei. Seit 2012 ist er auf die Entschuldung und Beratung von Personen mit finanziellen Schwierigkeiten spezialisiert.

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    Pfändbarkeit von Weihnachtsgeld

    Weihnachtsgeld (auch Weihnachtsgratifikation oder 13. Monatsgehalt genannt) ist bis zu einem bestimmten Betrag unpfändbar. Die Pfändbarkeit von Weihnachtsgeld ist in § 850a Nr.4 ZPO geregelt. Nach dieser Regelung kommt es für die Berechnung der Pfändbarkeit des Weihnachtsgeldes auf zwei Werte an:

    • Höhe des Bruttolohns
    • Höhe des Weihnachtsgeldes

    Grundsätzlich dürfen Sie bis zu 500 Euro vom Weihnachtsgeld behalten. Der darüber liegende Betrag ist unabhängig vom Arbeitseinkommen und von der Höhe des Weihnachtsgeldes pfändbar.

    Wenn Ihr Brutto-Arbeitseinkommen unter 1000,00 Euro liegt, verbleibt Ihnen nach § 850a Nr.4 ZPO ein Weihnachtsgeld in Höhe der Hälfte des Bruttoeinkommens.

    Beispiel: Ihr Brutto-Arbeitseinkommen beträgt 800,00 Euro und Sie sollen 500,00 Euro Weihnachtsgeld erhalten. Da die Hälfte des Bruttoeinkommens 400,00 Euro beträgt, verbleiben Ihnen 400,00 Euro des Weihnachtsgeldes. 100,00 Euro sind in diesem Beispiel pfändbar. Die 100 Euro erhöhen dann entsprechend ihr Einkommen. Gemäß der Pfändungstabelle ist jedoch auch ihr Einkommen zu einem gewissen Anteil unpfändbar. Dieser unpfändbare Anteil des Einkommens hängt wiederum von zwei Faktoren ab:

    • Ihrem gesamten monatlichen Nettoeinkommen und
    • Ihren Unterhaltspflichten.

    Mit unserem Weihnachtsgeld-Pfändungsrechner können Sie einfach und schnell ausrechnen, wie viel von Ihrem Weihnachtsgeld Ihnen verbleibt. Unser Rechner kombiniert dabei die Pfändungstabelle mit der Rechtslage zum Weihnachtsgeld. Sie können also ganz genau ermitteln, um wie viel das Weihnachtsgeld Ihr Nettoeinkommen im November, Dezember oder Januar erhöht und wieviel Ihnen nach einer Pfändung verbleibt.

    Pfändbarer Teil erhöht das Arbeitseinkommen

    Bei der Berechnung des pfändbaren Teils darf jedoch ein für Schuldnerinnen und Schuldner ebenfalls relevanter Teil nicht vergessen werden: Was passiert mit dem pfändbaren Teil des Weihnachtsgeldes?

    Der pfändbare Teil des Weihnachtsgeldes wird zum Arbeitseinkommen hinzugerechnet. Das führt in der Regel dazu, dass auch von diesem Betrag ein zusätzlicher Teil dem Schuldner bzw. der Schuldnerin verbleibt. Denn von jedem zusätzlich verdienten Euro dürfen Sie gemäß der Pfändungstabelle rund 30 Cent behalten Der pfändbare Teil des Weihnachtsgeldes wird also mittelbar dennoch anteilig ausgezahlt. Wie sich das für Sie auswirkt, können Sie mit dem allgemeinen Pfändungsrechner ermitteln.

    Rechtliche Voraussetzungen für die Anerkennung als Weihnachtsgeld

    Weihnachten kann ziemlich teuer sein. Deswegen ist ein bestimmter Betrag des Weihnachtsgeldes unpfändbar.

    Nicht jede Zahlung wird als Weihnachtsgeld anerkannt. Nur Zahlungen, die der Definition von Weihnachtsgeld entsprechen, sind teilweise pfändungsfrei. Zunächst ist Voraussetzung, dass die Zahlung in zeitlichem Zusammenhang zu Weihnachten steht. Die Rechtsprechung erkennt dafür grob den Zeitraum vom 15.11. bis 15.01. eines Jahres an. Aber auch eine Zahlung innerhalb dieses Zeitraums kann unter Umständen nicht als Weihnachtsgeld anerkannt werden. Dies ist bei Sonderzahlungen der Fall, die nur zufälligerweise in der Weihnachtszeit ausgezahlt werden, aber ihren Anlass zu einer ganz anderen Zeit haben, beispielsweise ein Bonus für gute Verkaufszahlen im Sommer. Achten Sie also darauf, dass Ihr Chef das Weihnachtsgeld nicht zu früh oder zu spät auszahlt und es deutlich kenntlich macht.

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    32 Kommentare
    1. Avatar
      says:

      guten tag brauche Information bitte
      über Pendler pauschale ob es pfändbar ist und ob auch ein Gutschrift vom Jahresausgleich pfändbar ist
      Mit freundlichen Grüßen
      Eren

      • Andre Kraus
        says:

        Sehr geehrter Fragesteller,

        wenn Sie vom Arbeitgeber eine Erstattung für Fahrtkosten erhalten, so ist diese unpfändbar.
        Wenn es um die Pendlerpauschale geht und Sie diese im Rahmen von Werbungskosten auf der Steuererklärung geltend gemacht haben, so ist diese Rückzahlung ebenso wie die Rückzahlung von Lohnsteuer pfändbar, wenn es aufs P-Konto ausgezahlt wird.
        Unter Umständen ist eine Erhöhung des Pfändungsfreibetrags aufgrund der Fahrtkosten möglich, allerdings in der Regel nicht rückwirkend.

        Mit freundlichen Grüßen

        A. Kraus
        Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

    2. Avatar
      says:

      Hallo! Erstmal vielen Dank für die schnelle Antwort (ein Kommentar/Frage war schon von mir).
      Ich beschreibe mein Problem hier nochmal etwas ausführlicher ,da ich nicht weiß wie ich vorgehen soll. Also, ich habe diesen Monat 01/20 mein Weihnachtsgeld bekommen , glaube aber das dieses auf meiner Abrechnung falsch abgerechnet wurde .
      Mein Bruttogehalt 1950€
      Sonderzahlungen brutto 750€
      Gesamtbrutto 2700€
      (Steuerklasse 1 , keine Kinder )
      Gesetzliches Netto insgesamt 1793,41€
      Davon wurden allerdings 427,99€ an den Insolvenzverwalter per Lohnpfändung überwiesen, damit bleiben mir 1365,42€ netto . Ich bin davon ausgegangen das mir 500€ bleiben müssten , können Sie mir sagen ob ich Chancen habe das fehlende Geld zurückzubekommen und ob ich mit meiner Annahme richtig liege ?
      Vielen Dank

    3. Avatar
      says:

      Hallo ! Ich habe diesen Monat mein Weihnachtsgeld ausgezahlt bekommen , betitelt als ,,sonstige Prämie Vorjahre ‚‘‘
      Mein Bruttogehalt liegt bei 1950€, Weihnachtsgeld 750€. Insgesamt wurden somit durch meinen Arbeitgeber 427,99€ an meine insolvenzverwalterin überwiesen . Das kommt mir sehr viel vor . Weil das der Pfändungsbetrag laut pfändungstabelle vom kompletten Nettobetrag ist die Gene Berücksichtigung der Sonderzahlung!können sie mir sagen ob das richtig ist ?!

      • Andre Kraus
        says:

        Sehr geehrte Fragestellerin,

        ohne Ihre Steuerklasse zu kennen kann ich zwar keine Aussage zum Nettogehalt treffen, doch das Weihnachtsgeld dürfte Unterhalb von 500 Euro netto liegen und somit komplett bei Ihnen verbleiben.
        Sie können selbst Ihre Gehaltsabrechnung überprüfen oder sich an die Lohnbuchhaltung wenden um die Berechnung einsehen zu können.

        Mit freundlichen Grüßen

        A. Kraus
        Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

    4. Avatar
      says:

      Hallo
      Und zwar habe ich folgendes Problem und zwar. Hatir mein Arbeitgeber zu meinem Gehalt 588€ gezahlt (115 Jahressonderzahlung). Sollte Weihnachtsgeld sein. Oder muss diese Bezüglich auf der Lohnabrechnung stehen.
      Da ich in der Privatinsolvenz bin wurde es Gepfändet ist dies Korrekt.

      • Dr. V. Ghendler
        says:

        Sehr geehrter Fragesteller,

        in diesem Fall unterscheidet der Gesetzgeber zwischen Weihnachtsgeld und sonstigen Jahressonderzahlungen. Sie könnten den Insolvenzverwalter noch einmal genau darauf hinweisen, dass es sich um Weihnachtsgeld gehandelt hat. Eine Sonderzahlung ist nur dann (und nur bis zur Höhe von 500 € bzw. der Hälfte des Einkommens) unpfändbar, wenn sie tatsächlich im Zusammenhang mit Weihnachten geleistet wird. Es muss aber nicht unbedingt sein, dass im Betreff der Überweisung auch Weihnachtsgeld steht.

        Mit freundlichen Grüßen

        Dr. V. Ghendler
        Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

    5. Avatar
      says:

      Guten Tag Herr Dr. V. Ghendler,
      leider bin ich mir nicht sicher ob die Rechnung meines Insolvenzberater richtig ist. Letztes Jahr musste ich bei Netto 3577,86 € 310,21 € abführen und dieses Jahr soll es bei Netto 4144,31 € sogar 691,31 € sein.

      Mein Grundgehalt ist 3646,21 € Brutto
      Meine Zuwendung 2846,21 € Brutto

      Steuerklasse 3 mit 2 Kindern auf der Karte.

      Hier ist die Mail in der ich auf die Diskrepanz hingewiesen habe um zu sehen wie ich es letztes und auch dieses Jahr gerechnet habe.
      „Guten Morgen,
      ich sehe gerade eine Diskrepanz in Ihrer und meiner Rechnung. Berichten Sie mich bitte wenn ich falsch liege. Bei meiner Abrechnung von Summe Nettobezüge 4144,31 € habe ich 500,00 € Freibetrag abgezogen. Dann liege ich bei 3633,31 €. Wenn oberhalb von 3613,08 € alles pfändbar ist führe ich 31,23 € voll ab. Dann sind wir bei der Obergrenze von 3613,08 € bei 3 unterhaltspflichtigen Personen. Daraus ergibt sich dann 448,08 € + die 31,23 € die oberhalb der Grenze liegen.
      Somit müsste ich bei meiner Rechnung 479,31 € abführen. Da ich den Dauerauftrag von 139,08 € weiterlaufen lasse kommt eine Einzelüberweisung von 340,23 € in Frage.

      Bitte um Antwort.“

      Können sie mir da bitte helfen? Ich sehe im Vergleich zu letzten Jahr eine enorme Steigerung und frage mich ob das so richtig ist.

      Mit freundlichen Grüßen

      JT

      • Andre Kraus
        says:

        Sehr geehrter Fragesteller,

        es kommt durchaus häufiger vor, als man vielleicht denkt, dass der Insolvenzverwalter die abzuführenden Beträge nicht ganz korrekt berechnet. Allerdings haben Sie mit Ihrer E-Mail bereits den wichtigsten Schritt getan.
        Grundsätzlich kann sich das pfändbare Nettoeinkommen vom Nettogehalt auf der Gehaltsabrechnung unterscheiden. Die richtige Berechnung des pfändbaren Einkommens bei einer Lohnpfändung füllt ganze Fachbücher. Grundsätzlich ist die sogenannte Nettomethode anzuwenden. Die Hinzurechnung des Weihnachtsgeldes verkompliziert die Berechnung noch ein Wenig.
        Daher kann ich eine genaue Berechnung für diesen Einzelfall in diesem Rahmen nicht vornehmen.

        Mit freundlichen Grüßen

        Andre Kraus
        Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

    6. Avatar
      says:

      Hallo
      Ich hoffe jemand kann mir weiterhelfen

      Ich bekomme 2.634 € Brutto davon sind 878 € Weihnachtsgeld

      Steuerklasse 1 ,Keine Kinder ..Keine Kirchensteuer
      Alter 48 aus NRW.

      Was würde ich denn jetzt eigentlich bei Lohnpfändung Netto ausgezahlt bekommen.

      Ich blicke einfach bei diesen ganzen Pfändungsrechner nicht wirklich durch.

      Vielen Dank schon mal für Ihre Hilfe.

      • Dr. V. Ghendler
        says:

        Guten Tag und vielen Dank für Ihre Frage. Es stimmt, dass es tatsächlich keine ganz unkomplizierte Berechnung ist. Es wäre hilfreich, den Nettobetrag des Weihnachtsgeldes zu kennen. Eine Berechnung davon ist mir in diesem Rahmen leider nicht möglich. Anhand Ihrer Angaben würde ich aber davon ausgehen, dass nur 500 Euro netto vom Weihnachtsgeld „übrigbleiben“.
        Anhand Ihrer Angaben beträgt Ihr Bruttolohn ca. 1756 Euro, das wären ca. 1268 Euro netto. Pfändbarer Betrag hiervon sind 56,99 Euro. Hinzu kommen dann die 500 Euro Weihnachtsgeld. Anhand dieser groben Berechnung würde ich also von einer Netto-Auszahlung von ca. 1700 Euro ausgehen.

        Mit freundlichen Grüßen

        Dr. V. Ghendler
        Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

    7. Avatar
      says:

      Sehr geehrte Damen und Herren,
      Ich bin alleinerziehende Mutter ,zweier Kinder 8 und 10 Jahre.
      Ich besitze ein P-Konto mit einem Fändungsfreibetrag von ca.2035 Euro.

      Eingehende Gelder:1598 Euro Lohn
      444€ Kindergeld,740 Euro Kindesunterhalt und 250 Euro Einstiegsgeld.Ich liege als deutlich über meinem Pfändungsfreibetrag.Gibt es eine Möglichkeit,wenigstens den Kindesunterhalt zu schützen oder den Freibetrag erhöhen zu lassen?

      • Dr. V. Ghendler
        says:

        Sehr geehrte Frau Schröder,

        die von Ihnen genannten Beträge sind, abgesehen vom Einstiegsgeld, grundsätzlich vor Pfändungen geschützt.
        Wenden Sie sich einfach an mein Sekretariat unter info@anwalt-kg.de und fragen Sie nach einer P-Konto-Bescheinigung zur Erhöhung des geschützten Betrags auf einem P-Konto.

        Mit freundlichen Grüßen

        Dr. V. Ghendler
        Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

    8. Avatar
      says:

      Sehr geehrter Herr Franke,

      ich befinde mich in Elternzeit und bekomme 1800Euro + 204 Euro Kindergeld. Mein P-Schutzkonto ist über 2064 Euro eingerichtet.

      Ich bekomme jetzt Ende im November ca. 600 Euro Weihnachtsgeld .

      Wieviel Weihnachtsgeld steht mir zu?

      Mit freundlichen Grüßen

      • Dr. V. Ghendler
        says:

        Sehr geehrte Fragestellerin,

        Ihnen stehen vom Weihnachtsgeld anhand Ihrer Angaben 500 Euro zu, die restlichen 100 Euro erhöhen Ihr pfändbares Einkommen, hiervon dürfen Sie vermutlich ebenfalls rund 30 Euro behalten, je nach Anzahl der Unterhaltspflichten sogar mehr.
        Nach Eingang des Geldes sollten Sie beim zuständigen Gericht einen Antrag auf Freigabe der unpfändbaren Beträge stellen.

        Mit freundlichen Grüßen

        Dr. V. Ghendler
        Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

    9. Avatar
      says:

      Hallo. Wie kann ich denn Schmerzensgeld einfordern? Ein knappes Jahr später geht es auch noch?
      Wie kann ich eine falsche Berechnung dieses Jahr verhindern?

    10. Avatar
      says:

      Hallo. Habe ein Bruttoverdienst von 2800€ und Weihnachtsgeld von ca.1000€.
      Meine Firma hat letzten November über 710€ gepfändet. Lt. Schuldnerberatung ist dies zuviel gewesen, da mir 500€ Netto zustehen vom WG.
      Wie kann ich diese Falschnerechnung für dieses Jahr verhindern? Mein AG sieht sich im Recht, da „das System es alleine ausrechnet“.

      • Dr. V. Ghendler
        says:

        Sehr geehrte Frau Willmann,

        Ihnen stehen laut Ihrer Angaben in der Tat 500 Euro netto zu. Der darüber hinausgehende Betrag ist dem Monatseinkommen hinzuzurechnen, hiervon verbleibt Ihnen also auch ein gewisser Betrag.
        Wenn der Arbeitgeber zu viele Beträge vom Einkommen abführt, muss er Ihnen den Differenzbetrag als Schadensersatz zahlen.

        Mit freundlichen Grüßen

        Dr. V. Ghendler
        Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

    11. Avatar
      says:

      Hallo. Ich befinde mich in der Wohlverhaltensphase. Ich verdiene 1.510,00 netto. Durch meine Kinder ist mein monatlicher Freibetrag 1.906,00 €. Im Dezember würde mein Arbeitgeber 600,00 Euro Weihnachtsgeld brutto zahlen. Geht das oder muss ich das beantragen beim Gericht? Vielen Dank.

      • Dr. V. Ghendler
        says:

        Sehr geehrter Herr Ro,

        vielen Dank für Ihre Frage. Das P-Konto berücksichtigt das Weihnachtsgeld nicht automatisch, sondern nur auf Antrag. Somit ist beim zuständigen Gericht ein Antrag auf Festsetzung eines weiteren Betrags gemäß §850k Abs.4 ZPO zu stellen.

        Mit freundlichen Grüßen

        Dr. V. Ghendler
        Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

    12. Avatar
      says:

      Sehr geehrter herr Franke,

      auch ich bin in der Privatinsolvenz. Muss ich die Freigabe des Weihnachtsgeldes bei meinem Insolvenzverwalter beantragen oder muss ich Persönlich zum Amtsgericht?

      Mit freundlichen Grüßen
      S.Jung

      • Dr. V. Ghendler
        says:

        Sehr geehrter Herr Jung,

        auch das Weihnachtsgeld muss vom Amtsgericht gemäß § 850 k ZPO freigegeben werden. Ein entsprechender Antrag kann auch per Post zum Amtsgericht gesendet werden.

        Mit freundlichen Grüßen

        Dr. V. Ghendler
        Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

    13. Avatar
      says:

      Hallo,ich habe da mal eine Frage.
      Ich bin seid Juni 2017 in der Privatinsolvenz. Und nun bin ich seid 4.01.2019 in der Wohlverhaltensphase .. nun habe ich 2 Fragen!
      Ist es richtig,das mir die Sonderzahlungen Spät und Nachtzuschläge zur Hälte mit angerechnet werden?
      Und mein Brutto Urlaubsgeld von 300€ das wir einmal im Jahr bekommen!?
      Mfg Leidisch

      • Dr. V. Ghendler
        says:

        Sehr geehrter Fragesteller,

        Zuschläge für Nachtarbeit sowie Arbeit an Sonn- und Feiertagen sind unpfändbar. Als Nachtarbeit gilt dabei die Arbeit zwischen 23 Uhr und 6 Uhr morgens.
        Pfändbar sind allerdings Zuschläge für Schicht- oder Samstagsarbeit, darunter könnte ggf. die von Ihnen genannte Spätzulage fallen.
        Das von Ihnen genannte Urlaubsgeld in Höhe von 300 Euro ist unpfändbar. Urlaubsgeld ist unpfändbar, solange es sich im üblichen Rahmen bewegt, also kein Verdacht besteht, dass man durch das Urlaubsgeld eine Pfändung des Gehalts umgehen möchte.

        Mit freundlichen Grüßen

        Dr. V. Ghendler
        Rechtsanwalt

    14. Avatar
      says:

      Sehr geehrter Herr Kraus,

      im Falle einer Privatinsolvenz sind Sonderzahlungen ja teilweise von der Pfändung befreit. Wie ist es denn bei einem Bonus, der an persönlichen Erfolg sowie an Unternehmenserfolg geknüpft ist? Hierzu konnte ich nichts eindeutiges finden, Boni sind immer nicht mit aufgelistet. Bin sehr dankbar für einen Hinweis. Mit freundlichen Grüßen, Agneta Melzer

      • Dr. V. Ghendler
        says:

        Sehr geehrte Frau Melzer,

        Sonderzahlungen wie Boni erhöhen das Arbeitseinkommen. Unpfändbar sind etwa Weihnachtsgeld (zur Hälfte), Urlaubsgeld oder Zuschläge für erschwerte Arbeitsbedingungen. Insofern sind Bonuszahlungen pfändbares Einkommen. Von jedem Euro darf man aber 30 Cent behalten, wenn der Grundfreibetrag überschritten ist.

        Mit freundlichen Grüßen
        Dr. V. Ghendler
        Rechtsanwalt

    15. Avatar
      says:

      Sehr geehrter Herr Kraus,

      Bei mir wurde das Weihnachtsgeld auf das Brutto angerechnet, und vom Nettowert aus der Pfändungstabelle abgelesen, und der Pfändungsbetrag komplett einbehalten, obwohl es unter 500 Euro netto lag. Warum hat er das gemacht? Ich bin dort mit dem Paragraphen 850a Nr. 4 ZPO nicht mit durch gekommen.
      Mit freundlichen Grüßen
      Michaela Weiß

      • Dr. V. Ghendler
        says:

        Sehr geehrte Frau Weiß,

        die unpfändbaren Beträge des Weihnachtsgeldes sind nur dann vor der Pfändung geschützt, wenn dies vorher beim Insolvenzgericht beantragt wurde. Die Verbraucherzentrale stellt hierfür einen Musterbrief zur Verfügung:
        https://www.verbraucherzentrale.de/sites/default/files/2017-11/musterbrief-zusaetzliche-freigabe-des-weihnachtsgelds-bei-einem-konto.pdf

        Wir werden diesen Hinweis in unseren Artikel mit aufnehmen.

        Mit freundlichen Grüßen
        Dr. V. Ghendler
        Rechtsanwalt

    16. Avatar
      says:

      Hallo, ich habe ein Problem. Ich möchte im Juli 2019 vorzeitig nach 5Jahren aus der Privatinsolvenz raus. Ich muss ca. 650,-E an das Gericht zahlen und nochmal knapp 200,-€an den Insolvenzverwalter.

      Nun habe ich in meiner Septemberabrechnung 600,- € Brutto deklariertes Weihnachtsgeld erhalten, was aber fälschlicherweise eigentlich erst im Februar als Sonderzahlung sein sollte. Nachdem ich meinen Chef auf das „verkehrte“ Weihnachtsgeld angesprochen habe, war nun auf meiner Abrechnung wieder „Weihnachtsgel“ in Höhe von 2.100,-€ Brutto zu meiner normalen Abrechnung gezahlt worden.

      Was muss ich jetzt tun? Nicht pfändbar sind wie ich lese 500,-€ und der Rest? Wo geht der hin? ist ja viel mehr,als ich eigentlich noch zu zahlen haben. Mit dem Insolvenzverwalter kann ich nicht sprechen, er meint, er wäre nur für meine Gläubiger da. Außerdem wurde ja nun mehr oder weniger 2x Weihnachtsgeld in 2018 und 2019 gezahlt. Mein Chef weiß nix von der Privatinsolvenz, da mein Einkommen (alleinerziehend und einKind) grad unter der Pfädudngsgrenze ist.

      Können Sie mir einen Rat geben?

      Vielen Dank im Voraus
      Beatrice

      • Dr. V. Ghendler
        says:

        Sehr geehrte Fragestellerin,

        damit das Weihnachtsgeld bis zur Höhe von 500 € vor der Pfändung geschützt wird, muss man diesen Schutz rechtzeitig extra beantragen. Das Weihnachtsgeld stand jeweils in zeitlichem und sachlichem Zusammenhang zum Weihnachtsfest 2018, damit ist es belanglos, ob das Geld Ende 2018 oder Anfang 2019 gezahlt wurde.
        Ebenso muss der Antrag auf die vorzeitige Restschuldbefreiung nach 5 Jahren rechtzeitig gestellt werden.
        Wenn die Verfahrenskosten vollständig bezahlt sind, heißt das nicht, dass anschließend nichts mehr gepfändet wird. Die Abtretung des Vermögens läuft weiter, bis die Restschuldbefreiung erteilt wurde, auch wenn der Betrag bereits höher ist, als zur Deckung der Verfahrenskosten erforderlich.

        Mit freundlichen Grüßen
        Dr. V. Ghendler
        Rechtsanwalt

    17. Avatar
      says:

      Sind die 500 Euro Netto oder werden diese vom Brottogehalt berechnet?

      • Andre Kraus
        says:

        Sehr geehrter Herr Franke,

        die 500 Euro, die vom Weihnachtsgeld unpfändbar sind, beziehen sich auf den Nettobetrag.

        Mit freundlichen Grüßen
        A. Kraus
        Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

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