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Inkasso: Was darf ein Inkassounternehmen und was nicht?

Bekannt aus:

Inkasso: Was darf ein Inkassounternehmen und was können Sie als Schuldner dagegen unternehmen?

Haben Sie auch ein Schreiben eines Inkassounternehmens erhalten und können die geltend gemachten Inkassokosten nicht nachvollziehen? Vermuten Sie, dass die Kosten überhöht sind oder handelt es sich um ein unseriöses Inkassobüro?

Andre Kraus ist Fachanwalt für Insolvenzrecht und Gründer der KRAUS GHENDLER RUVINSKIJ Anwaltskanzlei. Seit 2012 ist er auf die Entschuldung und Beratung von Personen mit finanziellen Schwierigkeiten spezialisiert.

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Inkassounternehmen

Viele unserer Mandanten erhalten drohende Schreiben von Inkassobüros. Leider ist der Kontakt mit Inkassounternehmen vor allem im Vorfeld der Insolvenzanmeldung der Regelfall. Dabei handelt es sich oft nicht nur um einfache Mahnungen. Vielmals wird direkt mit Zwangsvollstreckung und dem Gerichtsvollzieher gedroht.

Nicht nur verschuldete Personen erhalten Post von Inkassobüros. Oftmals handelt es sich auch um Forderungen, die aus dubiosen Verträgen stammen, die per Internet oder am Telefon geschlossen wurden. Dem Kunden war vielfach nicht bewusst, dass es sich um ein kostenpflichtiges Angebot handelt.

Für den Gläubiger stellt die Beauftragung eines Dritten (Inkasso) den einfacheren Weg dar, um offene Rechnungen einzutreiben. Doch auch ein Inkassobüro darf nicht alles. Zu diesem Thema haben wir daher einige nützliche Informationen zusammengestellt.

Wie funktioniert ein Inkassounternehmen überhaupt – wieso kriege ich Briefe von einem Unternehmen, mit dem ich keinen Vertrag geschlossen habe?

Wenn man das Geschäftsmodell Inkasso nicht genau kennt, ist es schwer zu begreifen, wieso ein Inkassobüro Ihnen gegenüber Forderungen geltend machen kann. Schließlich haben Sie mit dieser Firma bisher nichts zu tun gehabt. Zur Einschaltung des Inkasso kommt es auf diesen zwei Wegen:

1. Beauftragung durch den Gläubiger

Das Inkassounternehmen wird regelmäßig von Ihren Gläubigern beauftragt, um als Vertreter die Forderungen im Namen der Gläubiger einzutreiben. In diesem Fall muss eine gültige Vollmacht vorliegen.

2. Gläubiger verkauft seine Forderung an das Inkassounternehmen

Es besteht auch die Möglichkeit, dass Ihre Gläubiger die Forderungen an ein Inkassobüro verkauft haben. Dann muss wiederum eine wirksame Abtretungserklärung bestehen. In diesem Fall gilt es, sich die Abtretung der Forderung vorzeigen zu lassen.

Inkassobrief in meinem Briefkasten – wie reagiere ich richtig?

Briefe mit Zahlungsaufforderungen sind unangenehm. Trotzdem sind Sie nie schutzlos. Wir haben für Sie eine Checkliste zusammengestellt, die Ihnen hilft, die Situation in Ruhe einzuschätzen und kühlen Kopf zu bewahren.

Schritt 1: Wie schütze ich mich vor unseriösen Unternehmen?

Unser Tipp: Lassen Sie sich die Vollmacht vorlegen

Euro-Scheine in der Hand

Inkassounternehmen treiben die Forderungen im Namen der Gläubiger ein.

Leider gibt es viele unseriöse Unternehmen, die es durch gekonnte und wiederholte Drohungen schaffen, den Schuldner zu Zahlungen zu bewegen, berechtigter oder unberechtigter Weise. Nehmen Sie sich in Acht vor kriminellen Betrügern.

Verlangen Sie immer als erstes, das Original der Vollmacht bzw. der Abtretungserklärung zu sehen. So können Sie sichergehen, dass Ihre Gläubiger das Unternehmen tatsächlich beauftragt haben.

Schwarze Schafe lassen sich leicht ausmachen

Seit November 2014 gelten gewisse Informationspflichten für das Inkassounternehmen selbst. Achten Sie darauf, dass aus den Schreiben folgende Punkte ersichtlich werden:

  • Name und Adresse des Auftraggebers
  • Genaue Angaben zu dem Forderungsgrund und dem zugrundeliegenden Vertrag (Datum, Vertragsgegenstand)
  • Seriöse Inkassounternehmen gewähren Ihnen regelmäßig eine angemessene Frist zur Zahlung

Wenn es schon hier Unstimmigkeiten gibt (etwa weil Sie solche Verbindlichkeiten nie eingegangen sind), empfiehlt es sich, der Sache weiter auf den Grund zu gehen.

Besonders wichtig – Überprüfen Sie die Zulassung des Inkassounternehmens

Jedes Inkassobüro muss registriert sein. Eine Zulassung erteilt der Präsident des zuständigen Amts- oder Landgerichtes  (§ 10 RDG).

Ob ein Unternehmen zugelassen ist, können Sie selbst kostenfrei im Rechtsdienstleistungsregister nachprüfen. Das Inkassounternehmen muss seinerseits auf die Registrierung hinweisen (z.Bsp. auf Briefbögen).

Schritt 2: Ist die Forderung überhaupt berechtigt?

Selbstverständlich sind Sie nur zur Zahlung verpflichtet, wenn die Forderung berechtigt ist.

Das ist beispielsweise der Fall, wenn Sie einfach vergessen haben, die Rechnung Ihres Mobiltelefonanbieters zu zahlen, obwohl schon mehrfach gemahnt wurde.

Häufig bedarf es aber auch keiner Mahnung. Bei Zahlungsverpflichtungen, die zu einem festen (z. Bsp. monatlichen) Zeitpunkt erfolgen sollen, ist regelmäßig keine Mahnung erforderlich. Oftmals können Sie in solchen Fällen selbst gut zuordnen, ob die Forderung des Gläubigers tatsächlich berechtigt ist. Sollten Sie Zweifel rechtlicher Art haben, empfehlen wir Ihnen, professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen.

Widersprechen Sie unberechtigten Forderungen

Gegen unberechtigte Forderungen sollte Widerspruch eingelegt werden. Aus der Begründung des Widerspruchs sollte ersichtlich sein, warum die Forderung nicht berechtigt ist. Den Widerspruch können Sie schriftlich und per Einschreiben mit Rückschein an das Inkassobüro schicken. Auch wenn Sie bereits der Forderung widersprochen haben, sollten Sie an dieser Stelle zumindest auf den bereits erklärten Widerspruch hinweisen. Das liegt daran, dass die Vorgänge meist automatisiert sind, sodass die Weiterleitung an ein Inkassobüro unabhängig von dem Widerspruch automatisch erfolgt und ein bereits erfolgter Widerspruch nicht berücksichtigt wird.

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Schritt 3: Sind die Inkasso-Kosten angemessen?

Zunächst einmal: Wenn Sie einer unberechtigten Forderung bereits widersprochen haben, entstehen für Sie gar keine Inkasso-Kosten, die zu begleichen sind.Anders sieht es bei berechtigten Forderungen aus. Beauftragt der Gläubiger das Inkasso mit der Eintreibung der Forderung, entstehen ihm zusätzliche Kosten. Diese Kosten sind dem Gläubiger zu ersetzen. Wie hoch diese Kosten sein dürfen, ist gesetzlich nicht genau bestimmt. Sie dürfen aber nicht höher sein als die Vergütung, die ein Rechtsanwalt für dieselbe Leistung erhalten hätte. Deshalb darf das Inkassounternehmen nicht astronomisch hohe Summen verlangen. Die Kosten müssen angemessen sein. Als Merksatz gilt: Je höher die Forderung ist, desto höher sind dementsprechend die Kosten für ein Inkasso.

Hinzu können eine sogenannte Kostenpauschale (für Portogebühren und Ähnliches), sowie laufende Zinsen kommen. In jedem Fall ist die Kostenaufstellung seitens Inkasso detailliert und plausibel darzulegen. Verlangt das Inkassounternehmen zusätzlich Zinsen, ist auch hier eine genaue Darlegung erforderlich. Die Erfahrung zeigt, dass es sich lohnt, die Kostenaufstellung genau zu betrachten. Schnell werden in der Aufregung die überhöhten Kosten übersehen.

Wenn Sie Zweifel daran haben, ob die Kostenhöhe oder einzelne Kostenposten berechtigt sind, empfehlen wir Ihnen, sich professionell beraten zu lassen.

Schritt 4: Melden Sie unzulässige Drohungen –  nach einem berechtigten Widerspruch haben Sie nichts zu fürchten

Drohung mit SCHUFA-Eintrag trotz Widerspruch ist unzulässig

Ein SCHUFA-Eintrag droht Ihnen nicht, wenn Sie einer unberechtigten Forderung widersprochen haben. Bei berechtigten Einwänden ist der SCHUFA-Eintrag unzulässig. Schon die Drohung seitens des Gläubigers, es werde ein SCHUFA-Eintrag erfolgen, ist in diesem Fall rechtswidrig und stellt strafrechtlich eine versuchte Nötigung (§ 240 StGB) dar.

Betreten der Wohnung und Drohungen sind nicht erlaubt

Mitarbeiter des Inkassounternehmens dürfen Ihnen gegenüber keine Gewalt anwenden.

Bedrängende Anrufe und Befragungen in der Nachbarschaft müssen ebenfalls nicht hingenommen werden. Ein Inkassomitarbeiter darf – im Gegensatz zu dem Gerichtsvollzieher – auch Ihre Wohnung nicht betreten. Wenden Sie sich in solchen Fällen an die Schuldnerberatungsstellen bei dem zuständigen Amts- oder Landgericht. Möglicherweise kommt sogar eine Strafanzeige in Betracht.

Die Forderung ist berechtigt, ich kann aber nicht bezahlen – wie geht es weiter?

In jeder verfahrenen Situation gibt es eine Lösung. Selbst wenn Sie eine berechtigte Forderung nicht mehr bedienen können, kann man den Inkassounternehmen Einhalt gebieten. Häufig empfiehlt sich die Einleitung des Insolvenzverfahrens oder ein außergerichtlicher Schuldenvergleich. Gerne begleiten wir Sie auf diesem Weg, übernehmen die Korrespondenz mit Ihren Gläubigern und schaffen so Entlastung für Sie. Unser Ziel ist, dass Sie Ihre Schulden verlieren. Wir empfehlen Ihnen, die Möglichkeit eines kostenlosen telefonischen Erstberatungsgesprächs mit unseren Mitarbeitern zu nutzen.

Fazit

Bewahren Sie Ruhe, wenn sie ein Inkasso-Schreiben erhalten, aber reagieren Sie.

  1. Überprüfen Sie die Seriosität des Unternehmens und lassen Sie sich die Vollmacht bzw. Abtretungserklärung im Original vorlegen.
  2. Überprüfen Sie, ob die Forderung berechtigt ist. Gegen unberechtigte Forderungen kann Widerspruch eingelegt werden.
  3. Begutachten Sie die Kostenaufstellung auf eventuelle Auffälligkeiten.
  4. Melden Sie unzulässige Drohungen den zuständigen Schuldnerberatungsstellen.

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Sie haben eine allgemeine Frage zum Thema „Inkassounternehmen“? Wir beantworten sie hier kostenlos!

87 Kommentare
  1. Avatar
    says:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich hab da folgendes Problem.

    Ich hatte vor 3 Jahre ein Fahrzeug , Peugeot , finanziert über PSA Bank. Durch einen Unfall, nicht mit dem Fahrzeug, konnte ich bis jetzt nicht mehr arbeiten und leider ab November 2019 die Raten für den Kredit auch nicht mehr bedienen.

    Nach langen Diskutionen mit der PSA, die dann , obwohl sie wussten das ich im Moment die monatliche Raten nicht bedienen konnte weil ich eine Stundung beantragt habe, was natürlich nicht genehmigt wurde, hatten die PSA die Forderungen an 2 Inkasso gegeben, obwohl die PSA Bank Ihr eigenes Inkasso und Rechtsabteilung hat.

    Hat die Bank nicht eine Schadensminderungspflicht ?

    Zwischendurch, hat die PSA, innerhalb eines Monats mir 2 Rechnungen zukommen lassen, eine über 30000 und die 2te über 14000 . Den Unterschied und wie die auf dieser Summe kommen sind kann ich nicht nachvollziehen und so habe ich um eine detailierte Aufstellung verlang, was natürlich nicht erfolgte.

    Ich teilte der PSA auch mit, das ich das Fahrzeug unter diesen Umständen nicht zurück geben kann.

    Jetzt hat die PSA wieder ein Inkasso beauftragt und zwar dieses Inkasso soll eine Anzeige bei der Polizei machen und das Inkasso hatte der Polizei eine offene Rechnung von jetzt 24000 Euro und eine Vollmacht zukommen lassen, wohl gemerkt nicht das Original.

    Jetzt keine Frage:

    Was kann die Polizei in diesem Fall machen ? Darf Sie das Fahrzeug beschlagnahmen oder was kann Sie sonst machen ?

    Kann ich von der Polizei die Anzeige verlangen, damit ich sehen kann um was es geht genau geht usw. Ich muss mich ja irgendwie dagegen wehren. Habs versucht, aber die Polizei hat gesagt, das sie im Moment das nicht aus der Hand geben möchten.

    Muss die PSA Bank mich nicht verklagen auf Rückgabe des Fahrzeug oder die bedient sich jetzt der Polizei um Kosten zu sparen.

    Da die Sache sehr ernst ist, also, so ca 2 Wochen möchte ich Sie bitten wenn möglich, mir so schnell wie möglich eine Antwort geben.

    Ich erwäge jetzt auch eine Anzeige bei der Polizei wegen Betrugs oder versuchten Betrugs seitens der PSA Bank , da diese jedesmal eine neue und sehr unterschiedlliche Rechnung schickt.

    Müsste die PSA Bank nicht klagen oder so ?

    • Andre Kraus
      says:

      Sehr geehrter Fragesteller,

      grundsätzlich kann die Bank bei Nichtzahlung der Raten die Forderung an ein Inkassobüro abtreten und auch das Auto kann eingezogen werden. Dafür kann sich der Eigentümer des Autos, und das ist die Bank bzw. das Inkassobüro, auch der Polizei bedienen.
      Ob in Ihrem Fall dabei die notwendigen Schritte korrekt eingehalten worden sind, bedarf einer genaueren Prüfung. Leider kann ich dies in diesem Rahmen nicht beantworten. Ich bitte Sie dafür um Verständnis.

      Mit freundlichen Grüßen

      A. Kraus
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

  2. Avatar
    says:

    Sehr geehrter Dr. V.Ghendler,
    Ich habe ein Problem ein Inkasso Unternehmen hat einen Titel den ich mehrfach bedient habe. Um endlich von diesem Inkasso los zu kommen. Habe ich es noch einmal bezahlt. Jetzt ist alles ausgeglichen und ich möchte gerne meinen Titel haben und eine schriftliche Bescheinigung das dieses Unternehmen keinerlei Forderungen mehr stellen kann. Jetzt weigert dieses Unternehmen den Titel zu meinem Rechtsanwalt zuschicken. Es würde sich um eine Holschuld handeln ich sollte den Titel in Karlsruhe abholen oder das Unternehmen würde den Titel vernichten. Aber da habe ich so meine Bedenken. Was kann ich meinem Rechtsanwalt raten denn dieser kennt sich überhaupt nicht aus.
    Mit freundlichen Grüßen
    B.Sonntag

    • Dr. V. Ghendler
      says:

      Sehr geehrter Fragesteller,

      es ist leider korrekt, dass das Inkassounternehmen nicht verpflichtet ist, Ihnen den Titel zuzusenden. Es reicht aus, Ihnen die Abholung anzubieten.
      Wenn das Unternehmen den Titel vernichtet, könnten Sie unter Umständen ein öffentlich beglaubigtes Anerkenntnis nach § 129 BGB verlangen, dass die Schuld aus dem Titel erloschen ist. Allerdings ist fraglich, ob dies auch möglich ist, wenn das Inkassounternehmen vor der Vernichtung die Abholung des Titels angeboten hat. Mehr Auskünfte kann ich hierzu leider nicht geben.

      Mit freundlichen Grüßen

      Dr. V. Ghendler
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

  3. Avatar
    says:

    Nach langer Erkrankung konnte ich mich heute, 19.03.2020, wieder kümmern und habe von der am 06.09.2018 erledigten Forderung den Forderungstitel vom Inkassounternehmen telefonisch zurückerbeten. Dort sagte man mir, dass das Inkassounternehmen die Titel nach einem halben Jahr vernichtet, wenn der Schuldner den bis dahin nicht anfordert.

    Das kann ich jetzt glauben oder nicht. Die können den ja nicht vernichtet haben und rein theoretisch in 10 Jahren den Titel wieder vorlegen. Dann ist die Zahlung nicht mehr nachweisbar. Die Bank vernichtet die Überweisungsunterlagen nach 10 Jahren gesetzlicher Aufbewahrungsfrist. Und wenn doch hat man zumindest viel Ärger am Hals.

    Wie ist die beste Vorgehensweise?

    Mit bestem Dank im Voraus und viele Grüße

    • Dr. V. Ghendler
      says:

      Sehr geehrter Fragesteller,

      wenn das Inkassounternehmen den Titel vernichtet hat und somit nicht mehr herausgeben kann, können Sie gemäß § 371 BGB Abs. 2 vom Inkassounternehmen ein öffentlich beglaubigtes Anerkenntnis verlangen, dass die Schuld erloschen ist (§ 129 BGB). Die Kosten hierfür muss das Inkassounternehmen tragen.
      Alternativ könnte sich das Inkassounternehmen eine zweite vollstreckbare Ausfertigung des Titels aushändigen lassen. Diese wiederum wird dann entwertet und Ihnen übergeben.

      Mit freundlichen Grüßen

      Dr. V. Ghendler
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

  4. Avatar
    says:

    Guten Tag,
    ich habe eine Forderung beglichen und habe mir eine Datenauskunft zusenden lassen.
    Dort habe ich festgestellt, das das Inkassounternehmen meine Bankverbindung aus der
    Überweisung heraus gespeichert hat. Kann ich hier eine Löschung verlangen?

    • Andre Kraus
      says:

      Sehr geehrte Fragestellerin,

      grundsätzlich besteht wohl die Berechtigung, diese Daten zu erheben und zu verarbeiten.
      Nach Bezahlung der Forderung darf das Unternehmen aber nur noch solche Daten speichern, die aus steuerrechtlichen Vorschriften aufbewahrungspflichtig sind. Die Kontoverbindung gehört vermutlich nicht dazu. Außerdem darf das Unternehmen diese Daten dann theoretisch nur noch zu diesem Zweck verarbeiten.

      Mit freundlichen Grüßen

      A. Kraus
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

  5. Avatar
    says:

    Sehr geehrte Herr Anwalt, ich habe von InfoScore ein schreiben erhalten, in dem gesagt wird, dass ich rund 800 € an vodafone zu uahlen habe. Habe InfoScore angeschrieben und nach eine Vollmacht gebietet. Die vollmacht die ich bekommen habe ist auch dem Jahr 2015 also 3 Jahre bevor ich angeblich eine vertrag bei Vodafone gemacht habe. Ist diese Vollmacht gültig? Ich dachte das jede vollmacht Fallbezogen ist.

    • Dr. V. Ghendler
      says:

      Sehr geehrter Fragesteller,

      in der Tat muss die Vollmacht fallbezogen sein.

      Mit freundlichen Grüßen

      Dr. V. Ghendler
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

  6. Avatar
    says:

    Sehr geehrter Herr Dr. Ghendler,

    ich habe eine Frage bzgl. eines Postens aus Forderungsaufstellung und zwar
    Am 05.02.2010 habe ich ein Mahnbescheid über 550 € erhalten.
    Ich vereinbarte darauf hin eine Ratenzahlung mit dem Inkassobüro.
    Letzte Zahlung leistete ich am 06.09.2010. Dabei war ich mir sicher alles geleistet zu haben.
    Am 01.11.2010 zog ich asiatische Ausland und meldete sich auch bei Einwohnermeldeamt ab. ich kam vor ein paar Monaten zurück.
    Es meldete sich darauf hin wieder das Inkassounternehmen mit einer Forderung über 180 €.
    Hierbei fielen mir jedoch folg. Pnkt auf bei der Aufstellung
    03.08.11 Schufa Anfrage 1,10 €
    23.07.12 Pfü Beschluss 1 12,00 €
    23.07.12 Pfü 1 – Gerichtskosten 15,00 €
    16.10.12 Zwangsvollstr. GV 23,95 €
    Muss ich diese trotzt dem entrichten, obwohl ich in guten Glauben bereits im 2010 umgezogen war? Lt. Inkassounternehmen wurde eine Adressermittlung über Schufa gemacht……. Sehe ich es richtig, dass diese eigentlich an Einwohnermeldeamt gerichtet sein müsste?
    Kann man hier bei der GV Beauftragung von einem Fehler des Inkassounternehmens sprechen?
    Beste Grüße und vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort
    Peter D.

    • Dr. V. Ghendler
      says:

      Sehr geehrter Fragesteller,

      ob diese Gebühren gerechtfertigt waren, müsste im Einzelfall geprüft werden. Zu meinem Bedauern können wir derzeit keine Fälle im Bereich ungerechtfertigter Inkasso-Kosten annehmen.

      Mit freundlichen Grüßen

      Dr. V. Ghendler
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

  7. Avatar
    says:

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    Ihre Antwort ist für mich sehr wichtig!
    Ich habe vom Inkassounternehmen eine Rechnung bekommen. Drin wurden so geschrieben: 3 Mahnungen vom Klarna und Kosten von Inkassounternehmen. Ich habe alles sofort bezahlt. Ich hätte früher die Mahnungen bezahlt aber die Mahnungen sind an meine alten Postanschrift gekommen.
    Ich möchte klären, ob diese Forderung strafbar ist? Ob ich fürFührungszeugnis Belegart 0 beantragen kann?
    Vielen Dank für ihre Antwort im Voraus!

    • Dr. V. Ghendler
      says:

      Sehr geehrter Fragesteller,

      ins Führungszeugnis wird dieser Zahlungsrückstand nicht eingetragen, da es sich nicht um eine strafrechtlich relevante Tat handelt. Unter Umständen wird Ihre Bonität bei der Schufa darunter leiden. Aber Sie können sich als nicht vorbestraft bezeichnen und Ihr Führungszeugnis wird unbelastet sein.

      Mit freundlichen Grüßen

      Dr. V. Ghendler
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

  8. Avatar
    says:

    Guten Tag Dr. V. Ghendler

    Ich bin seit Jahren überschuldet und beziehe nunmehr Grundsicherung.
    Ich beantragte vor vielen Jahren die Privatinsolvenz beim zuständigem Bürgeramt (Schuldnerberatung).
    Antwort, nachdem alle geforderten unterlagen eingereicht wurden: 1 Gläubiger hat der Insolvenz nicht zugestimmt.
    Frage: ist dies auch heute noch möglich das wegen 1 Gläubiger der Privatinsolvenz Antrag scheitern kann?

    Mfg Razer

    • Dr. V. Ghendler
      says:

      Sehr geehrter Herr Razer,

      nein, die Zustimmung der Gläubiger ist bei einer Insolvenz nicht erforderlich.
      Gerne können wir Ihre Fragen zur Insolvenz auch bei einer kostenlosen telefonischen Erstberatung beantworten. Lassen Sie sich einfach unter 0221 – 6777 0055 einen Termin geben.

      Mit freundlichen Grüßen

      Dr. V. Ghendler
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

  9. Avatar
    says:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich möchte eine Grundforderung von 850 Euro begleichen, die zuzüglich aller Kosten bei 1029€ angekommen ist. Ein Titel liegt vor, der GV kam aber noch nicht auf mi h zu. Ich wollte nichts von diesen dubiosen Ratenzahlungsvereinbarungssachen unterschreiben und habe vor 3 Tagen einfach 150€ überwiesen. Nun bekam ich eine Mail vom Inkassounternehmen, dass die Ratenhöhe nicht angemessen sei, ich ab nächstem Monat mindestens 290€ zahlen muss, sonst ist der Betrag sofort fällig (ist er ja eh seit 08/2018) und das noch Gebühren in Höhe von 81€ hinzukommen. Ich bin mit beidem nicht einverstanden.

    Ich besitze ein P-Konto, habe unter 1000 brutto zur Verfügung und besitze nichts Pfändbares.

    Mit freundlichen Grüßen

    • Andre Kraus
      says:

      Sehr geehrter Fragesteller,

      das Inkassounternehmen muss einer Ratenzahlung nicht zustimmen. Sie könnten aber unter Hinweis auf Ihre finanzielle Situation darlegen, dass eine höhere Rate für Sie nicht tragbar ist.
      Die Ratenzahlungsvereinbarung zu unterschreiben ist ein Anerkenntnis der Forderung. Bei fragwürdigen Forderungen sollte man dies also nicht tun. Wenn die Forderung aber berechtigt ist, so ist es empfehlenswert, die Vereinbarung zu unterschreiben.
      Leider rechnen Inkassofirmen für die Vereinbarung einer Ratenzahlung noch eine Einigungsgebühr ab. Ob die Höhe angemessen war, kann ich nicht beurteilen. Leider kann unsere Kanzlei aktuell keine Fälle im Bereich Abwehr von Inkassoforderungen übernehmen. Ich hoffe, die Antwort hat Ihnen dennoch geholfen.

      Mit freundlichen Grüßen

      A. Kraus
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

  10. Avatar
    says:

    Sehr geehrter Herr Ghendler,

    Aufgrund einiger persönlicher Umstände habe ich kürzlich eine Forderung eines Inkasso Unternehmens erhalten, die gerechtfertigt ist, von der ich jedoch nicht die Gesamthöhe der Hauptforderung kenne. Ich habe einen Vergleich angeboten, dem das Unternehmen zustimmte. Etwa 4 Wochen nach der Zahlung des Vergleichs erhielt ich erneut eine Forderung (anderer Betrag) vom selben Gläubiger mit einem anderen Aktenzeichen.
    Ist es zulässig, dass das Inkassobüro das zweite Aktenzeichen quasi „verschweigt“ und nach der erfolgten Vergleichszahlung weitere Forderungen schickt?
    Ich hatte mir extra bestätigen lassen, dass keine weiteren Forderungen geltend gemacht werden können, was das Inkasso Unternehmen nun lediglich auf das erste Aktenzeichen bezieht, nicht auf den Gläubiger. Ist dies zulässig? Für mich grenzt das doch arg an Willkür.

    Vielen Dank für Ihre Antwort und ihre Zeit bereits im Voraus!

    • Andre Kraus
      says:

      Sehr geehrte Fragestellerin,

      Inkassobüros wenden oft fragwürdige oder illegale Methoden an, um die abzurechnenden Gebühren zu „maximieren“. Leider kann ich ohne genauere Betrachtung des Schriftwechsels und der Rechnungen nicht beurteilen, ob die Gebühren angreifbar wären. Zu meinem Bedauern besitzt unsere Kanzlei derzeit auch keine Kapazitäten, um Fälle im Bereich Inkasso-Abwehr zu übernehmen.

      Mit freundlichen Grüßen

      A. Kraus
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

  11. Avatar
    says:

    hallo
    kann ein Anwalt ( Inkassounternehmen) eine Unterschrift einer angenommenen Postsendung schicken auf Anfrage ?
    mfg

    • Dr. V. Ghendler
      says:

      Sehr geehrter Fragesteller,

      leider kann ich Ihre Frage ohne nähere Informationen zum Sachverhalt nicht beantworten.

      Mit freundlichen Grüßen

      Dr. V. Ghendler
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

  12. Avatar
    says:

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    Im Jahr 2019 habe ich durch ein Inkassounternehmen mein Konto gesperrt bekommen. Wir hatten uns dann auf eine Ratenzahlung geeinigt ich musste einen Dauerauftrag einrichten für die Summe die erste Rate sofort bezahlen. Soweit alles gut. Allerdings sollte die Rate immer zum 1.des Monats überwiesen werden. Da ich da aber kein Geld habe habe ich beim Inkasso angerufen und denen das auch so gesagt. Die Dame meinte das wäre ok. Das ganze war im Oktober letzten Jahres, da habe ich die erste Rate geschickt und eine Vereinbarung unterschrieben und den Dauerauftrag mit Datum immer zum 24. eines Monats per Fax an die geschickt. Jetzt im Januar haben die auch wieder am 24 ihre Rate bekommen und 2-3 Tage später mein Konto wieder gesperrt. Ist das erlaubt. Begründung das Geld würde ja nicht zum 1. kommen. Jetzt muss ich wieder eine Vereinbarung unterschreiben wieder eine erste Rate Zahlen und erst dann machen die mein Konto wieder auf. Ich war sogar bei Gericht (Empfehlung meiner Bank) das die mir dort helfen und auch die waren sprachlos genau wie meine Bank. Können sie mir sagen ob das so richtig ist erst 3 Raten zu kassieren und dann trotzdem mein Konto zu schließen. Danke schon mal für eine Antwort

    • Andre Kraus
      says:

      Sehr geehrter Fragesteller,

      durch die „neue“ Ratenzahlungsvereinbarung wird das Inkassobüro vermutlich auch erneut eine Einigungsgebühr abrechnen. Das dürfte der Hintergrund dieser ganzen Aktion sein.
      Bezüglich der Rechtmäßigkeit der Pfändung kommt es darauf an, was in der Ratenzahlungsvereinbarung bzw. in der darauffolgenden Anpassung im Oktober vereinbart war. Sollte das Inkassounternehmen hier einen Verzicht auf Zwangsvollstreckungsmaßnahmen erklärt haben und seitdem die Raten immer pünktlich gezahlt worden sein, wäre die Pfändung unrechtmäßig. Ohne Kenntnis des konkreten Schriftwechsels und der Ratenzahlungsvereinbarung inkl. des Zahlungsverlaufs kann ich an dieser Stelle leider keine abschließende Beurteilung vornehmen, ob das Vorgehen des Inkassobüros zulässig ist.

      Mit freundlichen Grüßen

      A. Kraus
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

  13. Avatar
    says:

    Guten Tag,

    ich bekam zu einer Bestellung, deren Annahme ich verweigerte von der Firma Klarna eine Mahnung. Ich schrieb die Firma an und habe widersprochen. Die nächste Reaktion war ein Brief eines Inkassounternehmens, dass mich nun ständig anruft und mir SMS schickt. Ich habe auch dort widersprochen und den Sachverhalt dargelegt.

    Meine Frage: ist es rechtlich zulässig, dass die Firma Klarna meine Handynummer weiterleitet und ich dann mit Anrufen und SMS belästigt werde?

    Was kann ich tun?

    Viele Grüße

    • Andre Kraus
      says:

      Sehr geehrte Fragestellerin,

      grundsätzlich ist es datenschutzrechtlich zulässig, dass das Inkassounternehmen Ihre Telefonnummer erhält. Im Einzelfall kann eine Belästigung mit Anrufen und SMS jedoch sogar eine Nötigung darstellen. Ob dies jedoch gegeben ist, kann ich in diesem Rahmen leider nicht beurteilen.

      Mit freundlichen Grüßen

      A. Kraus
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

  14. Avatar
    says:

    Hallo,

    sind Inkassogebühren in Höhe von 53,20 € gerechtfertigt, wenn die Forderung 68,13 € beträgt?

    • Andre Kraus
      says:

      Sehr geehrte Fragestellerin,

      das lässt sich pauschal nicht beantworten, sondern es kommt auf die Rechnung an. Grundsätzlich kann es sein, dass die Kosten auch in dieser Höhe gerechtfertigt sind, allerdings sind in einer großen Zahl der Rechnungen die Inkassokosten zu hoch angesetzt.
      Zu meinem Bedauern hat unsere Kanzlei derzeit jedoch keine Kapazitäten zur Prüfung von ungerechtfertigten Inkassokosten frei.

      Mit freundlichen Grüßen

      A. Kraus
      Rechtanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

  15. Avatar
    says:

    Sehr geehrter Herr Ghendler.
    Danke für Ihre freundliche Auskunft.
    Ich hatte kein Erbe ausgeschlagen, weil es nichts zu erben gab.
    Was da dann auf mich zukommt, konnte ich zu diesem Zeitpunkt nicht ahnen.
    Es bestand gegen meinen Mann ein Schuldtitel, aber wie gesagt, lange bevor wir uns kannten, bzw. lange vor unserer Eheschließung.
    Diese Schulden hatte er bei der VOBA HN.
    und HFI Ikasso versucht diese Schulden, nachdem mein Mann verstorben war (fast nach 2 Jahren später) von mir einzutreiben.
    Ich selbst habe nur eine Rente von ca. 860€, und sonst nichts.
    Was kann ich tun?
    Ich habe Angst, daß die HFI irgendwann einen Titel gegen mich bei Gericht beantragen wollen.
    LG Petra

  16. Avatar
    says:

    Hallo.
    Mein Mann ist 2016 verstorben.
    Er hatte Schulden bei einer Bank, die er nicht mehr begleichen konnte, und hatte deswegen eine EV abgeben müssen.
    Diese Schulden von meinem Mann sind allerdings sehr lange vor unserer Eheschließung entstanden.
    Nun schreibt mich die HFI Inkasso an, daß ich diese Schulden begleichen muß.
    Die wollen sogar eine Vermögensauskunft von mir. Ich habe nur eine kleine Rente.
    Zu erben gab es nichts, mein Mann hatte Grundsicherung. Allein durch die Beerdigung hatte ich mich finanziell übernommen.
    Haben Sie einen Rat für mich?
    Was kann ich gegen HFI Inkasso unternehmen.
    Haben die das Recht dazu, von mir die Bezahlung der Schulden und die Vermögensauskunft zu verlangen?
    Freue mich auf Ihre Antwort.
    LG

    • Dr. V. Ghendler
      says:

      Sehr geehrte Fragenstellerin,

      grundsätzlich wäre hierbei erst einmal zu erörtern, inwiefern die Altschulden Ihres verstorbenen Ehemannes im Wege der Erbfolge auf Sie übergegangen sind. Durch die Eheschließung allein „übernimmt“ man Schulden nicht automatisch. Wenn ein Übergang der Altschulden gar nicht in Betracht kommt, etwa weil Sie das Erbe ausgeschlagen haben oder gar nicht erst beerbt wurden, handelt es sich auch nicht um Ihre Schulden. Dann könnten Sie dem Inkassobüro dies aufweisen. Sollten es jedoch „Ihre“ Schulden sein, wäre ein außergerichtlicher Vergleich unter Umständen eine Option. Dies lässt sich jedoch nur in einer ausführlicheren Beratung mit Sicherheit sagen.
      Eine Vermögensauskunft darf nur auf gerichtliche Verfügung hin eingeholt werden. Beachten Sie, dass viele Inkassounternehmen den Aufbau einer „Drohkulisse“ zu Ihrem Handwerk machen. Prüfen Sie also zunächst einmal, ob es sich wirklich um „Ihre“ Schulden handeln kann.

      Mit freundlichen Grüßen

      V. Ghendler

  17. Avatar
    says:

    Guten Abend,

    Durch die Trennung und spätere Scheidung von meinem Exmann bin ich in die Schuldenfalle gerutscht. Zudem hatten wir eine gemeinsame Firma, die auf meinen Namen lief, so dass nach der Trennung er eine eigene Firma „eröffnete“ und mir die Schulden im sechsstelligen Bereich blieben.
    Nach 5 Jahren sind wir jetzt endlich finanziell auseinander und durch den Verkauf des gemeinsamen Eigentums kann ich die noch verbliebenen Schulden/ Verbindlichkeiten abbezahlen und möchte Vergleiche anstreben.
    Bis zum meinen letzten Umzug (Ende 2018) wurde ich von einer Schuldnerberatung einer kirchlichen Einrichtung betreut, dies fiel mit dem Wechsel des Wohn-Kreises jedoch weg. Bei einer anderen Beratung hatte ich nicht mehr nachgefragt, da die Wartezeiten sehr lang sind.

    Bei der GFKL bestehen noch Verbindichkeiten wegen einem Liquiditäts-Kredites in Höhe von rund 44.000€, bei der Stadt von 12.400€ wegen Steuern. Beide habe ich bereits angeschrieben und einen Vergleich in Höhe von 20 – 25% der Summe angeboten.
    Bei dem dritten Gläubiger hatte ich es auch versucht – die Euler Hermes hat die Forderung an eine Rechtsanwalt- Kanzlei übergeben, dort findet man aber die Akten nicht, die einst ringe Kanzlei hat sich in 2 Kanzleien aufgeteilt. Euler Hermes hat gegen mich einen Titel erwirkt. Nach einer telefonischen Anfrage teilte man mir dort mit, dass dieser Vorgang „geschlossen wäre“. Die Höhe lag in 2016 bei Ca 24.000€.
    Weitere Gläubiger und deren Forderungen konnte ich durch gerichtlich beschlossene Zahlungen meines Exmanns bereits begleichen.
    Von der Stadt habe ich bisher keine Rückmeldung, die GFKL bietet mir einen Vergleich in H. v. 35.200€. Diesen Betrag halte ich jedoch für zu hoch.

    Nun meine Fragen:
    1. Darf die GFKL – also ein Inkassounternehmen – meine Kontodaten einsehen, ohne dass ein Titel vorliegt?
    Das geht aufs ihrem Schreiben hervor, bzw. könnte man es daraus lesen: „… die angebotene Vergleichshöhe steht nicht im Verhältnis zu Ihren finanziellen Verhältnissen…“ (ich habe derzeit tatsächlich einen unüblich hohen Betrag auf meinen Konto durch den Verkauf des Eigentums)
    2. Welcher Prozentsatz bzw. Betrag ist für einen Vergleich annehmbar bzw. vertretbar, wenn ich die GFKL noch mal einen Vergleich anbiete? Wie oft kann man so ‚hin und her‘ schreiben?
    3. Kann ich davon ausgehen, dass die Euler Hermes den Fall wirklich geschlossen hat und diesen nicht noch mal aufrollt? Ein Titel ist ja 30 Jahre gültig!

    Aufgrund der zahlreichen gerichtlichen Verfahren bin ich auch gezwungen, die Gerichte davon zu unterrichten, dass sich meine finanzielle Situation verbessert hat und ich die VKH (Verfahrens Kosten Hilfe) zurück zahlen kann – was ich auch möchte.
    Mein Anwalt hast bereits einen Betrag von rund 12.000€ in Rechnung gestellt. Denselben Betrag erwarte ich mich von den Gerichten als Rechnung. Es kommen also noch einige Zahlung auf mich zu und ich hoffe, dass der Betrag auf meinem Konto für die zahlreichen Verbindlichkeiten ausreichen wird.

    Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie zumindest meine erste und letzte Frage beantworten könnten. Mich mit meinen Gläubigen selbst zu einigen, traue ich mir zu.

    Für Ihre Mühe danke ich Ihnen im voraus ganz herzlich und sende viele Grüße vom Niederrhein,
    Joanna

    • Andre Kraus
      says:

      Sehr geehrte Fragestellerin,

      es ist erfreulich, dass Sie sich selbst so gut aus Ihrer Schuldensituation befreien konnten. Zu Ihren Fragen kann ich grundsätzlich sagen, dass das Inkassounternehmen normalerweise ohne Abgabe einer Vermögensauskunft keine Informationen zu Ihrem Kontostand erhalten dürfte. Woher die Information stammt, kann ich nicht beurteilen.
      Der anzubietende Summe für einen Vergleich hängt vom Einzelfall ab, vor allem damit, ob der Gläubiger der Meinung ist, durch Pfändung mehr erhalten zu können.
      An Ihrer Stelle würde ich mich auch nicht darauf verlassen, dass eine titulierte Forderung in Höhe von 24.000 Euro einfach als erledigt betrachtet wird. Eine schriftliche Bestätigung wäre hier notwendig.

      Mit freundlichen Grüßen

      A. Kraus
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

  18. Avatar
    says:

    Guten Tag Herr Dr. V. Ghendler,

    ich habe schon seit einiger Zeit Ärger mit der N26 Bank.
    Mehrere Versuche, mein Konto auszugleichen, scheiterten. Weder mein Vater, meine Stiefmutter noch ich haben es geschafft, das Konto auszugleichen.
    Von unseren Banken kam jeweils die Meldung das Konto sei erloschen, obwohl wir die richtigen Daten benutzt haben. Dabei wollte ich das Konto einfach nur ausgleichen und schließen.

    Ich war ja bereit zu zahlen, konnte das aber nicht, da das Konto ja bereits erloschen war und mir trotz mehrmaliger Bitte kein Alternativkonto mitgeteilt wurde.

    Jetzt bekam ich Post. Mein Konto sei geschlossen worden. Der ausstehende Betrag von 39,58 € würde jetzt an ein Inkassounternehmen übergeben werden. “… Die künftige Kommunikation bezüglich dieses Verfahrens verläuft ausschließlich über das ausführende Inkassounternehmen.”

    1. Ist das alles so Rechtens? Alle Versuche meinerseits sind gescheitert.

    2. Ich bin in der Privatinsolvenz. Habe ich jetzt zu befürchten, dass diese jetzt beendet wird, sobald etwas an ein Inkassounternehmen übergeben wird? Ich würde diese Angelengenheit gerne hinter mich bringen, da der Kontakt zu N26 nicht erfolgreich war. Also ggf. eine Zahlung an das Inkassounternehmen leisten?!

    Vielen Dank

    • Andre Kraus
      says:

      Sehr geehrter Fragesteller,

      im Rahmen der Schadensminderungspflicht könnte die Geltendmachung von Gebühren für eine Übergabe an das Inkasso-Büro unzulässig sein. Hierzu wäre eine genauere Betrachtung des Einzelfalles erforderlich.
      Für Ihre Privatinsolvenz ist kein Problem zu befürchten. Beachten Sie, dass Sie die Zahlung an das Inkassounternehmen aus Ihrem unpfändbaren Einkommen leisten müssten. Leider fiele die Forderung nicht in die Insolvenz, da sie erst nach Eröffnung entstanden ist.

      Mit freundlichen Grüßen

      A. Kraus
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

  19. Avatar
    says:

    auch ich bin ins Inkasso gerutscht,und jetzt möchten die gerne meinen ALG ll Bescheid.

    1. Dürfen die den Verlangen?
    2. Darf ich Vermieter,Stromanbieter, (Kinder Namen )und BG NR schwärzen?
    3.Dachte das darf nur der GV verlangen…

    Danke ihnen.
    Und Sorry bin Konfus
    Lg

    • Dr. V. Ghendler
      says:

      Sehr geehrter Fragesteller,

      grundsätzlich raten wir von der Abgabe einer Selbstauskunft ab. Sie sind nicht dazu verpflichtet. Die Unterschrift darunter könnte als Schuldanerkenntnis gedeutet werden, was bei einer unberechtigten Forderung negative Auswirkungen hat.
      Andererseits ist das Inkassobüro auch nicht verpflichtet, einer Ratenzahlung zuzustimmen und macht diese Zustimmung oftmals von der Abgabe der Selbstauskunft abhängig. In diesem Fall sind weitere Verhandlungen mit dem Inkassobüro notwendig, was unter Umständen weitere Gebühren nach sich zieht.

      Mit freundlichen Grüßen

      Dr. V. Ghendler
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

  20. Avatar
    says:

    Guten Tag,

    versehentlich wurde ein EC Kartenbetrag eines Unternehmens von mir Rückgebucht. Darf die Firma einfach ohne eine Mahnung die Angelegenheit an ein Inkassobüro abtreten? Oder hätte das Unternehmen erst eine Mahnung aussprechen müssen? Der Betrag wurde von mir nach Information durch das Inkassobüro gleich überwiesen, jedoch werden 70,57 Euro Inkassogebühren weiterhin verlangt. Wie ist es mit der Schadensminderungspflicht durch das Unternehmen?

    • Dr. V. Ghendler
      says:

      Sehr geehrter Herr Müller,

      anhand Ihrer Angaben würde ich davon ausgehen, dass die Forderung fällig war, als das Inkasso-Unternehmen beauftragt wurde. In diesem Fall ist es auch ohne vorherige Mahnung möglich, das Inkassobüro zu beauftragen.
      Ob die Höhe der Gebühren in Ordnung ist, kann ich ohne genauere Prüfung nicht beurteilen.

      Mit freundlichen Grüßen

      Dr. V. Ghendler
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

  21. Avatar
    says:

    lassen sich Inkassofirmen auf Ratenvereinbarung ein?

    • Dr. V. Ghendler
      says:

      Sehr geehrte Frau Berger,

      ja, Inkassofirmen lassen sich sehr häufig auf Ratenzahlungen ein. Hierfür wird jedoch eine weitere Gebühr fällig. Mit dem Abschluss einer solchen Vereinbarung erkennt man außerdem die Höhe der Forderung grundsätzlich an, selbst wenn die Forderung eigentlich unberechtigt war.

      Mit freundlichen Grüßen

      Dr. V. Ghendler
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

  22. Avatar
    says:

    Sehr geehrte Damen u. Herren,

    Ich hatte mal einen Studienkredit bei der DKB.
    Nachdem ich die Rückzahlungsraten aus finanziellen gründen widerholt zwei Monate nicht begleichen konnte, wurde der Vertrag seitens der Bank gekündigt und ich wurde mit einem Schreiben von der DKB aufgefordert den ganzen Betrag von ca. 25 000 Euro zu einer gewissen Frist zu begleichen, oder mir drohe ansonsten ein Schufaeintrag. Natürlich konnte ich den Betrag nicht auf einmal begleichen und hatte die Bank schriftlich darüber in Kenntnis gesetzt und angefragt ob eine Ratenzahlung möglich wäre. Die Bank hatte erwidert dass es möglich wäre und ich ein Ratenrückzahlungsangebot erstellen sollte.
    Das tat ich dann auch. Mein Rückzahlungsangebot wurde von der Bank abgelehnt. Auf meine Anfrage welche Rate für die Bank angemessen wäre, erhielt ich eine Anwort dass sie nicht dafür zuständig sind rückzalhungsratenangebote zu erstellen. Es erfolgte von der Bank ein Schufaeintrag und meine Schulden wurde an ein Inkassounternehmen verkauft.
    Dieses Inkassounternehmen hat dann in seinen Namen den Schufaeintrag weitergeführt.
    Meiner Ansicht nach hätte die Bank mir eine Möglichkeit geben müssen die Raten zu begleichen. Der Schufaeintrag hat daraufhin mein leben in vieler Hinsicht erschwert.
    Meine Frage ist, kann das Inkassounternehmen den Schufaeintrag einfach weiterführen ohne mir ein Rückzahlungsangebot zu unterbreiten. Hat die Bank durch ihr Verhalten rechtswidrig gehandelt? Welche Möglichkeiten bleiben mir mich dagegen zu wehren? Für helfende antworten bin ich Ihnen sehr Verbunden.

    • Dr. V. Ghendler
      says:

      Sehr geehrter Fragesteller,

      grundsätzlich gibt es keine Verpflichtung dazu, eine Ratenzahlung zu akzeptieren, wenn der gesamte Betrag bereits fällig ist. Ob man grundsätzlich gegen diesen Schufa-Eintrag vorgehen kann, kann ich ohne nähere Betrachtung des Sachverhalts nicht zuverlässig beurteilen, ich bitte Sie diesbezüglich um Verständnis.

      Mit freundlichen Grüßen

      Dr. V. Ghendler
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

  23. Avatar
    says:

    Hallo ich wollte fragen ob meine bank bei einem Inkasso büro oder Schulden beim Rechtsanwalt nachfragen kann telefonisch danke

    • Andre Kraus
      says:

      Sehr geehrter Herr Eryigit,

      vermutlich wird das Inkassobüro Ihrer Bank keine Auskünfte geben, aber genau kann ich dies nicht einschätzen.

      Mit freundlichen Grüßen

      A. Kraus
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

  24. Avatar
    says:

    Hallo, ich bin 16 jahre alt und mir wurde von einer Streamingseite eine Rechnung in Höhe von 400€ gestellt, da ich angeblich mein Konto nicht gekündigt habe und deswegen es zu einem Premiumkonto geworden ist. Sie drohen mir mit Gerichtsverfahren und Inkasso… Was soll ich tun?

    • Dr. V. Ghendler
      says:

      Sehr geehrter Fragesteller,

      in der Regel sind derartige Forderungen unseriös. Daher belassen diese Firmen es häufig bei Drohungen. Andererseits wissen sie auch, dass sehr viele der vermeintlichen Kunden auf die Drohungen reagieren und zahlen.
      Dennoch sollten Sie der Forderung erst einmal widersprechen und Nachweise anfordern, wenn Sie sicher sind, dass die Forderung unberechtigt war.

      Mit freundlichen Grüßen

      Dr. V. Ghendler
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

  25. Avatar
    says:

    Werte Damen und Herren,
    Ich habe eine Inkasso Forderung einer Mautnachzahlung einer von der ungarischen Mautgesellschaft beauftragten GmbH in Deutschland erhalten. Diese treibt zivilrechtlich die wohl verkauften Forderungen aus Ungarn ein. Da ich mir keines Mautvergehens bewusst bin, habe Vignette entsprechend der von Verkäufer bereitgestellten Informationen gekauft, habe ich per Mail Widerspruch eingelegt. Dies ist aber der Inkasso egal. Ich habe 60Tage Frist, dann verdoppelt sich die Gebühr. Kann das Inkasso mich in der BRD verklagen, oder muss das Ungarn in Ungarn tun?
    Wie sollte ich mich dem Inkasso bzw der Mautgesellschaft gegenüber verhalten? Mein Anwalt sieht es skeptisch, da die ungarischen Gesetze wohl mich im Überprüfen der Korrektheit der Vignette sehen. Rein juristisch also ich zurecht eine Nachforderung erhielt. Also eine ausländische Forderung innerhalb der EU über ein in Deutschland ansässiges Inkasso beigetrieben werden darf.
    Im ersten Schreiben waren Halterermittlungskosten 10€ und Kosten des Inkasso von 50€, bei Forderungshöhe von 50€ angegeben.
    Danke Buchwald

    • Andre Kraus
      says:

      Sehr geehrter Fragesteller,

      aufgrund der Komplexität der Frage ist eine Beantwortung nur im Rahmen eines kostenpflichtigen Termins möglich, ich bitte Sie um Verständnis.

      Mit freundlichen Grüßen

      A. Kraus
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

  26. Avatar
    says:

    Sehr geehrte Damen und Herren ich hätte mal eine Frage.. Da ich paar Monate leider meine handyrechnung nicht zahlen konnte 249 Euro an eine Gerichtsvollzieherin bezahlen die ich längst bezahlt habe und jetzt habe ich ein Brief vom Inkasso behalten wo ich darauf 310 Euro nochmal bezahlen sollte obwohl Rechnung längst an die Gerichtsvollzieherin geleistet wurde nach Nachfrage beim Unternehmen wurde mir gesagt soll noch 133 Euro ans Inkasso zahlen ist dies rechtens? Mfg Gast

    • Dr. V. Ghendler
      says:

      Sehr geehrter Fragesteller,

      die meisten Inkasso-Rechnungen sind zumindest überhöht und teilweise sogar komplett unberechtigt.
      Ob dies in Ihrem Fall jedoch auch so ist, kann erst nach einer Prüfung der Rechnung beurteilt werden. Zu meinem Bedauern besteht für unsere Kanzlei jedoch aktuell keine Kapazität, um einen derartigen Fall zu bearbeiten.

      Mit freundlichen Grüßen

      Dr. V. Ghendler
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

  27. Avatar
    says:

    Hallo, mein Mann hat eine Zahlungsaufforderung von einem inkasso Unternehmen bekommen allerdings nicht an seine Adresse, sondern an an seine Eltern. Uns ist völlig unklar woher sie diese Adresse haben. Wir haben den Brief auch erst kurz vor der Frist bekommen. Jetzt wird es vermutlich zu spät sein noch ein schreiben wegen unberechtigter Forderung oder Anforderung eines Titels zu schicken, oder?
    Danke im voraus

    • Dr. V. Ghendler
      says:

      Sehr geehrte Fragestellerin,

      wenn die Rechnung an eine falsche Adresse zugestellt wurde, kann auch nicht davon ausgegangen werden, dass die Rechnung fällig ist, selbst wenn die Rechnung aufgrund des identischen Namens auf dem Briefkasten nicht zurückgewiesen sondern zugestellt wurde.
      Sie können dem Inkassobüro den Sachverhalt sowie die aktuelle Adresse mitteilen und darauf hinweisen, dass Sie die Rechnung zwar von den Eltern erhalten haben, allerdings erst einige Tage später.

      Mit freundlichen Grüßen

      Dr. V. Ghendler
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

  28. Avatar
    says:

    Guten Tag
    wenn einmal eine Rate nicht bedient wurde, aber im nächsten Monat weiter gezahlt wurde(Dauerauftrag),darf das Inkassobüro eine weiter Einigungsgebühr über eine Ratenzahlung fordern?

    • Dr. V. Ghendler
      says:

      Sehr geehrte Fragestellerin,

      grundsätzlich ist Voraussetzung für eine Einigungsgebühr, dass das Inkassobüro an der Einigung mitgewirkt hat. Wenn es zu keinen erneuten Verhandlungen gekommen ist und nur die alte Vergleichsvereinbarung verzögert fortgesetzt wurde, könnte es sein, dass die Einigungsgebühr nicht erneut verlangt werden durfte.
      Allerdings sind die Voraussetzungen für eine rechtmäßige Einigungsgebühr relativ niedrig. Ich bitte um Verständnis, dass eine genaue Prüfung der Inkassokosten nötig wäre, um die Frage genau zu beantworten.

      Mit freundlichen Grüßen

      Dr. V. Ghendler
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

  29. Avatar
    says:

    Guten Tag,
    ich habe am 4.10 ein Schreiben eines Inkassounternehmens erhalten mit einer Zahlungsaufforderung von knapp 750€. In dem Schreiben geht ein Gläubiger hervor, den ich bereits über ein anderes Inkassounternehmen begleiche. Ich schrieb dem Inkassounternehmen ein Schreiben mit der Aufforderung zur Zusendung einer Abtretungserklärung, einer Forderungsaufstellung sowie zur Zusendung einer Kopie des Titels. Heute erhielt ich dann ein Schreiben (Ohne die angeforderten Dokumente) mit einem dubiosen Aktenzeichen und der Aussage, dass wenn der Vollstreckungsbescheid nicht in meinem Besitzt ist, ich diesen doch beim Amtsgericht selbst anfordern soll.

    Ich bin nicht bereit einer Zahlung nachzukommen bei der ich nicht weis ob sie überhaupt berechtigt ist und ob dieses Unternehmen überhaupt befugt dazu ist.

    Nun meine Frage: habe ich mich bisher korrekt verhalten & wie soll ich mich weiterhin verhalten?

    Mit Grüßen

    • Dr. V. Ghendler
      says:

      Sehr geehrter Herr Lorenz,

      meiner Ansicht nach haben Sie sich bislang genau richtig verhalten.
      Auch Ihre Auffassung, dass Sie keine Zahlung leisten werden, ohne die Berechtigung der Forderung prüfen zu können, ist genau richtig. Dies sollten Sie auch dem Inkassounternehmen schreiben. Ohne die Forderungsaufstellung ist es Ihnen nicht möglich, die Forderung zuzuordnen.
      Wenn allerdings bereits ein Vollstreckungsbescheid vorliegt, ist die Situation etwas anders. Dann wurde offenbar dem Mahnbescheid nicht widersprochen und das Inkassobüro könnte somit eine Zwangsvollstreckung durchführen. Hiergegen können Sie nicht mehr viel ausrichten. In diesem Fall wäre aber vorher ein Mahnbescheid an Sie zugestellt worden.

      Mit freundlichen Grüßen

      Dr. V. Ghendler
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

  30. Avatar
    says:

    Eine Inkassofirma hat mich angeschrieben und ich habe angeblich eine Rechnung zu zahlen die jetzt 3 Monate lang her ist . Meine Frage ist ob eine inkassofirma nach 3 Monaten immernoch ermittelt obwohl die keine Daten und antworten von mir bekommen (weil ich nie in diese email schaue)

    • Dr. V. Ghendler
      says:

      Sehr geehrter Fragesteller,

      das Inkassounternehmen wird nicht nach wenigen Monaten aufgeben, nur weil Sie dessen Schreiben ignorieren. Im Gegenteil werden dadurch die Gebühren weiter steigen, dies gilt jedenfalls dann, wenn die Hauptforderung berechtigt ist. Inkassounternehmen verfolgen solche Forderungen jahrelang.
      Bei einer berechtigten Forderung ist es auch rechtmäßig, wenn das Inkassobüro weitere Daten wie etwa die Adresse ermittelt.
      Handelt es sich um eine unberechtigte Forderung, ist es empfehlenswert, die Forderung zu bestreiten und Belege über die Forderung, die Abtretung der Forderung an das Inkassobüro und eine Vollmacht anzufordern.

      Mit freundlichen Grüßen

      Dr. V. Ghendler
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

  31. Avatar
    says:

    Hallo Herr Dr. Ghendler,

    darf ein Inkasso Unternehmen ohne richterlichen Beschluss oder amtl. Vollstreckungsbescheid Lohnpfändungen durchführen? Der Fall soll 10 Jahre her sein und jetzt wird gepfändet, der komplette Fall ist zudem fraglich.

    Danke vorab

    • Dr. V. Ghendler
      says:

      Sehr geehrter Fragesteller,

      grundsätzlich ist die Voraussetzung für eine Lohnpfändung, dass ein vollstreckbarer Titel vorliegt. Hierüber müssen Sie auch informiert worden sein, beispielsweise indem Sie einen Mahnbescheid erhalten haben. Sollten Sie keinen Mahnbescheid erhalten haben, können Sie die Forderung als verjährt betrachten.

      Mit freundlichen Grüßen

      Dr. V. Ghendler
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

  32. Avatar
    says:

    Ich habe mal ne Frage und zwar geht es darum das ich mal was über PayPal bestellt habe aber die das Geld nicht abbuchen konnten. Naja auf jeden Fall hatte ich nie ne Benachrichtigung bekommen das die Rechnung noch offen sei dies wahr im Jahr 2015.
    Seid dem habe ich die Dienste von PayPal nicht mehr benutzt und wusste nicht das noch was offen ist.
    Heute 2019 wollte ich mal wieder PayPal wieder benutzen und musste feststellen das mein Konto gesperrt worde drauf hin hätte ich Kontakt mit paypall aufgenommen die meinten zu mir das die forderung bei eine inkassobüro ist und das seit fast 4 Jahren aber ich bis heute weder ein schreiben noch kontopfändung noch ähnliches bekommen habe also ich wusste nicht mal das irgendwas noch zu zahlen ist.
    Jetzt zu meiner Frage kann ich die forderung verweigern die jetzt sehr hoch sein muss durch denn zinnzen und denn Gebühren oder muss ich alles zahlen ob wohl ich nicht informiert worde. Da zu habe ich ja immer noch nicht ein schreiben vom inkassobüro das wahr nur ne Information von PayPal das ich da denn offen Betrag von 6 Euro Habe

    • Dr. V. Ghendler
      says:

      Sehr geehrter Fragesteller,

      zahlreiche Mandanten melden sich bei uns, weil sich ein angeblich oder tatsächlich von PayPal beauftragtes Inkassobüro bei ihnen gemeldet hat.
      Normalerweise meldet sich PayPal zunächst telefonisch, um den Kunden an den offenen Betrag zu erinnern.
      Grundsätzlich hat PayPal aber bei ausbleibender Zahlung das Recht, ein Inkassobüro einzuschalten. Wenn Sie vermuten, dass mittlerweile Inkassogebühren aufgelaufen sind, so sind diese der Höhe und dem Grund nach zu prüfen. SOlange Sie jedoch keine Mitteilung vom Inkassounternehmen erhalten haben, sollten Sie nicht über die Höhe der Gebühren spekulieren.

      Mit freundlichen Grüßen

      Dr. V. Ghendler
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

  33. Avatar
    says:

    Hallo Herr Dr. V. Ghendler,

    Darf ein Inkassounternehmen, das zum selben Konzern gehört wie der Auftraggeber, aus einer Hauptforderung von 7 euro eine gesamtforderung von 79,64 euro bei der 1. Mahnung machen? (verschiedene Gebühren)

    Wenn nein, wie gehe ich dagegen rechtlich vor?

    • Dr. V. Ghendler
      says:

      Sehr geehrter Herr Wendler,

      es könnte sein, dass durch die Einschaltung des Inkassobüros gegen die Schadensminderungspflicht verstoßen wurde. Anhand der gemachten Angaben scheinen die Gebühren zumindest der Höhe nach sehr fragwürdig zu sein.
      Theoretisch kann man auch selbst einen Brief an das Inkassobüro schreiben, wirksamer ist in der Regel ein anwaltlich verfasster und rechtlich gut begründeter Brief.
      Leider kann unsere Kanzlei derzeit aus Kapazitätsgründen keine derartigen Mandate annehmen.

      Mit freundlichen Grüßen

      Dr. V. Ghendler
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

  34. Avatar
    says:

    Guten Tag, ich habe versehentlich eine Rate zuviel überwiesen. Darf das Inkassobüro für eine Rücküberweisung 10,00 € berechnen?

    Mit freundlichen Grüßen
    A.D.

    • Dr. V. Ghendler
      says:

      Sehr geehrter Fragesteller,

      diese Gebühren sind leider nicht unüblich und es ist durchaus zulässig, dass eine Bearbeitungsgebühr hierfür erhoben wird. Die Höhe der Gebühr ist zwar ärgerlich, aber vermutlich lohnt es sich nicht, dagegen vorzugehen.

      Mit freundlichen Grüßen

      Dr. V. Ghendler
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

  35. Avatar
    says:

    Guten Morgen,
    Meine Frage lautet, darf ein Inkasso Büro eine kontopfändung machen obwohl ich dem Mahnbescheid widersprochen habe?
    Da die Forderung unberechtigt ist. Es gab weder die erwartete Gerichtsverhandlung noch kam irgendetwas. Erst jetzt fast ein Jahr später drohen sie mir mit kontopfändung.
    Ich denke es ist rechtswidrig, möchte aber zur Sicherheit Ihre Meinung dazu.
    Mfg Büth

    • Dr. V. Ghendler
      says:

      Sehr geehrte/r Herr/Frau Büth,

      wenn dem Mahnbescheid wirksam widersprochen wurde, so bleibt dem Inkassobüro nur die Möglichkeit eines Klageverfahrens. Die Kontopfändung ist vorher nicht möglich.

      Mit freundlichen Grüßen

      Dr. V. Ghendler
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

  36. Avatar
    says:

    ich habe eine kontopfändung. das inkassounternehmen nimmt aber die pfändung nicht zurück auch wenn eine ratenzahlung vereinbart ist. erst wenn alles bezahlt ist. ist das rechtens?

    • Dr. V. Ghendler
      says:

      Sehr geehrter Fragesteller,

      dies ist leider die übliche Vorgehensweise. Würde das Inkassounternehmen die Pfändung zurücknehmen und im Falle eines Scheiterns der Ratenzahlung wieder neu beantragen, würde das Unternehmen seinen Platz in der „Warteschlange“, also der Rangfolge der Pfändungen, verlieren.

      Mit freundlichen Grüßen

      Dr. V. Ghendler
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

  37. Avatar
    says:

    Guten Morgen, ich versuche gerade einen außergerichtlichen Vergleich zu erzielen. Nun fordert eine der Gläubiger eine Auflistung aller Schulden sowie Einkommennachweise. Ich bin H4-Empfänger (alleinstehend) und habe Angst, dass das Inkassobüro sich ans JobCenter wendet und versucht meine H4-Leistung zu kommen
    Auch, wenn meine Leistung unterhalb der Pfändungsgrenze liegt. In wie weit darf das JC Auskunft an das Inkassobüro weitergeben, wenn ich keine Kopie meines Bewilligungsbescheids ans Inkassobüro weitergebe? Danke

    • Dr. V. Ghendler
      says:

      Sehr geehrter Fragesteller,

      grundsätzlich sollten Sie bei den Angaben über Ihre Einkünfte ehrlich sein, sonst droht der Vergleich unwirksam zu werden.
      Wenn sich Ihr Einkommen unterhalb der Pfändungsfreigrenze bewegt, haben Sie auch nicht zu befürchten, dass Ihr Einkommen gepfändet wird, sofern Sie ein P-Konto führen.
      Das Jobcenter ist nicht verpflichtet, dem Inkassobüro Angaben zu Ihren Einkünften zu machen.

      Mit freundlichen Grüßen

      Dr. V. Ghendler
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

  38. Avatar
    says:

    Das Inkasso Unternehmen, das einen berechtigten Schuldtitel gegen mich verfolgt, hat meiner Autoversicherung die Kündigung ausgesprochen, weil nicht genug Geld von meiner Seite kommt. Dabei ist zu erwähnen, dass Pfändungen bereits erfolgen und die pfändbaren Teile abgeführt wurden. Ist es dazu berechtigt???

    • Dr. V. Ghendler
      says:

      Sehr geehrte Fragestellerin,

      das Inkasso-Unternehmen darf in Ihrem Namen grundsätzlich keine Kündigungen aussprechen, jedenfalls nicht von einer Kfz-Haftpflichtversicherung, denn diese gehört nicht zum pfändbaren Vermögen.
      Möglich wäre höchstens die Pfändung von Ansprüchen aus einer Lebensversicherung. Aber durch Zwangsvollstreckung kann eine Haftpflichtversicherung nicht gekündigt werden, zumal dies nicht dazu beiträgt, dass sich Ihr pfändbares Einkommen oder Ihr Vermögen erhöht. Auch Ihr Auto könnte theoretisch pfändbar sein, wenn Sie es nicht zur Ausübung des Berufs brauchen.
      Dennoch dürfte die Versicherung die Kündigung nicht gelten lassen, da sie nicht von Ihnen selber kam.

      Mit freundlichen Grüßen

      Dr. V. Ghendler
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

  39. Avatar
    says:

    Guten Tag,
    Vor meiner Privatinsolvenz wurden Bankforderungen an verschiedene. Inkassounternehen verkauft bzw. abgetreten. Die Unternehmen würden im Verzeichnis erfasst und gingen mit in die Insolvenz. Habe keine Ahnung warum das gemacht wird. Sind die Forderungen nicht bei Erteilung der Restschuldbefreiung erledigt?
    Mfg

    • Dr. V. Ghendler
      says:

      Sehr geehrter Fragesteller,

      häufig halten einzelne Gläubiger keine Inkasso-Abteilungen vor und verfolgen daher die Forderung nicht selbst. Dieser Umstand ändert aber tatsächlich nichts an Ihrer Restschuldbefreiung, sofern die Gläubiger ordnungsgemäß im Insolvenzantrag berücksichtigt wurden.

      Mit freundlichen Grüßen

      Dr. V. Ghendler
      Rechtsanwalt

  40. Avatar
    says:

    Ist eine Schweigepflichtentbindungserklärung rechtens?
    Damit möchte die Inkasso Creditreform Auskünfte über meine Rente, Krankenkasse,sowie Bank erhalten.

    • Andre Kraus
      says:

      Sehr geehrter Fragesteller,

      Sie müssen dem Inkassounternehmen dies nicht gestatten, allerdings könnte dann eine Vereinbarung einer Ratenzahlung schwieriger werden. Das Inkassounternehmen könnte dann eine Vermögensauskunft verlangen, wo dann auch solche Informationen offengelegt werden müssen.

      Mit freundlichen Grüßen

      A. Kraus
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

  41. Avatar
    says:

    Hallo,

    ich habe ein Verbraucher insolvenz beantragt, die Gläubiger sind angeschrieben und drohen trotzdem mit Pfändung. Dürfen die das, obwohl diese Kenntnisse vom verfahren haben und 2: ich bin beihilfeberechtigt und bekomme meine Krankenrechnung auf das Konto gezahlt, was ich weiter leite. Das darf doch auch nicht pefpaendet werden. Ich bin ja quasi dafür auch nur Treuhänder.
    Macht es Sinn, die Bank zu wechseln, eine neue Bankverbindung zu haben? Darf Inkasso diese wird das Finanzamt ermitteln? Bankgeheimnis?

    Ich bedanke mich jetzt schon für ihre Antwort und Mühe.
    LG Christian Rink

    LG

    • Dr. V. Ghendler
      says:

      Sehr geehrter Herr Rink,

      vielen Dank für Ihre Frage. Grundsätzlich dürfen die Gläubiger bis zur Eröffnung der Insolvenz den Versuch der Pfändung unternehmen. Das so erhaltene Geld muss allerdings aufgrund der Insolvenzanfechtung an den Insolvenzverwalter zurückgezahlt werden, wenn es zur Insolvenz kommt. Dies wissen die Gläubiger in der Regel und stellen daher die Pfändungen ein.
      Zahlungen der Beihilfe dürfen nicht gepfändet werden, dies ergibt sich aus dem Beschluss des BGH mit dem Aktenzeichen IXa ZB 17/04.
      Ein Wechsel der Bankverbindung wird nur sehr kurzfristig etwas nutzen, zudem ist eine Vereitelung der Zwangsvollstreckung strafbar gemäß § 288 BGB.

      Mit freundlichen Grüßen

      Dr. V. Ghendler
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

  42. Avatar
    says:

    Ein Unternehmen beauftragt ein Inkassounternehmen mit dem Einzug der Forderungen. Der Schuldner erfährt von einem Angestellten des Gläubigers, das hier in der Regel keine Vollmacht ausgestellt wird. Der Schuldner fordert nun diese an und bekommet eine Generalvollmacht, die er nicht akzeptiert. Das Inkassounternehmen holt sich nun eine Vollmacht vom Gläubiger.
    Datum der Rechnung: 07.01.2019
    Zahlung der Rechnung: 28.02.2019
    1. Brief vom Inkassobüro: 14.03.2019
    Vollmacht mit Datum vom 05.05.2019, erhalten am 08.05.2019
    Wie verhält man sich in solch einem Fall? Ist die Vollmacht auch rückwirkend gültig?

    • Dr. V. Ghendler
      says:

      Sehr geehrter Herr Schmitz,

      wenn das Inkassobüro eine den Anforderungen entsprechende Vollmacht im Original vorgelegt hat, so ist diese zu akzeptieren.
      Wenn die Forderung bereits bezahlt wurde, so sind Inkassogebühren, die nach Zahlung noch entstanden sind, unter Umständen unberechtigt. Wenn der Schuldner mit der Zahlung in Verzug war, können jedoch Inkassogebühren in bestimmter Höhe gefordert werden.

      Mit freundlichen Grüßen

      Dr. V. Ghendler
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

      Mit freundlichen Grüßen

      Dr. V. Ghendler
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

  43. Avatar
    says:

    Ich habe seid ca. 2 Jahren eine Vereinbarung mit einem Inkassounternehmen . Jetzt habe ich diesem meine Rentenerhöhung mitgeteilt und frewillig meine Rate erhöht,womit Sie auch einverstanden sind. Jetzt verlangen Sie aber eine Selbstauskunft meiner Einkünfte ,auch die meiner Frau,die aber damit nicht’s zu tun hat.Muss ich diese ausfüllen,obwohl
    diese Selbstauskunft freiwillig ist,aber Sie
    Im Schreiben darauf bestehen?

    • Dr. V. Ghendler
      says:

      Sehr geehrter Herr Hennig,

      grundsätzlich raten wir davon ab, derartige Auskünfte zu geben und vor allem derartige Schriftstücke zu unterzeichnen, da sie ein unfreiwilliges Schuldanerkenntnis darstellen können.

      Mit freundlichen Grüßen

      Dr. V. Ghendler
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

  44. Avatar
    says:

    Guten Tag,
    Ich mache jetzt schon Jahre mit einer Foderung von einer Inkasso Firma mit.
    Diese Inkasso Firma ging schon vor Gericht und eröffnete ein Mahnbescheid. Gegen diesen Bescheid würde fristgerecht Einspruch eingelegt. Jetzt sind min. schon 8 Monate vergangen. Das Inkasso Unternehmen hat nicht reagiert und hat somit die 6 Monate verstreichen lassen.
    Jetzt war eine Zeit lang Ruhe und man hörte nichts mehr.
    Heute bekam ich von einer anderen Inkasso Firma wieder eine Zahlungfoderung mit dem Unterschied das die fast auf die Hälfte verzichten wollen.
    Ist das jetzt überhaupt noch rechtlich? Da die andere Inkasso ja schon die Fristen verstreichen ließen.
    Es wäre sehr nett wenn Sie nur mal kurz antworten würden.
    Mit freundlichen Gruß
    Eugen Massar

    • Dr. V. Ghendler
      says:

      Sehr geehrter Herr Massar,

      die im Zwangsvollstreckungsverfahren geltenden Fristen sind nicht relevant für den Bestand einer Forderung.

      Mit freundlichen Grüßen

      Dr. V. Ghendler
      Rechtsanwalt

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