Es ist möglich dass Ihr Arbeitgeber, von Ihrer Insolvenz Kenntnis erlangt. Zum einen wird das Insolvenzverfahren bei Eröffnung durch das Insolvenzgericht öffentlich gemacht. D.h., dass Ihr Arbeitgeber durch die Zeitung oder das Internet (www.insolvenzbekanntmachungen.de) Informationen über Ihre Privatinsolvenz erhalten kann. Dies ist jedoch die eher unwahrscheinlichere Variante, da nur wenige Arbeitgeber gezielt auf die Suche nach diesen Informationen gehen.

Die andere Möglichkeit ist, dass Ihr Arbeitgeber von der Insolvenz erfährt, wenn der Insolvenzverwalter oder Treuhänder an ihn herantritt, um Ihr pfändbares Einkommen zu erhalten oder dessen Höhe zu überprüfen. Dies ist insofern wahrscheinlich, als dass Sie selbst im Antrag auf Privatinsolvenz die sogenannte Abtretungserklärung unterschreiben. So wird Ihr Arbeitgeber verpflichtet, Ihr pfändbares Einkommen direkt an den Treuhänder zu überweisen.

Der Arbeitgeber ist verpflichtet, den pfändbaren Betrag Ihres Einkommens selber zu berechnen. Der Insolvenzverwalter kann diesen Betrag also nicht bestimmen.

Eine Ausnahme liegt vor, wenn Ihr Einkommen unter der Pfändungsgrenze liegt. Man spricht hier von einem „Nullverfahren“, da Sie Ihren Gläubigern keinerlei Zahlungen anbieten können.

Wichtig: Sie müssen nicht befürchten wegen der Insolvenz gekündigt zu werden. Denn eine Insolvenz ist kein Kündigungsgrund! Eine Ausnahme kann lediglich bei ganz wenigen Berufen vorliegen. Sprechen Sie uns dazu gerne an! Wir beraten Sie sehr gerne zu diesem Thema.

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