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Der PKW in der Insolvenz

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    Bei Ausübung einer eigenen beruflichen Tätigkeit

    Sie können Ihr Fahrzeug behalten, wenn Sie es zur Ausübung Ihrer beruflichen Tätigkeit benötigen und Sie die Arbeitsstelle nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen können. Das ist beispielsweise bei Schichtarbeit der Fall oder wenn Sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln einen erheblich langen Zeitraum benötigen, um Ihre Arbeitsstelle zu erreichen. Auch können Sie Ihr Fahrzeug behalten, wenn sie es benötigen, um Ihre Arbeit überhaupt ausüben zu können – so bei Vertretern oder Taxifahrern. Wenn Sie sich in einer solchen Situation befinden, können Sie sich von Ihrem Arbeitgeber eine Bescheinigung ausstellen lassen, dass Sie das Fahrzeug zur Ausübung Ihres Berufes zwingend benötigen.

    Bei Ausübung einer beruflichen Tätigkeit durch einen Angehörigen

    Nach der aktuellen Rechtslage dürfen Sie das Auto behalten, wenn es von einem in Ihrem Haushalt lebenden Angehörigen für Fahrten zur Arbeitsstelle benötigt wird und diese nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht werden kann (BGH NJW-RR 2010, 642). Diesen Umstand sollte von dem Arbeitgeber des Angehörigen in einer Bescheinigung bestätigt werden. Weiter raten wir Ihnen, Nachweise für den langen Weg zur Arbeit zu sammeln, so dass Sie diese dem Insolvenzverwalter vorlegen können.

    Auch bei schwerer Behinderung

    Auch bei schwerer Gehbehinderung können Sie einen PKW in der Regel behalten; und zwar auch, wenn Sie erwerbslos sind (NJW-RR 2004, 789). Dafür müssen Sie in einem Feststellungsverfahren beweisen, dass es eine besondere Härte darstellen würde, wenn Ihnen das Auto weggenommen werden würde. Dies ist der Fall, wenn Sie wegen Ihrer Behinderung Ihren Alltag nicht ohne ein Fahrzeug bestreiten können.

    Bei Pfändungen können Sie den PKW vom Insolvenzverwalter herauskaufen

    Wird das Auto dennoch gepfändet, gehen Sie wie folgt vor:

    Sprechen Sie mit dem Insolvenzverwalter und verständigen sie sich mit diesem über einen Herauskauf. Weisen Sie diesem den Fahrzeugwert durch ein Gutachten eines Autohändlers nach – diese sind im Gegensatz zu Sachverständigengutachten meistens kostenlos oder zumindest viel günstiger. Wir raten Ihnen, sich zwei Kaufangebote von KFZ-Werkstätten ausstellen zu lassen, damit Sie so den Wert des Fahrzeugs ermitteln können. Diesen legen Sie dem Insolvenzverwalter vor und vereinbaren mit diesem einen Herauskauf. Sie können dann den Wagen behalten und bezahlen aus dem unpfändbaren Teil Ihrer Einkünfte ratenweise das Auto ab. In der Regel wird der Insolvenzverwalter einem Herauskauf zustimmen, da dies eine Entlastung für ihn bedeutet.

    Eigentumsübergang an Verwandte wird nicht empfohlen

    Wenn ein Fahrzeug vor Antragstellung an einen Verwandten verkauft wurde und dieser Sie damit fahren lässt, könnten Sie sowohl Ihre eigene Restschuldbefreiung als auch Ihren Verwandten gefährden. Jegliche Übertragungen an Verwandte im Verlaufe von 2 Jahren sind nicht zulässig, da sie im Regel- oder Privatinsolvenzverfahren angefochten werden können. Dasselbe gilt für Schenkungen oder unter-Wert-Verkäufe im Zeitraum von 4 Jahren.

    Eigentümer: Alleine nach dem Kaufvertrag

    Allerdings wissen viele nicht, dass Eigentümer normalerweise alleine derjenige ist, der im Kaufvertrag steht. Ein Fahrzeug, das laut Kaufvertrag von einer anderen Person erworben ist, die dieses nachweisbar bezahlt hat, zählt nicht zur Insolvenzmasse. Die KFZ-Versicherung kann dabei auch über den Schuldner laufen – das ist nicht entscheidungserheblich. Sie können dem Insolvenzverwalter dann als Beweis des Verkaufs den Kaufvertrag der anderen Person aushändigen.

    Finanziertes oder geleastes Auto

    Die Möglichkeit, ein finanziertes Auto in der Insolvenz behalten zu dürfen, ist beschränkt. Grundsätzlich wird dieses der Insolvenzmasse zugeführt.

    In der Regel wird die finanzierende Bank den Vertrag kündigen, sobald Sie Kenntnis von der Stellung des Insolvenzantrags bekommt. Die finanzierende Bank muss dann als Insolvenzgläubiger aufgeführt werden, die Zahlung an diese werden eingestellt. Würde an diesen Gläubiger weitergezahlt werden, würde dies eine verbotene Gläubigerbegünstigung darstellen und zu einer Versagung der Restschuldbefreiung führen.  Sie werden also den Finanzierungsvertrag kündigen und das Auto an die Bank übergeben  müssen.

    Möchten Sie jedoch das Auto behalten, können wir Ihnen Folgendes raten: Wenn Sie einen Schuldenvergleich machen, schreiben Sie alle Gläubiger außer der finanzierenden Bank an. Die Raten an diese zahlen Sie in einem solchen Fall weiter, damit die Bank keinen Grund für eine außergerichtliche Kündigung hat. Mit den übrigen Gläubigern einigen Sie sich dann außergerichtlich und können so Ihre Entschuldung antreten.

    Wenn eine Privatinsolvenz unumgänglich ist, können Sie das Auto mit Hilfe einer Ihnen vertrauten Person umfinanzieren. Dafür vereinbaren Sie mit der finanzierenden Bank, dass nun der Dritte die weitere Finanzierung übernimmt. Dasselbe können Sie im Fall eines geleasten Autos machen.

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    Sie haben eine allgemeine Frage zum Thema „Der PKW in der Insolvenz“? Wir beantworten sie hier kostenlos!

    14 Kommentare
    1. Avatar
      says:

      Hallo befinde mich seit 2016 in der Insolvenz. Möchte jetzt das Auto meiner Mutter zulassen. Die im Juni verstorben ist. Habe auch Probleme bei der Versicherung verlangen von mir den Jahres Beitrag von 400 Euro. Da meine Wohnung etwas außerhalb liegt benötige ich das Auto für die Arbeit. Was kann ich tun? Und kann mir das Auto gepfändet werden

      • Dr. V. Ghendler
        says:

        Sehr geehrte Fragestellerin,

        anhand Ihrer Angaben zur Insolvenzeröffnung 2016 gehe ich davon aus, dass Sie bereits in der Wohlverhaltensphase sind. In diesem Fall besteht die Pflicht, Erbe dem Insolvenzverwalter zu melden und zur Hälfte an die Insolvenzmasse herauszugeben. Somit wäre auch der halbe Wert des Autos pfändbar. Wenn Sie dies nicht in Bar bezahlen könnten, müsste das Auto verkauft werden.
        Ein Auto, das für den Weg zur Arbeit benötigt wird, darf man stets behalten. In der Wohlverhaltensphase dürfen Sie ein Auto auch behalten, wenn Sie es nicht unbedingt benötigen, allerdings wie gesagt wenn es ein Erbstück ist muss die Hälfte des Wertes in die Insolvenzmasse fließen. Sie können sich zur Ermittlung des Wertes drei Angebote beispielsweise bei Autohändlern einholen.

        Mit freundlichen Grüßen

        Dr. V. Ghendler
        Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

    2. Avatar
      says:

      Hallo,
      ich habe eine frage befinde mich in der Privatinsolvenz und bin seit diesem Jahr in der Wohl Verhaltensphase und meine Mutter möchte mir Ihr Auto schenken das Auto müsste einen Wert von 15.000Euro haben daher wäre meine frage ob der Insolvenzverwalter dieses verwerten darf?
      Gruss

      • Andre Kraus
        says:

        Sehr geehrter Herr Weber,

        in der Wohlverhaltensphase dürfen Sie ein Geschenk behalten.

        Mit freundlichen Grüßen

        A. Kraus
        Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

    3. Avatar
      says:

      Ich werde wahrscheinlich, nee ich muss Privatinsolvenz machen.
      Nun habe ich im Juni 2019 mein Auto nach vier Jahren Leasing, dass Auto abgelöst.
      6961 Euro Restsumme.
      Diesen Betrag habe ich mir von meinem Ex Mann geliehen.
      Wir haben ein Schreiben aufgesetzt, dass das Auto bis zur vollständigen Bezahlung im Besitz meines Exmannes ist. So wie der Fahrzeugbrief.
      Jedoch stehe ich als Inhaber in dem Brief.
      Wie ist es da bei der Insolvenz??
      Muss ich das Auto verkaufen??
      Der Wert des Autos liegt mit Sicherheit noch bei 4000 Euro.
      Vielen Dank für Ihre Auskunft.

      • Dr. V. Ghendler
        says:

        Sehr geehrte Frau Fischer,

        durch das Schreiben sowie die Kontoauszüge, die belegen, dass Ihr mann das Auto bezahlt hat, könnte Ihr Mann nachweisen, dass das Auto ihm gehört.
        Gerne begleiten wir Sie bei der Eröffnung Ihres Insolvenzverfahrens. Rufen Sie uns einfach unter 0221 – 6777 0055 an und vereinbaren Sie einen Termin zur kostenlosen Erstberatung.

        Mit freundlichen Grüßen

        Dr. V. Ghendler
        Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

    4. Avatar
      says:

      Hallo.
      Ich arbeite beim ÖPNV als Bahnfahrer.
      Somit muss ich an verschiedenen Stellen in der Stadt morgens früh meinen Dienst aufnehmen wo eben noch nicht wirklich der ÖPNV fährt oder ich unter Umständen viel zu früh vor Ort währe.
      Dürfte ich in diesen Fall das Auto behalten?

      • Dr. V. Ghendler
        says:

        Sehr geehrter Fragesteller,

        ja, wenn sich der Arbeitsweg ohne Auto massiv verlängern würde, ist dies ein Grund, aus dem Sie das Auto behalten dürften. Bei einem Auto mit hohem Restwert käme eine Austauschpfändung in Betracht.

        Mit freundlichen Grüßen

        Dr. V. Ghendler
        Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

    5. Avatar
      says:

      Hallo, wenn mein Auto abbezahlt ist und 4000 Euro noch Wert ist, darf ich es dann im Insolvenzverfahren behalten?
      Mff

      • Dr. V. Ghendler
        says:

        Sehr geehrter Herr Blees,

        es kommt darauf an, ob Sie das Auto zur Ausübung des Berufs benötigen, also entweder zur Arbeit darauf angewiesen sind oder zumindest für den Weg dorthin. Es darf auch behalten werden, wenn beispielsweise eine Gehbehinderung dazu führt, dass Sie ohne das Auto nicht mehr vollständig am Leben teilhaben könnten.

        Mit freundlichen Grüßen

        Dr. V. Ghendler
        Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

    6. Avatar
      says:

      Guten Tag,

      meine Mutter ist in meinem Autodarlehensvertrag als 2. Kreditnehmerin eingetragen. Im Falle einer Privatinsolvenz könnte Sie das Auto auf sich umschreiben oder müssen wir sogar garnicht handeln, da die Bank meine Mutter direkt als 1. Kreditnehmerin übernimmt ?

      • Andre Kraus
        says:

        Sehr geehrte Frau Neumann,

        grundsätzlich könnte das Fahrzeug bei einer Privatinsolvenz gepfändet und verwertet werden, wenn der voraussichtliche Erlös die Restschuld aus dem Vertrag übersteigt. Das Auto kurz vor der Insolvenz umzuschreiben ist leider nicht ratsam, da der Insolvenzverwalter diese Handlung anfechten könnte.
        Sie müssten nachweisen, das das Auto Ihrer Mutter gehört, indem Sie darlegen, dass diese bisher die Raten bezahlt hat. Ansonsten dürfen Sie das Auto natürlich auch behalten, wenn Sie es für die Fahrt zur Arbeit oder aus Krankheitsgründen benötigen. Dann würde die Bank den Vertrag unter Umständen mit Ihrer Mutter als Kreditnehmerin weiterlaufen lassen.

        Mit freundlichen Grüßen

        A. Kraus
        Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

    7. Avatar
      says:

      Herr Kraus,

      vielen Dank für Ihr Video. Meine Frau nutzt mein Fahrzeug für ihren Weg zu Arbeit.

      Darf ich Sie diesbezüglich kontaktieren?

      Mit freundlichen Grüßen

      Anton K.

      • Avatar
        says:

        Hallo Anton,

        kontaktieren Sie uns gerne wegen Ihrer Fragen zur Privatinsolvenz. Sie können uns zu einer kostenfreien Erstberatung unter 0221 – 16025216 erreichen. Das Auto in der Privatinsolvenz ist ein viel gefragtes Thema. 

        Falls Ihre Frau den PKW für den Weg zur Arbeit nutzt, können Sie dieses grundsätzlich behalten. Seit einer entsprechenden Entscheidung des BGH aus dem Jahr 2010 unterliegen Autos nicht dem Insolvenzbeschlag, falls diese von zum Haushalt gehörenden Familienmitgliedern für den Weg zur Arbeit benötigt werden.
         

        Mit freundlichen Grüßen
        Andre Kraus
        Rechtsanwalt

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