Handeln Sie sofort

Bei einer Vollstreckungsankündigung sollten Sie sofort handeln, da Sie die Zwangsvollstreckung nur unter bestimmten Voraussetzungen abwenden können. Bei einer Vollstreckungsankündigung bleiben Ihnen in der Regel zwei Handlungsoptionen:

  1. Sie haben die Möglichkeit, mit Ihren Gläubigern zu verhandeln und gemeinsame Lösung zu finden. Die Zustimmung der Gläubiger zu einem solchen außergerichtlichen vergleich erreichen Sie am ehesten, wenn Sie Ihren Zahlungswillen deutlich machen und eine Ratenzahlung anbieten. Akzeptieren die Gläubiger ihren Vorschlag, bitten Sie sie, den Vollstreckungbescheid zurückzuziehen. Diese Alternative zur Abwehr der Vollstreckung ist nur möglich, wenn Sie eine Vergleichsgrundlage haben, d.h. über die finanziellen Voraussetzungen verfügen, um den Gläubigern ein Angebot zu machen.
  2. Fehlt Ihnen diese Voraussetzung, können wir Ihnen dennoch helfen, eine Vollstreckung abzuwehren. In diesem Falle stellen Sie mit unserer Hilfe einen Insolvenzantrag. Sobald Sie uns beauftragen, erhalten die Gläubiger von uns eine entsprechende Mitteilung. In der Regel reicht diese allein aus, um die Vollstreckung zu verhindern. Die Gläubiger wissen, dass alle Vollstreckungmaßnahmen, die innerhalb eines Monats vor der Insolvenz durchgeführt werden, von dem Insolvenzverwalter/Treuhänder auf Kosten der Gläubiger rückabgewickelt werden. Die Gläubiger werden daher den Vollstreckungsbescheid zurückziehen, um unnötige Kosten zu vermeiden.

Vollstreckungsschutz bewirken

Darüber hinaus können Sie einen Vollstreckungsschutz bewirken, wenn die Vollstreckung für Sie eine besondere Härte darstellen würde, die nicht mit den guten Sitten vereinbar ist. Hier wird aber auch immer das Schutzbedürfnis des Gläubigers beachtet.

Sind nach Erlass des Vollstreckungsurteils Gründe eingetreten, aus denen Ihnen die Vollstreckung nicht rechtmäßig erscheint, können wir Ihnen z.B. durch eine Vollstreckungsgegenklage helfen.

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4 Antworten zu “Was kann ich gegen die Vollstreckung tun?”

  1. marlene sagt:

    Hallo. Ich habe eine zwangsvollstreckung mit haftbefehl.
    Ich habe vor zwei wochen die forderung bezahlt. Der insolvenzverwalter sagte das die sache sie erledigt hat und der haftbefehl erledigt ist. Jetzt habe ich wieder einen brief vom gerichtsvollzieher erhalte und ich soll zum termin erscheinen und die vermögensauskunft geben. Was nun?ich habe bezahlt! Muss ich zu dem termin und werde ich dann gezwungen die vermögensauskunft abzugeben?oder kann ich es verhindnern.

    • V. Ghendler sagt:

      Sehr geehrte Fragestellerin,
      sobald die Forderung bezahlt ist, entfällt die Grundlage für den Haftbefehl bzw. die Abgabe der Vermögensauskunft. Der Gerichtsvollzieher hat vermutlich die Auskunft vom Insolvenzverwalter noch nicht erhalten, dass die Forderung bezahlt ist. Sie sollten dem Gerichtsvollzieher daher einen Beleg über die geleistete Zahlung zukommen lassen.

      Mit freundlichen Grüßen

      V. Ghendler

  2. Schlößner sagt:

    Einen schönen Tag wir haben folgendes Problem meine Tochter hat Schulden bei der gez gemacht hat leider nicht auf das Mahnschreiben reagiert somit kam jetzt in Brief vom Finanzamt mit einer Zahlungsaufforderung wir haben die Bearbeitern im Finanz Amt angerufen zwecks einer Ratenzahlung wurde aber abgelehnt deshalb meine Frage wie kann uns geholfen werden Mit freundlichen Grüßen Schlößner

    • V. Ghendler sagt:

      Sehr geehrter Fragesteller, da die Forderung des Rundfunkbeitrags berechtigt zu sein scheint, wäre die Zahlung der Forderung natürlich der beste Weg, darauf zu reagieren. Alternativ bliebe ein anwaltliches Vorgehen, beispielsweise im Wege einer Vollstreckungserinnerung. Auch von einer Restschuldbefreiung nach einer Privatinsolvenz wären GEZ Forderungen umfasst.
      Gerne beraten wir Sie zu weitergehenden Maßnahmen.

      Mit freundlichen Grüßen

      RA Dr. V. Ghendler

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