Beginn des Insolvenzverfahrens: Besteht Mindesthöhe der Schulden?

Das Insolvenzverfahren ist für Sie eine gute Wahl, wenn Sie nach Zahlung der Raten Ihrer Verbindlichkeiten weniger Geld zur Verfügung haben, als Ihr unpfändbares Einkommen gemäß der Pfändungstabelle betragen würde und keine oder nur geringe Aussicht besteht, dass sich dieser Zustand in absehbarer Zeit ändern wird. Eine bestimmte Mindesthöhe für die Schulden besteht nicht. Es steht also in Ihrem eigenen Ermessen, ob Sie das Insolvenzverfahren beginnen möchten.

In diesen Fällen ist der Beginn eines Insolvenzverfahrens nicht möglich

Keine Möglichkeit, ein Insolvenzverfahren zu beginnen, besteht lediglich dann, wenn

  • der Schuldner zahlungsunwillig ist, das heißt die Verbindlichkeiten zurückzahlen könnte, aber es lediglich nicht möchte
  • ein vorübergehender oder geringfügiger Liquiditätsengpass besteht, der in absehbarer Zeit beendet sein wird.

Darauf kommt es bei der Entscheidung an

Bei keinem oder nur geringem Einkommen gilt als Richtwert ein Betrag von 2000 €. Ab diesem Betrag wird ein Insolvenzgrund angenommen, wenn erkennbar ist, dass die Person in absehbarer Zeit ihre Schulden nicht tilgen kann. Bei höherem monatlichen Einkommen kommt es neben der Schuldenhöhe auch auf die monatlichen Raten an, die die Person zu zahlen hat. Zudem kommt es darauf an, ob Unterhaltspflichten gegenüber Ehepartner und Kindern vorliegen.

Um die Entscheidung für oder gegen einen Insolvenzantrag zu treffen, muss eine angemessene Prognose darüber getroffen werden, ob die Schulden in den nächsten Jahren abbezahlt werden können. Wir helfen Ihnen gerne eine richtige Einschätzung – unter der Berücksichtigung möglicher Risiken – zu treffen. Wir beraten Sie zu der Möglichkeit, einen außergerichtlichen Vergleich mit Ihren Gläubigern durchzuführen oder eine Privatinsolvenz oder Regelinsolvenz zu beantragen.

18 Antworten
  1. Avatar
    says:

    Hallo,
    Ich habe leider mit 18 begonnen Schulden zu machen und nun mit 23 jeden Tag Briefe eines Inkasso Unternehmens in meinem Briefkasten. Ich weiß nicht genau wie viele Gläubiger es sind, aber es sind definitiv zu viele um jedem eine Ratenzahlung anzubieten. Ich habe allerdings Die Aussicht auf einen guten Job, sprich 2.380€ brutto, mit Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld und natürlich den Zuschlägen.
    Ich habe große Sorge in die Insolvenz zu gehen, da wie ich mich bereits informiert habe, mir nur ein Festbetrag von knapp 1.100€ bleibt. Minus Miete und allem sind es weniger als würde ich jetzt vom Amt leben.. ich bin erst 23 und würde gerne wissen ob es eventuell eine andere Möglichkeit gibt, außer der Insolvenz.
    Ich bedanke mich schon voraus für die Antwort.

    • Dr. V. Ghendler
      says:

      Sehr geehrte Fragestellerin,

      vielen Dank für Ihre Anfrage. Wenn die genannten Forderungen berechtigt sind, so werden die Inkassounternehmen vermutlich bald das gerichtliche Mahnverfahren beginnen, woran sich schließlich die Konto- oder Lohnpfändung anschließt. In diesem Fall würden Ihnen auch nur die angesprochenen ca. 1180 Euro verbleiben.
      Eine Möglichkeit, wie Sie unter Umständen mehr behalten können, bietet der außergerichtliche Vergleich. In Ihrem Fall sehe ich gute Aussichten, den Gläubigern eine geminderte Rate anzubieten und dadurch eine Insolvenz zu vermeiden.
      Ich würde Ihnen vorschlagen, Ihren Fall genauer in einer kostenlosen Erstberatung zu besprechen. Vereinbaren Sie hierzu gerne einen Termin unter der 0221 – 6777 0055 oder per E-Mail an info@anwalt-kg.de

      Mit freundlichen Grüßen

      Dr. V. Ghendler
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

  2. Avatar
    says:

    Guten tag
    Kann ich auch insolvenz ohne einkommen beantragen da ich tief in schulden stecke
    Mit freundluchen grüßen

    • Dr. V. Ghendler
      says:

      Sehr geehrter Fragesteller,

      für die Insolvenz ist ein Einkommen nicht erforderlich, da kein oder geringes Einkommen einer der Hauptgründe für Schuldensitationen ist. Gerne können Sie also unter info@anwalt-kg.de einen Termin für eine kostenlose Erstberatung ausmachen.

      Mit freundlichen Grüßen

      Dr. V. Ghendler
      Rechtsanwalt

  3. Avatar
    says:

    Hallo,
    Ich habe 3 Ratenkredite (Gesamtsumme ca. 44.000€) und 3 Kurzzeitkredite( Gesamtsumme ca. 2000€) am laufen. Die Kruzzeitkredite sind bereits fällig, kann diese aber nicht begleichen. Mein Verdienst liegt bei 1860€ und meine Raten Beträgen insgesamt 620€. Hinzu kommt Miete und Nebenkosten von 740€. Zum Leben bleiben mir 240€, meine Frau hat 2 450€ Jobs. Wir haben 1 Kind. Ich komme mit dieser hohen Schuldenlast nicht mehr zurecht und die Briefe der Mahnungen stapeln sich. Würde sich eine Privatinsolvenz lohnen? Und wenn ja, wäre meine Frau involviert? Die Kredite laufen alle auf meinen Namen und teilweise weiß meine Frau garnichts davon.. Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

    • Dr. V. Ghendler
      says:

      Sehr geehrter Fragesteller,

      vielen Dank für Ihre Anfrage. Laut Ihrer Angaben könnte ein außergerichtlicher Schuldenvergleich eine gute Alternative zur Privatinsolvenz darstellen. Sollte kein Vergleich darstellbar sein, ist aufgrund der hohen Gesamtsumme der Schulden sowie der untragbar gewordenen Lebenssituation vermutlich eine Privatinsolvenz ratsam.
      Zunächst würde ich Ihnen jedoch gerne ein kostenloses Erstberatungsgespräch anbieten. Melden Sie sich gerne einfach unter info@anwalt-kg.de oder unter 0221 – 6777 005 zur Vereinbarung eines kostenlosen Termins mit einem unserer spezialisierten Berater.

      Mit freundlichen Grüßen

      Dr. V. Ghendler
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

  4. Avatar
    says:

    Guten Tag. Ich weiß nicht mehr weiter. Mein Lohn wird bereits gepfändet von der AOK , habe nur rund 1200 Euro Netto, die Gläubiger stehen Schlange. Meine Miete kann ich nicht mehr bezahlen da meine laufenden Kosten mich erdrücken. Ich habe zwar eine neue Wohnung gefunden die günstiger ist aber ich weiß nicht wie ich die Kaution aufbringen soll. Was kann ich tun , ich brauche schnell Hilfe

    • Dr. V. Ghendler
      says:

      Sehr geehrte Frau Jochum,

      gerne stehe ich Ihnen für ein kostenfreies, telefonisches Erstberatungsgespräch zur Verfügung. Bitte kontaktieren Sie mein Sekretariat zwecks Terminvereinbarung.

      Mit freundlichen Grüßen

      Dr. V. Ghendler

  5. Avatar
    says:

    Guten Tag, bei mir ist es ein bissel kompliziert, finde ich. Ich bin stellvertretender Leiter in einen Hort und werde in den kommenden Jahren diesen gänzlich leiten. Ich bin im öffentlichen Dienst tätig. Würde es bei einer Pi Probleme mit den Dienstherren geben?

    Bzw. gibt es Möglichkeiten, dass man das auch ohne dessen mitwissen machen könnte?
    Ich weiß, dass in den Verträgen eine Klausel existiert, “befinden sie sich in wirtschaftlich geordneten Verhältnissen”.

    Vielen Dank

    • Dr. V. Ghendler
      says:

      Sehr geehrter Fragesteller,

      grundsätzlich ist die Privatinsolvenz kein Kündigungsgrund, dies gilt auch für Beamte, zumal man häufig unverschuldet in finanzielle Probleme gerät. Eine Ausnahme kann bestehen, wenn die Position besonders verantwortungsvoll oder sicherheitsrelevant ist, da die Sorge bestehen kann, eine Person könnte aufgrund der Schulden bestechlich sein. Ich kann leider nicht beurteilen, ob die von Ihnen geschilderte Leitungsposition darunter fällt.
      Ich würde Ihnen empfehlen, mein Sekretariat unter der 0221 – 6777 0055 für einen kostenlosen Beratungstermin zu kontaktieren. Denn aufgrund des sicheren Einkommens von Beamten ist es oftmals möglich, einen außergerichtlichen Schuldenvergleich zu schließen und so die Insolvenz zu vermeiden.

      Mit freundlichen Grüßen
      Dr. V. Ghendler
      Rechtsanwalt

  6. Avatar
    says:

    Guten Tag

    Ich hab da eine verzwickteSituation.
    Ein Bekannter von mir ist hoch verschuldet es laufen auch schon Pfändungs- und Vollstreckungsverfahren gegen ihn.
    Er kümmert sich aber nicht.
    Hab es auch diese Tage es herausgefunden das es so schlimm ist.
    Nun wollte ich fragen ob ich als aussenstehende Person für ihn ein Insolvenzverfahren aufgeben kann?oder nur er das selbst machen kann
    Mit freundlichen grüßen

    • Dr. V. Ghendler
      says:

      Sehr geehrte Frau Hergert,

      vielen Dank für Ihre Frage und Ihre Sorge um Ihren Bekannten. Den Insolvenzantrag müsste Ihr Bekannter selbst unterschreiben, ansonsten ist es nicht möglich, das Insolvenzverfahren zu beginnen. Alternativ müsste er eine Vollmacht erteilen und auch diese selbst unterschreiben.
      Als Gläubiger ist es ebenfalls möglich, den Insolvenzantrag für einen Schuldner zu stellen, allerdings hätte dies negative Konsequenzen für Ihren Bekannten.
      Sie könnten ihn also höchstens davon überzeugen, beispielsweise mit uns Kontakt aufzunehmen und seine Schuldensituation so zu lösen. Beispielsweise könnten Sie ihm auch sagen, dass durch die Insolvenz die Pfändungen beendet sind und er sämtliches Einkommen bis zum Pfändungsfreibetrag behalten kann.

      Mit freundlichen Grüßen

      Dr. V. Ghendler
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

  7. Avatar
    says:

    Guten Tag, mein Vater strebt scheinbar ein Insolvenzverfahren an. Ich habe ein Auto besitze auch den Fahrzeugbrief und Fahrzeugschein welches aber auf seinen Namen versichert/angemeldet ist. Muss ich befürchten dass dieses Auto (bereits vollständig bezahlt) gepfändet wird?
    Liebe Grüße

    • Dr. V. Ghendler
      says:

      Sehr geehrte Fragestellerin,

      in diesem Fall kann es passieren, dass der Insolvenzverwalter annimmt, dass das Fahrzeug Ihrem Vater gehört, da es auf ihn angemeldet ist. In diesem Fall wird er das Fahrzeug pfänden. Sie können dann eine sogenannte Drittwiderspruchsklage erheben. Dann wird das Gericht prüfen, wer der tatsächliche Eigentümer des Autos ist.
      Sie sollten daher in Erwägung ziehen, das Auto umzumelden. Im Falle einer Privatinsolvenz sollten Sie dem Insolvenzverwalter daher sofort mitteilen, dass Sie Eigentümerin des Autos sind und dies mittels Kaufvertrag, Fahrzeugbrief und idealerweise Rechnungen / Kontoauszügen belegen.

      Mit freundlichen Grüßen
      Dr. V. Ghendler
      Rechtsanwalt

  8. Avatar
    says:

    Guten Tag
    Ich bräuchte da mal Hilfe bei einer Einschätzung meiner Schulden zwecks Privatinsolvenz.

    • Dr. V. Ghendler
      says:

      Sehr geehrte Fragestellerin,

      eine kostenlose Einschätzung Ihrer Situation und ob eine Privatinsolvenz oder eine andere Entschuldungsalternative für Sie die richtige Strategie ist, um sich von den Schulden zu befreien, geben wir Ihnen im Rahmen unserer telefonischen Erstberatung. Sie können uns dafür unter 0221 – 6777 0055 oder info@anwalt-kg.de kontaktieren.

      Mit freundlichen Grüßen

      Dr. V. Ghendler
      Rechtsanwalt

  9. Avatar
    says:

    Ich habe die Absicht eine GmbH & Co. KG zu schließen, auf deren Aktivseite ca. 600.000 € als Forderungen gegen Gesellschafter stehen. Einzige Gesellschafter sind die Komplementär – GmbH und ich. Die GmbH gehört auch mir. Laut meiner Steuerberaterin entsteht durch die Schließung ein steuerpflichtiger Gewinn in 6 stelliger Höhe. Die Steuer kann ich nicht bezahlen und trage mich deshalb mit dem Gedanken einer Privatinsolvenz. Weitere Gläubiger existieren nicht, außer ich würde die Kreditlinien meiner Kreditkarten voll ausschöpfen. Meine einzigen Einnahmen sind ca. 517,- € Rente. Darüber hinaus verfüge ich mit meiner Frau über ein Wohnrecht auf Lebenszeit. Meine Frau und ich haben Gütertrennung. Kann ich im Rahmen Ihrer Erstberatung einen Rat für die richtige Vorgehensweise erwarten?

    • Dr. V. Ghendler
      says:

      Sehr geehrter Herr Nill,

      vielen Dank für Ihre Anfrage. Im Rahmen der kostenlosen Erstberatung werden wir Ihre Situation bestmöglich einschätzen und Ihnen mitteilen, welche Vorgehensweise die richtige wäre, auch wenn es sich anhand Ihrer Angaben durchaus um einen komplexen Sachverhalt handelt.

      Mit freundlichen Grüßen
      Dr. V. Ghendler
      Rechtsanwalt

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